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Nordrhein-Westfalen"Luft nach oben": Leverkusen zwischen Sieg und Selbstkritik

17.09.2026, 11:38 Uhr
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Trotz des Auftakterfolgs in der Europa League herrscht bei Bayer Leverkusen keine Zufriedenheit. Ex-Kapitän Robert Andrich bemängelt den Auftritt und spricht über sein Verhältnis zum neuen Trainer.

Leverkusen (dpa/lnw) - Bayer Leverkusen hat die erste Hürde in der Europa League genommen, überzeugte dabei aber nur bedingt. Für größere Ziele muss die Werkself zulegen – weiß auch Startelf-Rückkehrer Robert Andrich. "Man muss kein Fußballexperte sein, um zu erkennen, dass das heute kein gutes Spiel von uns war. So kannst du insgesamt nicht den Pokal holen, den wir holen wollen", sagte Andrich nach dem mühsamen 2:0 (1:0) gegen NK Celje.

Doch nicht nur mit Blick auf das noch weit entfernte Finale am 26. Mai 2027 in Frankfurt am Main, sondern bereits für das kommende Ligaspiel gegen RB Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) muss sich die Werkself deutlich steigern. "Wir haben uns heute nicht mit Ruhm bekleckert. Da gibt es noch Luft nach oben. Aber unterm Strich stehen die drei Punkte", resümierte Andrich nach seiner durchaus überraschenden Startelf-Premiere in dieser Saison.

Andrich über Martínez: "Wir werden wärmer"

Denn unter dem neuen Trainer Carles Martínez hatte der frühere Kapitän zunächst einen schweren Stand. Andrich verlor die Binde, zudem wurde ihm wegen der geringen Aussicht auf Spielzeit ein Wechsel nahegelegt. Ende August sorgte Martínez mit der später relativierten Aussage, er rede nicht mit Andrich, zusätzlich für Irritationen. "Wenn der Verein einem nahelegt zu wechseln, dann schaut man sich natürlich intensiv um", sagte Andrich.

Trotz der schwierigen Situation entschied sich der 19-malige Nationalspieler für einen Verbleib in Leverkusen und will sich weiter für Einsatzzeiten empfehlen. "Man muss dem Trainer in den Minuten im Spiel und im Training zeigen, dass man rein will und besser ist als der andere. Das ist das, was ich machen kann", sagte der 31-Jährige. Zugleich berichtete er von Fortschritten im Verhältnis zum neuen Coach: "Es wird besser. Wir werden wärmer."

Auch der Trainer fordert mehr

Verbessern muss sich jedoch nicht nur dieses Verhältnis zwischen Ex-Kapitän und Coach, sondern auch die Mannschaft insgesamt. Nach dem mäßigen Saisonstart mit lediglich vier Punkten aus drei Spielen blieb Leverkusen auch beim ersten Auftritt auf europäischer Bühne hinter den eigenen Ansprüchen zurück. "Jeder weiß, dass heute nicht unser bestes Spiel war. Ich habe ein bisschen Energie vermisst", räumte Trainer Martínez ein.

Auch Sportchef Simon Rolfes sah noch Verbesserungspotenzial, betonte aber zugleich, dass die Mannschaft mit Martínez "sehr happy" sei. Das Team müsse noch wachsen und die vom Trainer angestoßenen Prozesse verinnerlichen. "Ich glaube, dass da schon jetzt mehr drin war, aber wir müssen da weitermachen und dann wird das auch gut", sagte der 44-Jährige. Die drei Punkte gegen Celje bilden dafür zumindest auf europäischer Bühne eine solide Grundlage.

Quelle: dpa

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