Hamburg & Schleswig-HolsteinRader Hochbrücke: Bund sichert Unterstützung beim Neubau zu

Die Bundesregierung bekräftigt ihre Unterstützung für den Neubau der Rader Hochbrücke. Was das für den Zeitplan und die Finanzierung bedeutet.
Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen hat sich erleichtert über Äußerungen der Bundesregierung zur Finanzierung des zweiten Bauwerks der neuen Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal gezeigt. "Wir begrüßen es sehr, dass auch die Bundesregierung weiter hinter dem Projekt steht und der Bau wie geplant fortgesetzt werden soll", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.
Nach Angaben der Landesregierung hält der Bund unverändert an der Realisierung des gesamten Ersatzneubauprojekts der Rader Hochbrücke – also ausdrücklich auch des zweiten Teilbauwerks – fest. Madsens Ministerium beruft sich dabei auf Aussagen aus dem Kanzleramt.
"Wir dürfen hier nicht wieder ein Nadelöhr entstehen lassen. Die Rückendeckung aus Berlin ist ein wichtiges Signal", sagte Madsen. Der Neubau des zweiten Brückenbauwerks soll unmittelbar nach Fertigstellung des ersten erfolgen.
Haushaltslage
Nach früheren Angaben des Bundesverkehrsministeriums steht die Finanzierung des zweiten Teilbauwerks bislang nicht. Mit der derzeit vorgesehenen Mittelausstattung seien "auch laufende Projekte noch nicht vollumfänglich durchfinanziert", hatte das Ministerium auf dpa-Anfrage mitgeteilt und auf die Haushaltslage verwiesen. "Das Bundesministerium für Verkehr wird sich gemeinsam mit der Autobahn GmbH des Bundes weiterhin mit Nachdruck für die erfolgreiche Realisierung des weiterhin vordringlichen sechsstreifigen Ausbaus der A7 bei Rendsburg einschließlich des vollständigen Ersatzbauwerks der Rader Hochbrücke einsetzen."
In wenigen Monaten sollen Autos und Lkw über die neue Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn 7 rollen. Das neue Bauwerk inklusive sechsstreifigem Ausbau der A7 vom Kreuz Rendsburg südlich des Kanals bis zur Anschlussstelle Büdelsdorf nördlich der Wasserstraße sowie Abriss der alten Brücke soll nach bisherigen Angaben knapp 900 Millionen Euro kosten. Das erste Teilbauwerk schlägt davon mit 307 Millionen Euro zu Buche. Der Bau des zweiten Teilbauwerks soll 2031 vollendet werden.
Mitte Juli war der Brückenschluss des ersten Teilbauwerks gelungen. Nach dessen Freigabe für den Verkehr soll 2027 der Rückbau der alten Brücke beginnen, nach Angaben der bundeseigenen Projektmanagementgesellschaft Deges 2028 dann der Bau des zweiten Brücken-Teilbauwerks starten.