Ende eines MissverständnissesGladbach trennt sich von Elber
Borussia Mönchengladbach hat sich von Stürmer Giovane Elber getrennt. Elber war Anfang 2005 zu Gladbach gewechselt, kam aber nur auf vier Einsätze und eine Gesamtspielzeit von 50 Minuten.
Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Stürmer Giovane Elber getrennt. Das bestätigte Pressesprecher Markus Aretz am Samstag vor dem Bundesliga-Heimspiel der Borussia gegen den 1. FC Nürnberg. Der Brasilianer Elber, der bis zum Saisonende unter Vertrag stand, hatte von den Gladbachern erst am Donnerstag dieser Woche wegen wiederholter Kritik an Trainer Horst Köppel eine Abmahnung erhalten. Er musste zudem eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen.
Mit der Trennung zog der Club einen Schlussstrich unter die lang anhaltenden Querelen mit dem Angreifer, der verletzungsbedingt oft gefehlt hatte. Zuletzt beschwerte sich Elber darüber, dass er von Köppel nicht berücksichtigt worden sei, obwohl er sich inzwischen fit fühlte. Darüber hinaus hatte er Köppel vorgeworfen, nicht die Wahrheit zu sagen. "Es kann nicht sein, dass sich ein Spieler öffentlich so äußert. Ich erwarte, dass er sich öffentlich entschuldigt", forderte Gladbachs Sportdirektor Peter Pander noch am Donnerstag. Nun aber beendete der Club die Zusammenarbeit vorzeitig.
Die Liaison zwischen Elber, der im Januar 2005 von Olympique Lyon verpflichtet wurde, und Borussia stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Viel länger als erwartet dauerte die Rehabilitation des nach einem Schien-und Wadenbeinbruch außer Gefecht gesetzten Stürmers. Elber selbst erklärte immer wieder, dass er sich fit fühle. Dem widersprach Köppel. Schließlich einigten sich Vertreter beider Seiten in einem Krisengespräch auf ein Ultimatum für den Profi, der binnen sechs Wochen seine Fitness wieder erlangen sollte. Auch für das Nürnberg-Spiel war Elber von Köppel nicht berücksichtigt worden.