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England trauert Henman gescheitert

Lleyton Hewitt hat zum ersten Mal das Endspiel der All England Championships in Wimbledon erreicht. Der Weltranglisten-Erste aus Australien bezwang im Halbfinale des bedeutendsten Tennisturniers der Welt Tim Henman mit 7:5, 6:1, 7:5 und beendete damit gleichzeitig den Traum der Engländer vom ersten Erfolg eines Einheimischen seit 66 Jahren.

Hewitt geht nun als klarer Favorit auf seinen zweiten Grand-Slam-Titel nach den US-Open am Sonntag (15.00 Uhr MESZ) in das Finale gegen den Sieger der Partie zwischen David Nalbandian (Argentinien) und Xavier Malisse (Belgien).

Zur großen Enttäuschung der meisten der 13.806 Zuschauer auf dem natürlich ausverkauften Centre Court ist Henman auch bei seinem neunten Versuch gescheitert, "sein" Heimatturnier zu gewinnen oder wenigstens ins Endspiel einzuziehen. Bereits zum vierten Mal war für den 27-Jährigen aus Oxford Endstation in der Vorschlussrunde. Seit 1938 stand kein Brite mehr im Endspiel an der Church Road, Fred Perry war zwei Jahre zuvor der letzte Sieger. Damit ist auch der Besuch von Königin Elisabeth II anlässlich ihres Goldenen Thronjubiläum zum Herrenfinale äußerst unwahrscheinlich.

Hewitt spielte mit seinem fast fehlerlosen Spiel seinen Gegner von hinten aus. Mit präzisen Passierschlägen, Returns und fantastischen Lobs entnervte er den Serve- und Volleyspieler Henman. Zehn Jahre nach dem Triumph von Andre Agassi wird damit erstmals wieder ein Grundlinienspieler das Rasenturnier gewinnen, bei dem eigentlich Angriffsspieler die besten Siegchancen haben.

Hewitt verbesserte mit seinem Erfolg seine eindrucksvolle Bilanz gegen Henman auf 6:0 Siege und übernahm neben seiner Spitzenposition in der Weltrangliste über zwölf Monate auch Rang eins der aktuelllen Jahreswertung Champions Race.

Quelle: ntv.de

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