Thüringen"Batnight" soll auf Fledermäuse aufmerksam machen

Fledermäuse haben es nicht leicht, sagen Naturschützer. In den kommenden Tagen können Interessierte mehr über die nachtaktiven Tiere lernen.
Jena (dpa/th) - Sie schlafen kopfüber und nutzen Echoortung: Fledermäuse. Doch in Thüringen sind ihre Bestände gefährdet, wie es vom Naturschutzbund (Nabu) Thüringen hieß. So seien von den mehr als 20 nachgewiesenen Arten 19 auf der Roten Liste des Freistaats.
Laut Liste gilt die Große Hufeisennase etwa seit Jahrzehnten als ausgestorben - das Graue Langohr, der Große Abendsegler und die Nymphenfledermaus sind demnach vom Aussterben bedroht. Ursache für ihre Gefährdung sind unter anderem die Vernichtung ihrer natürlichen Lebensräume durch den Menschen sowie Folgen intensiver Land- und Forstwirtschaft.
Um auf die bedrohten Tiere aufmerksam zu machen, findet am letzten Augustwochenende (29. und 30. August) in mehr als 35 Ländern die Internationale Fledermausnacht "Batnight" statt. In Deutschland wird sie vom Nabu organisiert.
Auch in Thüringen gibt es unter anderem in Arnstadt, Schalkau, Erfurt und Bad Liebenstein Events. Bereits ab Freitag können Interessierte etwa in Gotha etwas über die nachtaktiven Tiere lernen, wenn Fledermausexperte Michael Ehrhardt sie mit einer speziellen Technik hörbar macht.