Sport

Katharina Schmid findet's "geil"Deutsche Rekordweltmeisterin wird zum Abschied Letzte - und feiert

28.03.2026, 16:55 Uhr
00:00 / 03:30
Germany-s-Katharina-Schmid-reacts-after-her-last-jump-of-the-career-during-the-women-s-Individual-HS240-competition-at-the-Ski-Jumping-World-Cup-event-in-Planica-Slovenia-Saturday-March-28-2026
Katharina Schmid legt die Skier zur Seite. (Foto: AP)

Über Jahre hinweg prägt Katharina Schmid das Skispringen. Nun geht sie als Rekordweltmeisterin in die Sportrente. Bei ihrem allerletzten Wettkampf wird sie Letzte, es ist der 29-Jährigen aber völlig egal. Die großen Gefühle und die Dankbarkeit überwiegen.

Rekordweltmeisterin Katharina Schmid hat sich bei einer großen Schanzenparty in den Skisprung-Ruhestand verabschiedet. Beim Saisonfinale im slowenischen Planica reichte es für die 29 Jahre alte Oberstdorferin zwar nur zum letzten Platz unter 13 Springerinnen. Dennoch war es ein würdiger Abschied für Schmid, der ausgiebig gefeiert wurde. Teamkollegen, Familie, Freunde und weitere Weggefährten empfingen sie im Auslauf, trugen T-Shirts mit dem Aufdruck "Danke Katha" und verpassten der 19-maligen Weltcup-Siegerin eine Sektdusche.

"Es ist brutal geil, die Kulisse, die Fans. Es fühlt sich geil an", sagte die 29-Jährige im ZDF: "Ich freue mich einfach, hier zu sein und meine Familie da zu haben, ich kann einfach nur genießen." Statt Bundestrainer Heinz Kuttin hatte vor ihrem letzten Sprung Schmids Bruder das kleine Fähnchen als Startsignal geschwungen.

Prevc krönt herausragenden Winter

Im kleinen Feld der besten Springerinnen im Weltcup beim ersten Frauen-Wettkampf in der langen Flug-Geschichte von Planica krönte die Slowenin Nika Prevc ihren herausragenden Winter und baute ihren Saisonrekord auf 18 Siege aus. Die Weltmeisterin, die am Freitag im Training ihren eigenen Skiflug-Weltrekord auf 242,5 Meter verbessert hatte, setzte sich mit Sprüngen auf 228,5 und 221,0 Meter deutlich vor der Norwegerin Eirin Maria Kvandal und der Japanerin Nozomi Maruyama durch.

Beste der drei deutschen Springerinnen war Agnes Reisch als Achte mit Flügen auf 186,0 und 189,0 Meter. Selina Freitag, die in der Vorwoche in Vikersund den deutschen Rekord auf 227,5 Meter gesteigert hatte, wurde mit 181,0 und 193,0 Meter Zehnte.

Schmid gewinnt alles - bis auf Olympia-Gold

Schmid, die bei der WM 2023 in Planica dreimal Gold gewonnen und zuletzt in Vikersund die 200-Meter-Marke geknackt hatte, flog auf 166,0 und 176,0 Meter. "Planica ist ein ganz besonderer Ort, ich hatte ganz besondere Momente. Es ist ein cooler Ort für den Abschluss", sagte die Allgäuerin.

Schmid prägte das deutsche Frauen-Skispringen über rund ein Jahrzehnt wie niemand sonst. Sie gewann unter anderem sieben WM-Goldmedaillen - drei davon 2023 in Planica. Dazu holte sie 2018 und 2022 jeweils Olympia-Silber auf der Normalschanze. Einzig olympisches Gold blieb ihr verwehrt.

Bei den Winterspielen in Italien im Februar trug die Athletin vom SC Oberstdorf die deutsche Fahne, erlebte dann allerdings ein sportliches Drama. Auf der Großschanze ereilte sie bereits nach dem ersten Durchgang das Aus. Besonders dankbar sei sie dafür, dass sie nie schwer verletzt gewesen sei, erklärte die Allgäuerin. Sie plane nun, Nachwuchstrainerin in ihrer Heimat Oberstdorf zu werden, kündigte sie an.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

SkispringenWintersport