Politik

Die Partei, Volt & Co. Wen die Deutschen wirklich wählten

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Zieht für Die Partei wieder ins Europaparlament ein: Der Satiriker Martin Sonneborn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rege Wahlbeteiligung, deutliches Ergebnis: Bei der neunten Wahl zum Europaparlament haben rund 37,8 Millionen Deutsche abgestimmt. Immerhin 13 Prozent erhalten kleinere Parteien, Exoten oder Spaßmacher. Wohin flossen die Stimmen?

Die Europawahl 2019 hat in Deutschland sehr viel mehr Wähler zur Stimmabgabe bewegt als vor fünf Jahren: Laut vorläufigem amtlichen Ergebnis erreichte die Wahlbeteiligung hierzulande ein vergleichsweise hohes Niveau von 61,4 Prozent. Bei der Europawahl 2014 hatte der Bundeswahlleiter noch eine Quote von 48,1 Prozent verzeichnet.

Aufgerufen zur Wahl waren in Deutschland am Sonntag 61.574.137 wahlberechtigte Personen. Davon gingen 37.811.971 auch tatsächlich zur Wahl. Insgesamt 1380 Kandidatinnen und Kandidaten bewarben sich um die Deutschland zustehenden 96 Sitze im EU-Parlament. Der Anteil der gültigen Stimmen liegt bei 98,9 Prozent. Das heißt im Umkehrschluss, dass 1,1 Prozent aller abgegebenen Wahlzettel als ungültig verbucht werden mussten. Das entspricht 422.740 Stimmen.

Insgesamt 41 Parteien und sonstige politische Vereinigungen (hier die Übersicht) waren in Deutschland zur Wahl zugelassen. Das Spektrum reicht dabei von den politischen Extremen wie etwa NPD oder MLPD, über Nischeninteressen wie etwa dem Tierschutz bis zu einem reinen Spaß- und Satireprojekt wie dem Titanic-Ableger Die Partei. Letztere kam bei der Wahl immerhin auf 2,4 Prozent der Stimmen. Mit exakt 898.386 Wählern konnte Spitzenkandidat Martin Sonneborn in Deutschland mehr Menschen überzeugen als etwa "Piraten", "Rechte", "Violette" oder "Die Grauen" zusammen.

Welche Partei konnte wie viele Stimmen gewinnen? Das vollständige amtliche Ergebnis der Europawahl in Deutschland im Detail, aufgeschlüsselt nach allen teilnehmenden Vereinigungen:

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Quelle: ntv.de