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SachsenPfefferkuchenproduktion in Pulsnitz läuft auf Hochtouren

25.09.2026, 04:03 Uhr
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Noch fünf Wochen sind es bis zum Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt. Die Vorbereitungen in den Backstuben für den Saisonauftakt - und die umsatzstärkste Zeit - haben bereits begonnen.

Pulsnitz (dpa/sn) - Drei Monate vor Weihnachten läuft bei den Pulsnitzer Pfefferküchlern die Produktion auf Hochtouren. Gebacken wird zwar das ganze Jahr, wie Peter Kotzsch, Innungsmeister der Pulsnitzer Pfefferküchler erklärt. "Aber im letzten Quartal ist unser Megaumsatz." Die Hauptsaison für den Verkauf startet mit dem Pfefferkuchenmarkt am ersten Novemberwochenende, der seit 2003 stattfindet und jährlich Tausende Besucher anzieht.

In der 1813 gegründeten Pfefferküchlerei Löschner, die Kotzsch leitet, stellen die insgesamt neun Mitarbeiter etwa 30 unterschiedliche Pfefferkuchen her - mit oder ohne Zuckerguss oder Schokolade, als Pflastersteine oder gefüllte Spitzen. In Pulsnitz gibt es insgesamt neun Familienbetriebe, die sich auf Pfefferkuchen spezialisiert haben.

Teigrezept seit Jahrhunderten unverändert

Das Gebäck hat eine über 450 Jahre lange Tradition in der kleinen Stadt nordöstlich von Dresden. 1558 hatten Pulsnitzer Bäcker das Privileg erhalten, Pfefferkuchen herzustellen. Über die Jahrhunderte hinweg blieb die Zusammensetzung des Grundteiges nahezu unverändert. Er besteht lediglich aus Mehl, Honig oder Kunsthonig und Backtriebmittel und kommt ohne Ei und Fett aus. Bis zu sechs Wochen lagert der Teig in Fässern aus Eichenholz, bevor er weiterverarbeitet wird - in jedem Betrieb nach überlieferter Hausrezeptur.

Die neun Pfefferküchlereien gehören als eigene Innung dem Landesverband des sächsischen Bäckerhandwerks an. Der Zusammenschluss von Handwerksbetrieben, die ausschließlich auf das Geschäft mit Pfefferkuchen spezialisiert sind, ist bundesweit einzigartig.

Quelle: dpa

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