Politik

Putins Siegesparade abgefeiertUkraine meldet massive russische Drohnenangriffe nach Waffenruhe

12.05.2026, 09:51 Uhr
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Eine in Kiew präsentierte Drohne vom Typ Geran-2. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Für wenige Tage gilt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine offiziell eine Feuerpause, in der es trotzdem zu Toten und Verletzten kommt. Doch nun ist es auch mit dieser begrenzten Waffenruhe wieder vorbei, und umgehend starten massive russische Attacken.

Nur wenige Stunden nach dem Ende einer befristeten Waffenruhe hat Russland die Ukraine nach Angaben aus Kiew erneut massiv angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete in der Nacht Angriffe mit zahlreichen Drohnen auf die Hauptstadt Kiew und weitere Städte wie Saporischschja, Dnipro, Charkiw und Cherson. Auch die Gebiete Sumy im Norden und Mykolajiw im Süden waren demnach betroffen. Die seit Samstag geltende Waffenruhe war in der Nacht ausgelaufen.

Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko schrieb auf Telegram, in der Hauptstadt seien Drohnentrümmer auf das Dach eines 20-stöckigen Wohnhauses gefallen. Über Verletzte und das Ausmaß der Schäden gibt es noch keine Informationen. Die Zeitung "Kyiv Independent" berichtete über Explosionen.

US-Präsident Donald Trump hatte Kremlchef Wladimir Putin und den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj vergangene Woche um eine dreitägige Waffenruhe gebeten. Beide Seiten verzichteten in dieser Zeit weitgehend auf Luftangriffe. Am Boden berichteten sie aber von vielen Verstößen des Gegners, auf die jeweils reagiert worden sei.

Anlass dieser Einigung waren die Feierlichkeiten in Russland zum Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Putin wollte eine störungsfreie Militärparade in Moskau gewährleisten, die ukrainische Seite vor diesem Hintergrund eine längere Waffenruhe durchsetzen.

Selenskyj hatte sich bereits vor Ablauf der Waffenruhe auf neue Angriffe eingestellt: "Wir sehen auch, dass Russland nicht die Absicht hat, diesen Krieg zu beenden", sagte er in einer abendlichen Videobotschaft. "Wir bereiten uns auf neue Angriffe vor, leider."

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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