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Die "Symphony" wird das neue größte Kreuzfahrtschiff der Welt werden.
Die "Symphony" wird das neue größte Kreuzfahrtschiff der Welt werden.
Montag, 29. Januar 2018

Royal Caribbean baut: "Symphony" wird der größte Kreuzfahrtriese

Von Sonja Gurris

Bei der Reederei Royal Caribbean baut man gerne etwas größere Schiffe. 2018 kommt die "Symphony of the Seas" auf den Markt. Sie wird die "Harmony" als derzeit größtes Passagierschiff der Welt ablösen. Auf diesem Giganten sind die Dimensionen anders.

Die Kreuzfahrtbranche boomt seit einigen Jahren und das führt auch zu absurden Ausmaßen. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass Schiffe mit 5500 Passagieren an Bord über die Weltmeere kreuzen? Bei der Reederei Royal Caribbean ist das fast normal. Bislang trägt die "Harmony of the Seas" den Titel des größten Kreuzfahrtschiffes der Welt, doch ab 2018 soll das Schwesternschiff "Symphony of the Seas" noch etwas größer werden.

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Der Neubau wird 363 Meter lang und 65 Meter breit sein. Schon die schiere Größe des Schiffes ist imposant. Doch die Reederei setzt vor allem auf viel Unterhaltung an Bord, beispielsweise mit einem Open-Air-Amphitheater. Dazu kommen Erfindungen wie ein Roboter-Barkeeper, der automatisch Cockails mixt sowie die längste Rutsche auf einem Kreuzfahrtschiff, wie es sie schon auf der "Harmony" gibt.

Das Programm ist auf das US-amerikanische Zielpublikum ausgelegt. Die "Symphony of the Seas" wird im April 2018 erstmalig auslaufen, im Mittelmeer starten und Barcelona, Palma de Mallorca, die französische Provence sowie Florenz, Pisa, Rom und Neapel ansteuern. Ab Ende November 2018 wird das Schiff ab Miami starten und von dort aus Karibik-Häfen anfahren.

Andere Dimensionen als auf deutschen Schiffen

"Höher, schneller, weiter" ist die Devise auf den US-amerikanischen Schiffen. Die Reedereien erfinden immer wieder neue Unterhaltungs- und Sportangebote, um den Gästen an Bord möglichst viel Auswahl zu bieten. Auch die deutschen Schiffe versuchen zumindest teilweise, da mitzugehen. So gibt es beispielsweise bei der "AIDAperla" einen Klettergarten und Parallel-Rutschen.

Doch bei den deutschen Schiffen fällt auch auf, dass man sich von den US-Schiffen unterscheiden will. Denn schließlich gibt es bei Aida und Tui kein Deck mit Casinos, wie sie auf US-Schiffen ganz normal sind. Urlauber sollten deshalb bei der Wahl des Schiffes immer darauf achten, welche Bedürfnisse sie haben. Ein riesiges Schiff mit mehr als 5000 Gästen hat eine andere Atmosphäre als eines mit 2000 oder 3000. Natürlich gibt es auch die kleinen Schiffe mit mehreren Hundert Gästen.

Mit Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line versuchen immer mehr internationale Reedereien, auch den europäischen Markt zu erobern - und somit mehr Gäste aus Europa auf ihre Schiffe zu locken. Ob ihnen das gelingt, ist aus Passagiersicht eine Grundsatzentscheidung. Denn es gibt deutliche Unterschiede, die die Reiseentscheidung mit beeinflussen.

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Quelle: n-tv.de