Sachsen-AnhaltRKI-Schätzung: Bisher 190 Hitzetote in Sachsen-Anhalt

Große Hitze ist gefährlich, vor allem für Ältere und Kranke. Einige sterben an den Folgen. Das RKI hat statistische Erhebungen zu hitzebedingten Sterbefällen veröffentlicht.
Magdeburg (dpa/sa) - Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in Sachsen-Anhalt bisher von 190 Hitzetoten aus. Das sind den RKI-Schätzungen zufolge deutlich mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2020. So soll es zum Beispiel im vergangenen Jahr 50 hitzebedingte Sterbefälle zwischen Arendsee und Zeitz gegeben haben, im Jahr 2020 sollen 120 Menschen im Zusammenhang mit Hitze gestorben sein. Im besonders heißen und trockenen Jahr 2018 hat es laut RKI landesweit 320 Hitzetote gegeben, 2019 waren es 220.
Deutschlandweit geht das RKI davon aus, dass in diesem Jahr bislang rund 11.900 Menschen wegen Hitze gestorben sind - etwa die Hälfte war älter als 85 Jahre. Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung - etwa bei einem Hitzeschlag - den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.