Berlin & BrandenburgDLRG: Mehr Badetote in Berlin, Zahl in Brandenburg halbiert

Mehr als ein Dutzend Badetote zählt die DLRG-Statistik für Berlin, neun Badetote gab es in Brandenburg. Die meisten tödlichen Unfälle gab es in Seen.
Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Die Zahl der Badetoten hat sich in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbiert, in Berlin ist die Zahl der Badetoten angestiegen. Zwischen Jahresbeginn und Ende Juli ertranken in den Berliner Gewässern 13 Menschen und in Brandenburg 9, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte.
Meiste Badetote in Seen und männlich
Die meisten Badetoten verunglückten laut der Bilanz in Seen – in beiden Bundesländern gab es dort sieben Fälle. Außerdem war die überwiegende Mehrzahl der Verunglückten männlich. In Brandenburg waren laut der DLRG acht von neun der Badetoten Männer, in Berlin waren es elf. Bei den anderen beiden Unfällen war das Geschlecht nicht bekannt.
Auch bundesweit waren die meisten Badetoten männlich – der DLRG zufolge über alle Altersgruppen hinweg 85 Prozent. DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte, dass leichtsinniges Verhalten, etwa in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen, zu besonders vielen Badeunfällen bei Jungen und jungen Männern führt. "Andere können nicht oder kaum schwimmen und begeben sich völlig unnötig in Lebensgefahr. Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren", sagte sie.
15 Badetote mehr bundesweit, die meisten im Juni
Laut der Bilanz der DLRG gab es bisher bundesweit 15 Badetote mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den ersten sieben Monaten des Jahres seien mindestens 261 Menschen in den Gewässern ums Leben gekommen. Fast 40 Prozent der Fälle (101) ereigneten sich demnach im Juni. Über 100 Badetote im Monat Juni gab es zuletzt vor 23 Jahren, wie es hieß.
In den Wochen nach der extremen Hitzewelle Ende Juni verzeichnete die DLRG nach eigenen Angaben weniger Todesfälle. Doch auch im Juli seien mit 59 Menschen sechs mehr ertrunken als im Vorjahresmonat.