Sachsen-AnhaltDLRG: Doppelt so viele Badetote in Sachsen-Anhalt

Sechs Badetote zählt die DLRG-Statistik für Sachsen-Anhalt. Die meisten tödlichen Unfälle gab es in Seen.
Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der Badetoten hat sich in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Zwischen Jahresbeginn und Ende Juli ertranken in den Gewässern sechs Menschen, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte.
Meiste Badetote in Seen und männlich
Die meisten Badetoten verunglückten laut der Bilanz in Seen - dort ereigneten sich vier der sechs Fälle. Außerdem war die Mehrzahl der Verunglückten männlich. In Sachsen-Anhalt waren laut der DLRG vier der Badetoten männlich und zwei weiblich.
Auch bundesweit waren die meisten Badetoten männlich - der DLRG zufolge über alle Altersgruppen hinweg 85 Prozent. DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte, dass leichtsinniges Verhalten – etwa in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen – zu besonders vielen Badeunfällen bei Jungen und jungen Männern führt. "Andere können nicht oder kaum schwimmen und begeben sich völlig unnötig in Lebensgefahr. Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren", sagte Vogt.
15 Badetote mehr bundesweit, die meisten im Juni
Laut der Bilanz der DLRG gab es bisher bundesweit 15 Badetote mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den ersten sieben Monaten des Jahres seien mindestens 261 Menschen in den Gewässern ums Leben gekommen. Fast 40 Prozent der Fälle (101) ereigneten sich demnach im Juni. Über 100 Badetote im Monat Juni gab es zuletzt vor 23 Jahren, wie es hieß.
In den Wochen nach der extremen Hitzewelle Ende Juni verzeichnete die DLRG nach eigenen Angaben weniger Todesfälle. Doch auch im Juli seien mit 59 Menschen sechs mehr ertrunken als im Vorjahresmonat.