Mecklenburg-VorpommernSchwerin will wieder um Titel mitspielen

Wie in jedem Jahr hat sich der SSC große Ziele gesetzt. Doch schon vor dem Saisonstart plagen den Rekordmeister Personalsorgen. Dafür steht der Club aktuell finanziell gut da.
Schwerin (dpa/mv) - Nach einem Jahr ohne einen Titel und Endspielteilnahmen will der SSC Palmberg Schwerin in der kommenden Saison wieder ganz oben in der Volleyball-Bundesliga und im DVV-Pokal mitmischen. "Sportlich sind wir konkurrenzfähig. Das Ziel ist es, in die Finals zu kommen. Da werden wir am Ende aber auch ein bisschen Glück brauchen", sagte Geschäftsführer Michael Evers fünf Tage vor dem Auftaktspiel des Rekordmeisters bei den Ladies in Black Aachen. Im ersten Heimspiel am 14. Oktober ist dann Vizemeister Dresdner SC zu Gast. Im Pokal-Achtelfinale muss der SSC am 7. November dagegen beim TSV Flacht ums Weiterkommen kämpfen.
Allerdings musste Cheftrainer Felix Koslowski in der Vorbereitung bereits ungewollte Umstellungen vornehmen. Außenangreiferin Lauren Rumel zog sich in einem Testspiel in Erfurt eine schwere Knieverletzung zu. Damit fällt die erst im Sommer verpflichtete US-Amerikanerin die komplette Saison aus.
Was der Trainer sagt
Zudem wird Diagonalangreiferin Mia Kirchhoff aufgrund von Schulterproblemen die ersten Partien verpassen. "Natürlich schauen wir auf dem Transfermarkt, dass wir uns da breiter aufstellen", erklärte Koslowski, der ursprünglich mit drei Außen- und zwei Diagonalangreiferinnen geplant hatte. Trotz der Personalsorgen betonte der 42-Jährige jedoch mit Blick auf den Leistungsstand seines Teams: "Die ersten Eindrücke waren sehr positiv."
Dabei ist klar, dass die Verpflichtung einer weiteren Spielerin den Etat belasten wird, der mit 3,2 Millionen Euro dem des Vorjahres entspricht. Damit steht der SSC zwar aktuell gut da, doch Evers verwies auf die Kostensteigerungen insgesamt: "Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen und müssen uns genauso am Markt orientieren wie alle anderen auch."
Hinsichtlich der Vermarktungsmöglichkeiten betonte Evers zudem: "Ich will nicht sagen, dass wir einen Standortnachteil haben. Das wäre übertrieben. Aber es macht schon einen Unterschied, ob man in einer Großstadt wie Stuttgart oder Dresden ist, wo die Industrie stärker verbreitet ist."