Mecklenburg-VorpommernWas die Grüne-Jugend-Vorsitzende für junge Menschen fordert

In der kommenden Woche könnten die Sondierungsgespräche nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern beginnen. Was sich die Grüne-Jugend-Vorsitzende davon erhofft.
Schwerin (dpa/mv) - Nahverkehr sollte nach Ansicht der Grünen-Jugend-Vorsitzenden Henriette Held kostenlos für junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sein. "Kostenloser ÖPNV für alle unter 27, der Azubi-Startbonus von 1.500 Euro vom Land, ohne Rückzahlung, wenn man in Mecklenburg-Vorpommern bleibt, und Klimaneutralität bis 2035", sagte Held dem Nachrichtenportal "t-online". Dies seien Maßnahmen, die das Leben junger Menschen verbesserten und durchgesetzt werden müssten, betonte sie.
Viele Positionen der Grünen Jugend seien ins Wahlprogramm reinverhandelt worden – jetzt gehörten sie auch in einen Koalitionsvertrag, forderte Held. Sie warf der Landesregierung aus SPD und Linke vor, einen schlechten Job beim Klima gemacht zu haben. "Jetzt müssen die Grünen mit Klarheit und Radikalität dafür sorgen, dass die Klimapositionen im Koalitionsvertrag landen."
Held: Niemand rettet die Demokratie
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte als Ziel genannt, dass die Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grüne und Linken in der kommenden Woche beginnen könnten. Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sind künftig nur noch vier statt sechs Fraktionen vertreten, da die FDP und die CDU den Wiedereinzug verpasst hatten. Schwesig braucht die Linken und die Grünen für eine Mehrheit im Parlament – die AfD wäre die einzige Oppositionsfraktion.
Held sagte, der Wahlkampf von Schwesig habe die SPD-Politikerin zwar stark gemacht, gleichzeitig habe er aber die AfD nicht verkleinert. Es würden sich die demokratischen Parteien die Wählerinnen und Wähler zuschieben. "Das ist eine Dynamik, die wir ja aktuell bei allen Wahlen beobachten können: Alle versuchen, ihren eigenen Arsch zu retten, aber niemand rettet die Demokratie."