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Mecklenburg-VorpommernMehr Männer gehen zur Krebsvorsorge in MV

04.02.2026, 11:55 Uhr
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(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Das Interesse an Untersuchungen zur Früherkennung bei Männern steigt. Allerdings stagniert die Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge. Das beunruhigt die Gesundheitsministerin.

Schwerin (dpa/mv) - Mehr Männer gehen in Mecklenburg-Vorpommern zur Vorsorge für Krebs, der speziell sie betrifft. "Die Zahl der Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen beim Mann ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen", erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) anlässlich des Weltkrebstags. 2024 ließen sich demnach 126.495 Männer untersuchen - rund 15.000 mehr als 2020, als die Zahl bei 111.064 lag. Als häufigste Krebserkrankung bei Männern gilt Prostatakrebs.

Auch beim Hautkrebs-Screening beider Geschlechter zeige sich ein Aufwärtstrend, so Drese weiter. Die Zahl der Vorsorge-Untersuchungen für Darmkrebs, die zuletzt bei rund 12.500 gelegen habe, stagniere hingegen.

Höhere Heilungschancen bei früher Diagnose

Vor dem Hintergrund, dass Darmkrebs bei Frauen in MV die zweit- und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung sei, müsse stärker auf den Nutzen der kostenlosen Vorsorgeangebote hingewiesen werden, betonte Drese. Allein 2024 seien im Nordosten 1.338 Darmkrebsfälle diagnostiziert worden. Eine frühzeitige Diagnose könne die Heilungschancen deutlich verbessern.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erinnerte in einem Instagram-Beitrag an ihre eigene Brustkrebs-Erkrankung vor einigen Jahren. "Krebs ist eine schlimme Diagnose. Das habe ich selbst erlebt", so die 51-Jährige. "Es war ein Schock für meine Familie und mich." Gleichzeitig habe es viel gegeben, was sie getragen habe, wie die Familie und der medizinische Fortschritt. Sie wünschte allen Betroffenen Kraft, Zuversicht und Unterstützung.

Quelle: dpa

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