Politik

RTL/n-tv Trendbarometer Union und SPD können etwas punkten

imago88349496h.jpg

Ein kleiner Schimmer am trüben Umfragehimmel: Die Parteien der GroKo gewinnen jeweils einen Prozentpunkt hinzu.

(Foto: imago/Emmanuele Contini)

G7-Gipfel, Boris Johnson und die Wahlen im Osten - das Interesse der Deutschen am politischen Geschehen ist in dieser Woche außergewöhnlich groß - genauso wie ihre Wahlbereitschaft. Profitieren können dabei auf Bundesebene die dümpelnden GroKo-Parteien.

Kurz vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen können Union und SPD etwas aufatmen - zumindest was die Umfragewerte im Bund angeht. Im RTL/n-tv Trendbarometer gewinnen die Parteien der Großen Koalition im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt hinzu: CDU/CSU kommen auf 27, die SPD auf 15 Prozent.

Unverändert sind die Werte von FDP und Grünen. Die Grünen liegen mit 23 Prozent noch immer weit vor den Sozialdemokraten. Die Liberalen verharren, wie schon in den vergangenen zwei Wochen, bei neun Prozent. Linke und AfD verlieren jeweils einen Prozentpunkt und rutschen in der Wählergunst auf sieben beziehungsweise zwölf Prozent ab. Für andere Parteien würden sich sieben Prozent der Befragten entscheiden.

Dabei profitieren Union und SPD offenbar vor allem von einer erhöhten Wahlbereitschaft. So geben lediglich 19 Prozent der Befragten an, nicht wählen zu wollen oder unentschlossen zu sein. Das sind weniger als in der Vorwoche - und deutlich weniger als bei der Bundestagswahl 2017. Da lag die Zahl der Nichtwähler bei 23,8 Prozent.

"Das Interesse der Bundesbürger am gesamten politischen Geschehen war in dieser Woche außergewöhnlich groß", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner n-tv. "Es reichte vom G7-Gipfel über die Ereignisse in Großbritannien und die Waldbrände in Brasilien bis zu den Landtagswahlen in Ostdeutschland. Dieses starke Interesse hat zu einer Erhöhung der Wahlbereitschaft geführt."

Wenig Zustimmung für AKK

Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz sieht es für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer schlecht aus. Im direkten Vergleich mit Grünen-Chef Robert Habeck käme sie bei einer Direktwahl lediglich auf 16 Prozent, Habeck dagegen auf 32 Prozent. Interessanterweise würden sogar 23 Prozent der Unionsanhänger für Habeck stimmen und nur 33 Prozent für Kramp-Karrenbauer.

Vor die Alternative Kramp-Karrenbauer und Finanzminister Olaf Scholz gestellt, entscheiden sich die Befragten klar für den SPD-Politiker, der sich nun auch um das Amt des Parteichefs bewirbt. Hier käme die CDU-Chefin auch auf 16 Prozent, Scholz dagegen auf 33 Prozent. Bei einer solchen Alternative würden sich sogar 26 Prozent der Unions-Anhänger für Scholz entscheiden. Bei einem direkten Duell zwischen Habeck und Scholz würde Habeck auf 17, Scholz auf 26 Prozent kommen.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, ghö

Mehr zum Thema