Sport

Starke Aufholjagd DSV-Team springt um 17 Zentimeter am Sieg vorbei

c8cbb5bb3ad1162ff8093d7a9c2e7800.jpg

Den verunglückten ersten Sprung vom Teamkollegen konnte auch Karl Geiger nicht mehr ausgleichen.

(Foto: imago images/NurPhoto)

Den elften Weltcup in Folge stehen die deutschen Skispringer auf dem Podium. Und beim ersten Teamwettkampf der Saison fehlt nicht viel fürs oberste Treppchen. Am Ende entscheiden die Österreicher aber mit 0,3 Punkten Vorsprung den Wettkampf für sich.

Karl Geiger linste ein wenig ungläubig auf die Anzeigetafel, Markus Eisenbichler pustete kräftig durch: Beim ersten Team-Wettkampf der Olympiasaison hatten die deutschen Skispringstars nicht nur den zur Halbzeit noch drohenden Dämpfer vermieden - nach einer ganz starken Aufholjagd hätte es im polnischen Wisla fast noch zum Sieg gereicht. Die Winzigkeit von umgerechnet knapp 17 Zentimetern fehlte nach rund einem Kilometer in der Luft zum Triumph.

"Heute ist ein schwieriger Tag. Da muss jeder erstmal zwei gute Sprünge runterbringen", hatte Weltcup-Spitzenreiter Geiger nach dem ersten Durchgang bei ganz tückischen Windbedingungen in der ARD optimistisch gesagt - und recht behalten. Aus 31 Punkten Rückstand auf die nach dem ersten Durchgang führenden Österreicher wurden letztlich 0,3. "Wir haben das noch ganz gut gelöst, zweiter Platz kann sich sehen lassen", meinte Geiger nach dem Wettkampf.

Das Team um Weltmeister Stefan Kraft, das zur Halbzeit noch unerreichbar schien, siegte mit 843,0 Punkten vor den DSV-Adlern (842,7). Auf der Malinka-Schanze zeigte das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher, das im März in Oberstdorf seinen WM-Titel erfolgreich verteidigt hatte, die berühmte Nervenstärke - im Gegensatz zur Konkurrenz: Nur Dritter wurde Slowenien (834,4), das vor der letzten Sprungrunde noch in Führung gelegen hatte.

Hypothek des verpatzten Auftakts am Ende zu schwer

In den letzten beiden Finalrunden hätten die starken letzten Sprünge von Geiger (Oberstdorf) mit 125,0 und des sechsmaligen Weltmeisters Eisenbichler (Siegsdorf) mit 130,0 m fast noch zum Sieg gereicht. Doch letztlich war die Hypothek von Eisenbichlers verunglücktem ersten Versuch (107,0 m) eine Idee zu groß.

Dennoch setzte sich eine bislang ganz starke deutsche Saison fort, die Mitte November mit Geigers Sieg in Nischni Tagil begonnen hatte. Auch im fünften Springen des Winters waren die deutschen Adler auf dem Podest vertreten, saisonübergreifend hält die Serie schon elf Weltcup-Springen.

Mehr zum Thema

Routinier Pius Paschke (Kiefersfelden), schon am Freitag in der Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) bärenstark, überzeugte mit zwei blitzsauberen Sprüngen auf 121,5 und 122,5 m. Auch Stephan Leyhe (Willingen/118,0+120,5) zeigte im ersten ersten Team-Wettkampf nach seinem Kreuzbandriss eine gute Leistung.

Vor den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) stehen noch Teamwettbewerbe in Bischofshofen (9. Januar) und Zakopane (15. Januar) an.

Quelle: ntv.de, jwu/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen