Produkt-Check Haushalt & Garten

Zum Träumen schönSeitenschläferkissen im Test: Welches liegt uns am besten?

22.10.2026, 11:25 Uhr ProfilVon Christoph Dörr
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Ein langer Tag verdient eine erholsame Nacht. Hier mit dem Seitenschläferkissen von Procave. (Foto: RTL/ntv)

Es gibt Bettgefährten, die schnarchen oder uns die Decke klauen. Und es gibt andere, die uns nachts Geborgenheit geben: Seitenschläferkissen. Für den ntv Produkt-Check testen wir fünf Modelle unter 40 Euro. Mit welchem kuscheln wir am liebsten?

Ein Seitenschläferkissen im Format 40 × 145 Zentimeter ist ein langer, weicher Begleiter zum Anschmiegen. Wir nehmen es in den Arm und legen es zwischen oder unter die Beine. So kann es den Körper stützen und entlasten - auch bei Menschen mit Nacken-, Schulter- und Rückenverspannungen. Die Seitenlage kann zudem Schnarchen und lageabhängige Atemaussetzer reduzieren. Manchmal braucht es eben nicht viel für eine erholsame Nacht. Nur ein bisschen mehr Kissen.

Günstige Seitenschläferkissen im Test - das Fazit

Ganz vorne liegt das Seitenschläferkissen von Siebenschläfer*. Unser Testsieger ist besonders kuschelig, stützt angenehm und sorgt für hohen Liegekomfort. Doch auch Seite an Seite mit dem sleepling* schlummert es sich entspannt. Das Kissen ist üppiger gefüllt, bleibt dabei gemütlich und wird unser Preis-Leistungs-Sieger.

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Hallo, hier! Großes Knuddelmuddel mit den fünf Seitenschläferkissen im Test. (Foto: RTL/ntv)

So testen wir die fünf Seitenschläferkissen

Wie bequem liegen wir, und wie gut stützen die Kissen unseren Körper? Anders als Nackenstützkissen sollen Seitenschläferkissen nicht in erster Linie den Kopf in der richtigen Höhe halten, sondern den gesamten Körper in Seitenlage unterstützen. Wie das gelingt, testen eine Frau und ein Mann mit 170 beziehungsweise 190 Zentimetern Körpergröße. Beide schlafen jeweils mehrere Nächte mit allen fünf Kissen auf derselben mittelharten Matratze.

  • Stützkraft und Liegekomfort: Werden Arme, Beine und Becken angenehm gestützt? Und wie leicht können wir uns nachts umdrehen? Entscheidend ist nicht, wie prall ein Kissen gefüllt ist, sondern wie wirkungsvoll es unterstützt. Denn wie viel Füllung wir als angenehm empfinden, hängt stark vom Körperbau und persönlichen Empfinden ab.

  • Formstabilität und Schlafklima: Verteilt sich die Füllung gleichmäßig? Muss das Kissen häufig aufgeschüttelt werden? Unangenehm warm wird keines der fünf Kissen.

  • Material und Verarbeitung: Alle Kissen sind ganz oder teilweise aus Kunstfasern. Neben Polyesterfasern kommen Flocken und Faserkugeln zum Einsatz, bei einem Modell zusätzlich Schaumstoffstäbchen. Wir prüfen: Wie sauber sind Nähte und Bezüge verarbeitet, wie angenehm fühlen sich die Materialien an und wie exakt stimmen die Maße? Die klassischen Kissen werden mit 40 × 145 Zentimetern angeboten. Wir messen von Naht zu Naht und stellen bei einigen Modellen Abweichungen fest.

  • Pflege und Nachhaltigkeit: Wie gründlich lassen sich die Kissen reinigen? Nach dem Waschen kann die Füllung verklumpen, wie auch unser Praxistest zeigt. Kräftiges Aufschütteln und Auflockern hilft. Und welche Umwelt- und Schadstoffstandards erfüllen sie? Vier Kandidaten sind nach Oeko-Tex Standard 100 zertifiziert. Ein Hersteller kann dagegen keinen gültigen Nachweis für das gesamte Kissen vorlegen.

  • Preis-Leistung: Wie viel Komfort, Stützkraft und Qualität bekommen wir fürs Geld?

Die Seitenschläferkissen von Siebenschläfer, sleepling und Co. im Vergleich

Einige der verlinkten Seitenschläferkissen gibt es auch in anderen Größen. Da alle Modelle außer Chilling Home ohne separaten Bezug geliefert werden, haben wir zusätzlich einen beliebten Anbieter passender Kissenbezüge im Format 40 × 145 Zentimeter verlinkt.

*Die Verkaufspreise können sich jederzeit ändern, Händler passen ihre Preise oft unabhängig von der unverbindlichen Empfehlung des Herstellers an.

Testsieger: Siebenschläfer Seitenschläferkissen

Kurz und knapp: Besonders kuschelig, mit angenehmer Stützkraft. Hoher Liegekomfort, einfache Handhabung und ein fairer Preis machen das Siebenschläfer zum Testsieger.

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Ein Stück Wolke zum Umarmen: der Testsieger von Siebenschläfer. (Foto: RTL/ntv)

Weniger Füllung, mehr Komfort? Das Seitenschläferkissen von Siebenschläfer* zeigt im Praxistest, dass es nicht immer auf möglichst viel Volumen ankommt. Es fühlt sich angenehm weich und kuschelig an, bietet zugleich aber genügend Halt für eine entspannte Seitenlage. Diese Kombination gefällt uns besonders. Nachts bleibt das Siebenschläfer ein angenehmer Begleiter: Wechseln wir vorübergehend in die Rückenlage, können wir es einfach im Arm halten, ohne dass es uns im Weg ist. Und das Drehen von einer Seite auf die andere gelingt mühelos. Dazu kommen eine gute Verarbeitung und ein angenehmes Materialgefühl.. Größere Schwächen finden wir nicht.

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Siebenschläfer Seitenschläferkissen mit Mikrofaser-Füllung (40 x 145 cm)
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24,84 €29,95 €

Wer mehr Füllung bevorzugt, kann die Kissenhöhe individuell anpassen. Eine Mail an den Kundenservice genügt, um zusätzliches Füllmaterial zu erhalten. Über den Reißverschluss lässt sich das Kissen anschließend einfach nachfüllen. Für diesen unkomplizierten Service wird Siebenschläfer auch in zahlreichen Nutzerkommentaren gelobt. Einen passenden Kissenbezug muss man allerdings separat kaufen, worauf der Hersteller auch ausdrücklich hinweist. Dafür punktet das Siebenschläfer bei der Pflege: Es ist bis 95 Grad waschbar und trocknergeeignet - besonders praktisch für Allergiker. Preislich bleibt unser Testsieger ebenfalls erfreulich auf dem Boden. Ein Kissen, das uns buchstäblich zur Seite steht.

Preis-Leistungs-Sieger: sleepling Seitenschläferkissen

Kurz und knapp: Angenehm weich, reichlich gefüllt und stützend. Hoher Liegekomfort zum günstigsten Preis im Test.

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Geborgen in den Morgen: Wohlfühlen mit dem sleepling. (Foto: RTL/ntv)

Viel Kissen für wenig Geld: Das Seitenschläferkissen von sleepling* macht seinem Titel als Preis-Leistungs-Sieger alle Ehre. Es ähnelt unserem Testsieger von Siebenschläfer, ist allerdings üppiger gefüllt und fühlt sich dadurch fester an. Im Praxistest verteilt sich das Material gleichmäßig und gibt an den jeweiligen Druckpunkten angenehm nach. So bietet sleepling kräftigen Halt, bleibt dabei aber gemütlich. Nur das Drehen von einer Seite auf die andere fällt uns unter der Bettdecke etwas schwerer als beim Testsieger.

Wie bei Siebenschläfer lässt sich auch hier die Füllmenge individuell anpassen: Über einen Reißverschluss kann Material entnommen oder ergänzt werden. Zusätzliche Füllung gibt es beim Hersteller auf Anfrage kostenlos. Auch bei der Pflege punktet sleepling mit einer Waschbarkeit bis 60 Grad - ein Vorteil für Allergiker.

