Hamburg & Schleswig-HolsteinNabu pocht auf schnelle Renaturierung Hamburger Gewässer

Elbe, Alster und Bille - Hamburg ist für seine Flüsse bekannt. Auch Kanäle und Fleete ziehen sich durch die Stadt. Dass Gewässer nicht naturbelassen sind, stört Naturschützer.
Hamburg (dpa/lno) - Vor Beginn einer Gewässerkonferenz fordert der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) den Senat zur schnellen Renaturierung von Flüssen, Bächen und Gräben auf. Diese seien wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen, heißt es in einer Stellungnahme des Nabu Hamburg. "Viele Hamburger Gewässer wurden historisch begradigt, ausgebaut, verrohrt, befestigt oder durch Querbauwerke unterbrochen", sagte ein Sprecher. Das habe die ökologische Qualität der Gewässer verschlechtert.
Zwar habe der Senat das Problem erkannt, sagte der Sprecher. "Aus unserer Sicht reichen das Tempo und der Umfang der ökologischen Gewässerentwicklung aber noch nicht aus." Es gehe auch darum, Folgen des Klimawandels abzuschwächen. "Bei Starkregen können naturnahe Gewässer mit ihren Auen, Flachwasserbereichen und strukturreichen Ufern Wasser besser aufnehmen und bremsen."
Konferenz zu dem Thema beginnt am Montag
Die eineinhalbtägige Wasserkonferenz "Water City where next?", auf der es um die Entwicklung von Städten in Wasserlage gehen soll, beginnt am Montag. Angekündigt ist, dass Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Montagabend auf der Konferenz spricht.
Die Hamburger Umweltbehörde hatte im Februar angekündigt, dass der Bund 17 Millionen Euro für ein Projekt bereitgestellt hat, das das Ziel hat, die Qualität von Hamburgs Gewässern zu verbessern.