Handhabung, Ausbeute, ReinigungDiese Entsafter liefern im Test richtig ab

Lecker, erfrischend, gesund - frisch gepresste Säfte sind in aller Munde. To go sind die Drinks in der Regel teuer, warum also nicht einfach selbst machen? Der ntv Produkt-Check testet beliebte Zentrifugal-Entsafter auf Handhabung und Effizienz.
Schnell eine Portion gesunde Vitamine aus dem Glas - nicht nur im Sommer setzen viele auf frische Säfte aus Obst und Gemüse. Entsafter für zu Hause versprechen leckere Ergebnisse. Samtig, lecker, ohne viel Rückstände. Aber welche Geräte leisten das wirklich? Der ntv Produkt-Check stellt vier Zentrifugal-Entsafter unterschiedlicher Preisklassen auf den Prüfstand.
So testen wir die Entsafter von Philips, Bosch und Co.
Mit den entsprechenden Entsaftern werden im Test jeweils etwa 500 g Möhren und 500 g Orangen verpresst. Zentral sind dabei nicht nur Saftausbeute und Geschmack, sondern auch Handhabung, Trester und Reinigung. Abgesehen vom Entsafter von Philips besitzen alle Geräte ein Zwei-Stufen-System für weiches und hartes Obst und Gemüse. Alle entsaften nur dann, wenn sie korrekt montiert sind. Mit einem Dezibel-Gerät messen wir die Lautstärke - welches Gerät presst am geräuschvollsten?
Testsieger: Philips-Entsafter Viva Collection HR1856, circa 110 Euro*
Preis-Leistungs-Sieger: Severin-Entsafter (400 W, 500 ml), circa 36 Euro*
OK. OPJ 4321 – Zentrifugal-Entsafter (1000 W), circa 44 Euro*
Bosch VitaJuice 2 MES25A0-Zentrifugal-Entsafter (700 W), circa 95 Euro
Entsafter im ntv Produkt-Check - das Fazit
Als Testsieger geht im Produkt-Check der Philips-Entsafter Viva Collection* hervor. Hier überzeugt das Gesamtpaket: sicherer Stand, sauberes Arbeiten, leckeres Endprodukt. In Sachen Preis-Leistung holt sich das deutlich günstigere Gerät von Severin* den Titel - klein, handlich, leise und die Ausbeute überzeugt.
Testsieger: Philips-Entsafter überzeugt im Test
Der Philips-Entsafter Viva Collection* ist effizient, das Endprodukt überzeugt: cremig, kaum Fruchtfleisch, fein gefiltert. Außerdem ist das Produkt kompakt, einfach in der Bedienung und schnell gereinigt, auch wenn der integrierte Tresterbehälter nach jedem Durchgang auseinandergebaut werden muss - etwas umständlich, wird aber durch den insgesamt sauberen Arbeitsprozess wettgemacht. Der Auslauf lässt sich verschließen, nichts tropft nach, und dank der Noppenfüße steht das Gerät sicher.
Die Saftausbeute kann sich sehen lassen: 500 g Orangen ergeben fast 500 ml Saft! Auch Möhren presst das Gerät zuverlässig und liefert damit das beste Ergebnis im Test. Die Trester sind gering - dadurch entsteht beim Entsaften wenig Dreck. In den breiten Einfüllschacht passen ganze Äpfel, die sich mit leichtem Druck problemlos entsaften lassen. Zwei kleine Haken: Das Auseinanderbauen braucht anfangs etwas Geduld, und mit einem Dezibel-Wert von ca. 90 ist der Philips-Entsafter alles andere als leise, aber dank seiner Power auch schnell fertig.
Preis-Leistungs-Sieger: Severin-Entsafter mit guter Ausbeute
Der 500 ml-Saftbehälter des Severin-Entsafters* ist im Test der kleinste, das Gerät überrascht aber mit sehr guter Ausbeute - trotz einer vergleichsweise niedrigen Leistung von 400 Watt. Aus ca. 500 g Orangen lassen sich 320 ml Saft gewinnen, die gleiche Menge Möhren ergeben ca. 280 ml. Der Saft ist fruchtig und frisch, nur vereinzelt schmeckt man Möhren- oder Orangen-Fruchtfleisch. Aufgrund der kleineren Einfüllgröße müssen Äpfel vor dem Entsaften geschnitten werden, beim Pressen ist etwas Nachdruck nötig. Unterm Strich liefert das Gerät solide ab, braucht wenig Platz und ist mit einem UVP von 59,99 Euro eine gute Investition. Ein weiterer Vorteil: In Sachen Lautstärke ist der Severin-Entsafter mit einem Wert von ca. 80 das leiseste Gerät im Test.
OK. OPJ 4321-Zentrifugal-Entsafter überzeugt geschmacklich, wirkt aber instabil
Der Entsafter von OK* kommt mit einem großen Tresterbehälter. Was praktisch klingen mag, funktioniert in der Praxis allerdings nur bedingt: Der Behälter wird lediglich rangeschoben und wirkt dadurch instabil - beim Entsaften geht einiges daneben. Ein verschließbarer Tropfauslauf ist nicht vorhanden, die Pressrückstände sind nach der Benutzung feucht.
Geschmacklich kann das Ergebnis überzeugen, wobei die Säfte etwas mehr Fruchtfleisch aufweisen als bei den anderen Modellen. Vor allem beim Möhrensaft fällt die Ausbeute ab: nur 220 ml Saft bei ca. 500 g Möhren, dafür ein über 300 g feuchter Tresterrest. 500 g Orangen ergeben hier bei sehr feuchtem Trester 300 ml Saft. Positiv fällt auf: Die große Einfüllöffnung spart Vorbereitungszeit, die Anwendung funktioniert ohne großen Kraftaufwand. Kleiner Nachteil: Mit einem Maximal-Wert von 95 Dezibel ist der OK.-Entsafter das lauteste Gerät im Test.
Beim Bosch VitaJuice 2 MES25A0-Zentrifugal-Entsafter geht nichts daneben
Der VitaJuise-Entsafter von Bosch* ist das schwerste Gerät im Test und wirkt sehr massiv. Die Motorleistung ist stark, die Verarbeitung hochwertig, was auch bei der Anwendung auffällt.
Der Behälter fasst 1,25 Liter, der Geschmack überzeugt: Der Saft ist frisch, der Apfelsaft leicht trüb und angenehm cremig. Die Tropfstopp-Funktion sorgt dafür, dass nichts daneben geht. Aus einem halben Kilo Orangen presst das Gerät 300 ml Saft, ca. 400 g Möhren ergeben 250 ml. Für Familien oder Mehrpersonen-Haushalte ist der Bosch VitaJuice wegen seiner kräftigen Leistung und seiner effizienten Ausbeute sicher eine gute Wahl. Die Lautstärke des Geräts bewegt sich im Test bei konstanten 85 Dezibel und liegt damit im Mittelfeld.
*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 27. Juni 2025 und wurde danach redaktionell überarbeitet.

