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Olympiasieger und DopingopferDeutscher Pferdesport trauert um Millionenhengst Goldfever

15.01.2026, 17:42 Uhr
Ludger-Beerbaum-aus-Deutschland-springt-mit-seinem-Pferd-Goldfever-am-Sonntag-19-08-2007-zur-FEI-Einzel-Europameisterschaft-der-Springreiter-im-MVV-Reitstadion-in-Mannheim-ueber-ein-Hindernis-Ludger-Beerbaum-belegte-den-dritten-Rang
Sie sprangen zu zweit: Beerbaum und Goldfever. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Erfolgshengst Goldfever hat ein bewegtes Pferdeleben hinter sich. Er holt eine Olympiamedaille, verliert eine wegen Dopings, gewinnt zahlreiche Wettbewerbe - und verbringt seinen Ruhestand als Zuchttier. Nun ist sein Reiter Ludger Beerbaum voller Trauer, denn Goldfever ist tot.

Der viermalige Springreit-Olympiasieger Ludger Beerbaum trauert um sein ehemaliges Erfolgspferd Goldfever. Der Hengst, mit dem der Detmolder 2000 in Sydney mit der Mannschaft seine letzte olympische Goldmedaille gewonnen hatte, verstarb im Alter von 35 Jahren in seinem Heimatstall in Riesenbeck.

"Natürlich sind wir heute alle sehr traurig, dass Goldfever nicht mehr unter uns ist - aber wir blicken auch alle mit großer Dankbarkeit und ein bisschen Stolz auf die Erfolge und die gemeinsame Zeit zurück", wurde Beerbaum in einer Mitteilung auf der Webseite seines Stalls zitiert.

Eine fünfte Olympia-Goldmedaille wurde Beerbaum wieder aberkannt. Bei den Spielen 2004 in Athen war Goldfever nach einem positiven Dopingtest disqualifiziert worden, Beerbaum verlor die Medaille mit der Mannschaft, der nach Streichung von Beerbaums Ergebnissen immerhin noch Bronze blieb. Goldfever war 2009 in den Ruhestand gegangen. Insgesamt holte das Pferd Preisgelder in Höhe von zwei Millionen Euro. Nach seiner aktiven Zeit war Goldfever Zuchthengst.

Schon Mitte Dezember trauerte der deutsche Pferdesport um ein Erfolgspferd. Reit-Queen Isabell Werth musste sich von Don Johnson verabschieden, der ihren Angaben zufolge wegen eines unheilbaren Beinbruchs eingeschläfert werden musste. Das Pferd begleitete Werth fast 15 Jahre bei Turnieren in aller Welt. Zwischen 2011 und 2019 holte Don Johnson 55 Siege bei internationalen Grand-Prix-Prüfungen. Auch an mehreren Team-EM-Medaillen war der Wallach beteiligt. 2019 endete die aktive Karriere von Don Johnson.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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