Zwei Schwächen fallen allerdings auf: In einigen Käuferkommentaren werden abweichende Maße bemängelt. Auch wir messen von Naht zu Naht nach und stellen mit 32 × 137 statt der angegebenen 40 × 145 Zentimeter die größte Abweichung im Testfeld fest. Zudem bewirbt der Hersteller einen abnehmbaren Bezug. Tatsächlich ist aber kein separater Kissenbezug enthalten. Die Füllung steckt in einer Hülle, die sich nicht einfach abziehen lässt. Um die Hülle separat zu reinigen, müsste zunächst die Füllung entnommen werden. Wir finden es praktischer, das komplette Kissen zu waschen. Zu beiden Punkten haben wir sleepling um eine Stellungnahme gebeten, bislang jedoch keine Antwort erhalten (Stand: 22.10.2026). Wer mehr Länge benötigt, bekommt das Kissen auch im Format 40 × 200 Zentimeter.

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sleepling Seitenschläferkissen 40x145 cm, Body Pillow, 100% Mikrofaser
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19,99 €

Lileno Home Seitenschläferkissen 40 × 145 - die sanfte Stütze

Kurz und knapp: Weich und anschmiegsam, mit individuell anpassbarer Füllung. Stark bei Nachhaltigkeit, Hygiene und Pflege.

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Nicht nur zum Schlafen: Das Lileno Home eignet sich auch als Relaxkissen. (Foto: RTL/ntv)

Das Seitenschläferkissen von Lileno* erreicht den dritten Platz und setzt bei der Füllung auf ein etwas anderes Konzept: Statt klassischer Mikrofasern kommen Polyesterflocken zum Einsatz. Laut Hersteller sind sie besonders elastisch. Im Praxistest verteilt sich die Füllung gut. Obwohl beide Kissen eher flach gefüllt sind, gibt das Lileno stärker nach und stützt etwas sanfter als das Siebenschläfer. Über einen Reißverschluss lässt sich die Füllmenge anpassen. Ob zusätzliches Füllmaterial gratis erhältlich ist, verrät der Hersteller auf seinen Produktseiten nicht. Auf Nachfrage sagt uns Geschäftsführer Alexander Noll: "Das Nachfüllmaterial ist kostenfrei nachbestellbar."

In gleich drei Bereichen setzt sich Lileno an die Spitze unseres Testfelds. Bei der Nachhaltigkeit punktet es mit Oeko-Tex Standard 100, Climate Pledge Friendly und einem laut Hersteller CO₂-neutralen Eigenversand. Auch bei der Pflege gehört es zu den Besten: Das Kissen verträgt 95 Grad in der Waschmaschine und darf anschließend in den Trockner. Das macht es besonders hygienisch und auch für Allergiker interessant. Und wer erst einmal probeliegen möchte, bekommt mit 60 Tagen die längste Rückgabefrist im Vergleich. Genug Zeit, um auf Kuschelkurs zu gehen.

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LILENO HOME Seitenschläferkissen 40 x 145 cm – 95 °C waschbar
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29,99 €

Procave Seitenschläferkissen Top Cool - der pralle Kraftprotz

Kurz und knapp: Sauber verarbeitet, pflegeleicht und mit kräftiger Stützung. Beim Liegekomfort allerdings wenig flexibel.

Ähnlich prall gefüllt wie das sleepling ist das Procave Top Cool*. Es wirkt wertiger und kostet mehr - aber ist es auch besser? Seine Füllung verteilt sich besonders fein und gleichmäßig. Dahinter steckt eine Kombination aus weichen Polyesterkugeln und stützenden Schaumstoffstäbchen. Sie soll das Kissen anschmiegsam und zugleich formstabil machen. Im Praxistest gelingt dieser Spagat allerdings nur bedingt. Das Procave fühlt sich weniger weich, dafür etwas sperrig an. Selbst mit langen Armen und Beinen können wir es kaum vollständig umfassen. Auch den Kopf bequem darauf abzulegen, fällt uns schwer.

