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Ford hat offenbar Glück gehabt Brutaler Sturz schockt den Ski-Zirkus

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Tommy Ford war mit der Nummer vier am Start.

(Foto: AP)

Kurz vor dem Ziel verliert der Amerikaner Tommy Ford die Kontrolle über seinen Ski. Beim Riesenslalom-Klassiker Adelboden stürzt der 31-Jährige schwer und knallt mit Oberkörper und Kopf auf die brettharte Piste. Ford liegt minutenlang regungslos im Zielbereich.

Ein brutaler Sturz hat den Riesenslalom-Klassiker in Adelboden überschattet. Der Amerikaner Tommy Ford verlor nur drei Tore vor dem Ziel die Kontrolle über seine Bretter. Sein Außenski brach aus. Er knallte hart auf, überschlug sich, nur ein Brett löste sich vom Fuß. Wenige Meter weiter bleibt er regungslos liegen. Ein paar Verantwortliche, die kurz vor dem Zielraum standen, mussten sich mit einem Sprung in Sicherheit bringen. Einer von ihnen wurde aber trotzdem leicht mitgenommen.

"Er ist bei Bewusstsein und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht", teilte der US-Skiverband bei Twitter mit. Beim Abtransport per Helikopter nach 20-minütiger Behandlung habe Ford auch mit den Einsatzkräften gesprochen. Es musste ihm anscheinend direkt an der Piste eine Infusion gelegt werden. Der US-Athlet hat sich offenbar ein Bein gebrochen und eine Bänderverletzung im Knie erlitten.

Zweiter schwerer Sturz in Adelboden

Der Sieg des Rennens ging erneut an den Franzosen Alexis Pinturault. Der 29-Jährige siegte deutlich vor Filip Zubcic aus Kroatien (+1,26 Sekunden) und dem Schweizer Loic Meillard (+1,65), der nach dem ersten Lauf noch geführt hatte. Alexander Schmid, nach dem ersten Lauf noch auf einem starken elften Platz gelegen, fiel nach einer schwachen Fahrt auf einen enttäuschenden 22. Rang zurück. Schon am Freitag hatte sich der Allgäuer nach zuvor guten Ergebnissen im Weltcup mit dem 21. Platz begnügen müssen.

Das Rennen war nach dem Sturz von Ford für knapp 30 Minuten unterbrochen worden. Der Amerikaner war er erst der vierte Fahrer, der die Piste am Chuenisbärgli in Angriff genommen hatte. Ford gilt als erfahrener und erfolgreicher Fahrer im Ski-Zirkus. In seiner Spezialdisziplin, dem Riesenslalom, feierte er bislang einen Weltcup-Sieg im vergangenen Jahr beim Heimrennen in Beaver Creek auf der legendären Piste "Birds of Prey". Die Disziplinenwertung schloss er vergangene Saison auf Rang fünf ab. Insgesamt stand er dreimal auf dem Podium.

Es war bereits der zweite schwere Sturz an diesem Rennwochenende. Am Freitag war der junge Norweger Lucas Braathen beim Überqueren der Ziellinie gestürzt und hatte sich dabei eine folgenreiche Bänderverletzung im Knie zugezogen. Er muss operiert werden und fällt monatelang aus.

Quelle: ntv.de, tno