Politik

Prüfung der Dissertation beendetUni Hamburg spricht Brosius-Gersdorf von Plagiatsvorwürfen frei

29.07.2026, 13:24 Uhr
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Frauke Brosius-Gersdorfs Doktorarbeit ist kein Plagiat. Zu diesem Schluss kommt die Ombudsstelle der Universität Hamburg. (Foto: dpa)

Nach ihrer Ernennung zur Kandidatin für das Verfassungsrichteramt vor einem Jahr sieht sich Frauke Brosius-Gersdorf heftigen Attacken ausgesetzt. Unter anderem werden Plagiatsvorwürfe gegen die Juristin erhoben. Die Universität Hamburg entdeckt kein Fehlverhalten.

Die Universität Hamburg hat die Doktorarbeit der früheren Verfassungsrichter-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf untersucht und kein Plagiat festgestellt. "Die zuständigen Gremien sahen somit den Vorwurf eines wissenschaftlichen Fehlverhaltens als nicht gerechtfertigt an", teilte die Universität auf ihrer Website mit. Das Verfahren ist abgeschlossen.

Die Prüfung erfolgte demnach gemäß bundesweit akzeptierter Verfahrensregeln. Diese seien in der Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zur Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens an der Universität Hamburg rechtlich bindend festgeschrieben. Zu Details äußerte sich die Universität unter Hinweis auf diese Regeln nicht. Vor ungefähr einem Jahr war bekannt geworden, dass die Universität die Doktorarbeit Brosius-Gersdorfs von der sogenannten Ombudsstelle prüfen lässt. Hintergrund waren Berichte über angebliche Parallelen zwischen ihrer Arbeit und der Habilitationsschrift ihres Mannes Hubertus Gersdorf.

Die Vorwürfe gegen Brosius-Gersdorf waren 2025 in Zusammenhang mit ihrer Kandidatur für das Amt einer Richterin am Bundesverfassungsgericht erhoben worden und trugen damals dazu bei, dass die Wahl auf Betreiben der CDU/CSU abgesetzt wurde. Urheber der Vorwürfe war der österreichische Privatdozent Stefan Weber. Dieser nimmt regelmäßig insbesondere wissenschaftliche Arbeiten von Politikerinnen und Politikern ins Visier. In vielen Fällen bestätigten sich seine Vorwürfe allerdings nicht.

Die Personalie war ein erheblicher Streitpunkt in der Koalition. Im August 2025 verzichtete Brosius-Gersdorf auf die Kandidatur. Die Universität Hamburg hatte die Stellungnahme zu dem Verfahren bereits am Montag veröffentlicht. 

Quelle: ntv.de, lar/dpa/AFP

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