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Marathon-Eingriff am Halswirbel Flörsch nach F3-Horrorcrash operiert

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Flörsch flog nahezu unbegrenzt in die Streckenabsperrung.

(Foto: dpa)

Auf dem Stadtkurs von Macau kommt es erneut zu einem schweren Rennunfall, es trifft die deutsche Nachwuchspilotin Sophia Flörsch. In einer elfstündigen OP behandeln Ärzte nun die Fraktur an ihrer Wirbelsäule - offenbar mit positivem Ausgang.

Rennfahrerin Sophia Flörsch ist nach ihrem schlimmen Unfall beim Weltfinale der Formel 3 am Montag erfolgreich operiert worden. Der elfstündige Eingriff sei laut der behandelnden Ärzte "positiv verlaufen", sagte ihr Vater dem "Motorsport Magazin": "Sophia wird jetzt auf der Intensivstation überwacht und dort auch die Nacht von Montag auf Dienstag verbringen."

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Die Operation hatte um 10 Uhr morgens Ortszeit (3Uhr MEZ) begonnen, teilte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde in Macau mit. Flörsch hatte sich bei dem Crash während des Rennens gestern eine Fraktur der Wirbelsäule zugezogen. Die Ärzte hätten "bewusst langsam" gearbeitet, "um Risiken zu vermeiden. Der bisherige OP-Verlauf sei gut und ohne Komplikationen", wurde zwischenzeitlich im Namen von Flörsch auf Twitter geschrieben.

Fia leitet Untersuchung ein

Laut ihrem Vater hat sich Flörsch den siebten Halswirbel gebrochen, das Rückenmark wurde aber nicht beschädigt. Als Flörsch aus dem Wagen geborgen wurde, war die Münchnerin bei vollem Bewusstsein und teilte später per Twitter mit, dass es ihr gut gehe. Ihr japanischer Kollege Sho Tsuboi, mit dem sie kollidiert war, sowie zwei Fotografen und ein Streckenposten erlitten ebenfalls Verletzungen.

Der Automobil-Weltverband Fia hat unterdessen Untersuchungen angekündigt, um herauszufinden, was die Ursache für den Unfall war und daraus "die notwendigen Schlüsse" zu ziehen, wie Fia-Präsident Jean Todt mitteilte. "Wir können leider nur ahnen, was passiert ist. Die Bilder von Sophias Onboard-Kamera wurden von der Fia beschlagnahmt, die konnten wir also noch nicht auswerten", sagte Frits van Amersfoort, Teamchef von Flörsch, dem "Kölner Express".

Beim Macau Grand Prix hatte es in den vergangenen Jahren drei tödliche Unfälle gegeben. Der britische Motorrad-Star Daniel Hegarty verunglückte dort 2017, fünf Jahre vorher waren auf der Strecke der portugiesische Motorrad-Rennfahrer Luis Carreira sowie der Autorennfahrer Phillip Yau aus Hongkong gestorben.

Quelle: n-tv.de, jgu/sid

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