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Galatasaray-Anhänger rasten aus Alba gewinnt trotz heftiger Fankrawalle

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Die Polizei musste die eingreifen, um die Lage in der Halle zu beruhigen.

(Foto: imago/Bernd König)

Alba Berlin empfängt Galatasaray Istanbul in der Europaleague. Zehn Minuten vor Spielbeginn eskaliert die Lage. Türkische Fans stürmen die Haupttribüne und den Berliner Fanblock. Lange ist unklar, ob das Spiel überhaupt stattfinden kann.

Vor dem Euroleague-Spiel zwischen Basketball-Bundesligist Alba Berlin und dem türkischen Vertreter Galatasaray Istanbul ist es in der Arena am Ostbahnhof zu schweren Ausschreitungen unter den Fans gekommen. Die Polizei musste einschreiten, die Mannschaften kehrten zunächst in die Kabine zurück. Der Beginn des Spiels der Top-16-Runde wurde zunächst auf 22 Uhr verschoben.

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Das Hinspiel war vor leeren Rängen ausgetragen worden, da die Euroleague die Türken wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen zu drei Heimspielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt hatte. Grund für die Strafe waren Auseinandersetzungen Ende November vor dem Spiel gegen Roter Stern Belgrad/Serbien, bei denen ein Gästefan niedergestochen worden war. Der Mann erlag seinen schweren Verletzungen.

Auch in Deutschland sind die Gala-Anhänger schon negativ aufgefallen. Anfang 2014 hatten sich 250 Fans vor, während und nach der Begegnung bei Bayern München danebenbenommen. Es kam zu einem Böllerwurf, Mitarbeiter des Ordnungsdienstes wurden bespuckt, 90 Stühle beschädigt, dazu Hallenverkleidung und Dämmung aus der Wand gerissen.

"Ungewöhnliches Heimspiel"

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Echte Fans ließen sich von den Krawallmachern nicht irritieren: Berlins regierender Bürgermeister verfolgte das Spiel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Unbeeindruckt von schweren Ausschreitungen vor Spielbeginn gewann Alba Berlin das Spiel in der Basketball-Euroleague mit einem klaren 75:68 (38:26)-Sieg über Galatasaray Istanbul. Damit konnten sich die Spieler der Hauptstadtmannschaft ihre Chance auf einen Einzug ins Viertelfinale bewahren. Der Abend wird allen Beteiligten dennoch in schlechter Erinnerung bleiben. Inmitten der Zuschauer saß auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.

Kurz vor dem geplanten Spielbeginn um 21.00 Uhr hatten sich die Ereignisse in der Arena am Ostbahnhof überschlagen. Etwa 50 Anhänger der Gäste stürmten den Alba-Block, zuvor war es zu Auseinandersetzungen unter rivalisierenden Gruppen der türkischen Fans gekommen.

Schüsse auf den Rängen

Nach Angaben eines Polizeisprechers soll ein Fan mit einer Schreckschusspistole geschossen haben, dazu wurden Böller sowie ein Klappstuhl geworfen und Ordnungskräfte bespuckt. Die Mannschaften brachten sich in ihren Kabinen in Sicherheit, die Polizei schritt ein, und der Beginn der Begegnung der Top-16-Runde musste schließlich kurzfristig verschoben werden.

Die Schiedsrichter gaben das Spiel mit einstündiger Verspätung frei, kündigten aber an, beim nächsten Zwischenfall abzubrechen. Alba fand nach leichten Startschwierigkeiten seinen Rhythmus, dominierte den türkischen Vizemeister und erspielte sich bis zur Pause einen klaren Vorsprung. Auf den Rängen blieb es ruhig, auch in der Pause.

Die Berliner wackelten im letzten Viertel (16:24) noch einmal, brachten den Sieg aber nach Hause. Bester Werfer der Gastgeber, mit fünf Siegen und sechs Niederlagen nun Fünfter der Gruppe E, war Marko Banic mit 15 Punkten. Vier Teams kommen weiter. "Es war ein spezieller Sieg und ein ungewöhnliches Heimspiel. Wir waren fokussiert, obwohl wir nicht wussten, ob das Spiel stattfindet oder nicht", sagte Banic.

Quelle: n-tv.de, tno/sid/dpa

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