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Ruhr.2010 bricht Besucherrekord Abschied mit Wintershow

Mit Schnee und Kälte gings los und ebenso endet es: die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 verabschiedet sich am kommenden Wochenende mit "starken Bildern" und mit einer Show im Freien. Noch vor dem großen Finale soll eine große Herkules-Statue auf den Zechenturm der ehemaligen Zeche Nordstern in Gelsenkirchen, Ort der Abschluss-Show, gesetzt werden.

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Teil der Skulptur "Herkules von Gelsenkirchen" ...

(Foto: dapd)

Die Anfang Januar im Schneesturm eröffnete Kulturhauptstadt 2010 verabschiedet sich wieder mit einer Wintershow unter freiem Himmel. "Wir bleiben unserem Erfolgsrezept treu: Es wird kalt und es gibt starke Bilder", sagte Ruhr.2010-Chef Fritz Pleitgen. Geplant ist eine Live-Veranstaltung mit Musik am 18. Dezember auf der ehemaligen Zeche Nordstern in Gelsenkirchen.

Parallele Shows an den wichtigen Ruhr.2010-Standorten Zeche Zollverein, Duisburger Innenhafen und Dortmunder U-Kulturzentrum werden per Video zugespielt. Die vier Standorte des Finales zeigten die Entwicklung des Reviers zu einer "polyzentrischen Metropole", sagte Pleitgen. Erwartet würden insgesamt mehrere zehntausend Besucher, an der Zeche Nordstern können aus Sicherheitsgründen nur 5000 Menschen mitfeiern. Es gibt dort aber ein kostenloses Public Viewing. Das WDR-Fernsehen überträgt live.

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... des Künstlers Markus Lüpertz, auf dem Gelände des Nordsternparks in Gelsenkirchen. Die Skulptur ist 18 Meter hoch und 23 Tonnen schwer.

(Foto: dapd)

Die stillgelegte Zeche Nordstern stehe idealtypisch für das Ruhr.2010-Motto "Wandel durch Kultur", erklärte Pleitgen. Auf den denkmalgeschützten Nordstern-Zechenturm wurde ein viergeschossiger Aufbau gesetzt, in dem ein Video-Kunst-Zentrum entsteht. Oben auf das Dach soll wenige Tage vor dem Ruhr.2010-Finale eine 18 Meter hohe Herkules-Statue aus Aluminium des Düsseldorfer Künstlers Markus Lüpertz gesetzt werden.

Die Bilanz der Kulturhauptstadt sei positiv, sagte Pleitgen. "Alle Erwartungen wurden übertroffen, die Skepsis vor allem kleinerer Ruhrgebietsstädte widerlegt." Überlagert werde dies allerdings durch die Loveparade-Katastrophe: "Auf meiner Seele liegt der Schatten der Tragödie der Loveparade."

Die Kulturhauptstadt geht mit einem Besucherrekord von mehr als zehn Millionen Gästen zu Ende. Bisher hatte die Kulturhauptstadt des Jahres 2008 Liverpool mit 9,7 Millionen Besuchern den Spitzenwert gehalten.

Quelle: n-tv.de, dpa

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