Politik

Unterstützung für Ukraine Deutschland will wohl Super-Radare liefern

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Das "Cobra"-System (Counter Battery Radar) zählt weltweit zu den fortschrittlichsten Waffenortungssystemen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundesregierung plant laut Medienberichten die Übergabe verschiedener Hightech-Radare an die Ukraine. Die Rüstungsindustrie soll Kiew demnach Geräte zur Drohnenabwehr und Artillerieortung zur Verfügung stellen.

Die Bundesregierung plant offenbar die Lieferung militärischer Hightech-Radar- und Aufklärungssysteme an die Ukraine. Das berichten das "Handelsblatt" und die "Welt" unter Berufung auf Militärkreise. Nach Informationen des "Handelsblatts" hat Berlin bei der Industrie um Angebote für eine substanzielle Anzahl von Radaren der Typen "Spexer" und "Cobra", Passivradare und "Nightowl"-Kameras gebeten.

Das "Spexer"-Radar diene vor allem zur Abwehr von Drohnenangriffen, "Cobra" zur Ortung feindlicher Artillerie. Es soll in der Lage sein, anhand der Flugbahn von Geschossen die genaue Stellung beim Abschuss oder den Einschlagpunkt zu berechnen. Mit dem "Cobra"-System wird laut dem Bericht der Kampfwert der deutschen Panzerhaubitze 2000 enorm verbessert.

Nach Informationen der "Welt" aus Berliner Militärkreisen fragte die Ukraine zunächst die Lieferung von 40 Cobra-Systemen an. Tatsächlich könnten jetzt wohl drei bis fünf Systeme aus dem Bestand von 19 Systemen zur Verfügung gestellt werden, die dann für die Bundeswehr nachproduziert werden.

Branchenkenner veranschlagen den Wert eines "Cobra"-Systems auf 50 Millionen Euro. Je nach Umfang beziffere sich der Wert des Gesamtpaketes damit auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Bei der Lieferung würde es sich nicht um eine Bestellung der Ukraine bei der deutschen Rüstungsindustrie, sondern um einen Auftrag der Bundesregierung handeln, für den jetzt zunächst ein Angebot eingeholt wird, heißt es weiter. Im Mittelpunkt steht der Münchner Radar- und Sensorspezialist Hensoldt. Ein Unternehmenssprecher lehnte eine Stellungnahme laut der Berichte ab.

Quelle: ntv.de, hek

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