Das wäre weniger problematisch, ließe sich die Füllmenge anpassen. Doch anders als bei den drei zuvor getesteten Kissen hat das Top Cool keinen Reißverschluss dafür. Wer es zu prall findet, kann also nicht einfach Füllung entnehmen. Immerhin bleiben 30 Tage Zeit, um beim Probeliegen herauszufinden, ob einem das Kissen liegt.

Bei den Prüfsiegeln bleibt eine Frage offen: Procave wirbt damit, "ausschließlich schadstoffgeprüfte Materialien" zu verwenden. Auf unsere Nachfrage antwortet Geschäftsführer Oliver Schramm freundlich und ausführlich, kann jedoch keinen gültigen Zertifikatsnachweis für das gesamte Kissen vorlegen - etwa nach Oeko-Tex Standard 100, wie ihn die anderen vier Testkandidaten haben. Dafür punktet das Procave bei der Verarbeitung und Pflege: Es ist sauber vernäht, bei 60 Grad waschbar und trocknergeeignet. Außerdem gibt es das Kissen auch in 40 × 200 Zentimetern. (Das Foto zum Kissen ist ganz oben zu sehen.)

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PROCAVE Seitenschläferkissen Top Cool, 40x145 cm, atmungsaktiv
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35,95 €

Chilling Home Schwangerschaftskissen J-Form - die anschmiegsame Krake

Kurz und knapp: Rundum stützend, urgemütlich und anschmiegsam. Der Preis gefällt, die Pflege weniger.

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So zurechtgelegt, eignet sich das Kissen auch zum Lesen, Videoschauen oder Stillen. (Foto: RTL/ntv)

Eine Umarmung, die die ganze Nacht hält? Das Chilling Home* ist als einziges unserer fünf Kissen J-förmig. So sollen Kopf, Oberkörper und Beine gleichzeitig Halt finden. Das klingt nach reichlich Geborgenheit - aber schläft es sich damit auch besser als mit einem klassischen langen Seitenschläferkissen?

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Gut in Form: Das Chilling Home setzt als einziges Kissen im Test auf die J-Form. (Foto: RTL/ntv.de)

Im Praxistest überzeugt das Chilling Home mit einem hohen Kuschelfaktor. Die Füllung fühlt sich flauschig an, der samtartige Bezug liegt auch auf nackter Haut angenehm weich. Gleichzeitig stützt das J-Kissen den Körper zuverlässig. Wir liegen stabil auf der Seite, ohne dass sich das Kissen unbehaglich fest anfühlt. Wer sich allerdings nachts umdrehen möchte, muss sich erst aus der Umarmung lösen. Das Chilling Home wird übrigens nicht nur als Schwangerschaftskissen, sondern ausdrücklich auch für Seitenschläfer angeboten.

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Chilling Home Schwangerschaftskissen J Form, Seitenschläferkissen mit Bezug
620
28,04 €32,99 €

Bei der Pflege zeigt sich die Kehrseite: Der Bezug lässt sich zwar über Reißverschlüsse abnehmen und waschen, allerdings nur bei 30 Grad. In den Trockner darf er nicht, das Innenkissen ist gar nicht maschinenwaschbar. Nicht zu übersehen sind auch die Ausmaße: Wir messen 125 Zentimeter in der Länge und 63 Zentimeter in der Breite. Mit gut drei Kilogramm ist es das schwerste Kissen im Test. Erhältlich ist es in vier Farben. Weniger erfreulich finden wir die Verpackung: Das vakuumierte Kissen steckt gleich in drei Kunststoffhüllen.

*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig und erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten. In seltenen Fällen werden Test-Geräte auch leihweise von Herstellern zur Verfügung gestellt. Bei Tests wie bei Vergleichen bewerten wir nach objektiven, nachvollziehbaren Kriterien. Wird ein Produkt über einen Affiliate-Link gekauft, erhält ntv eine Provision. Für den Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten.

Quelle: ntv.de

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