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Magdeburg marschiert gnadenlosKiel verschafft Gegner "brutal ärgerliches" Finale, Füchse deklassieren Gegner

12.02.2026, 07:26 Uhr
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Eric Johansson war der Held des Abends - zumindest aus Kieler Sicht. (Foto: picture alliance / foto2press)

Nur wenige Tage nach dem Finale der Europameisterschaft müssen die Handball-Profis schon wieder in der Bundesliga ran. Der Restart gerät intensiv, die Topteams halten sich zumindest am Mittwoch schadlos.

Mit einem ungefährdeten Sieg im Bundesliga-Topspiel haben die Handballer des SC Magdeburg beim Re-Start nach der EM-Pause ihre Titelambitionen untermauert. Der noch ungeschlagene Spitzenreiter setzte sich gegen den bisherigen Tabellendritten TBV Lemgo Lippe mit 36:32 (19:13) durch und baute seinen Vorsprung mit 38:2 Punkten nach dem Patzer der SG Flensburg-Handewitt (31:9) am Vortag in Gummersbach weiter aus.

6.600 Fans sahen eine starke erste Halbzeit des Champions-League-Siegers, der Lemgo nach dem Wechsel beim 29:26 (49.) noch einmal auf drei Tore herankommen ließ. Am Ende geriet der Sieg aber nicht mehr in Gefahr. Der Isländer Gisli Kristjansson war mit sieben Toren bester SCM-Schütze. SCM-Meistermacher Bennet Wiegert war schwerstens zufrieden mit dem Restart: "Dieses Spiel, Erster gegen Dritter, gewonnen zu haben, ist enorm wichtig. Da finde ich gerade kein Haar in der Suppe."

Zuvor hatten Titelverteidiger Füchse Berlin und Rekordmeister THW Kiel ihre Mini-Chance auf die Meisterschaft gewahrt. Der Hauptstadt-Klub feierte bei der HSG Wetzlar einen 41:27 (21:13)-Kantersieg und rückte bei einem Spiel mehr mit 32:10 Punkten auf Rang zwei vor. Die Kieler setzten sich bei den Rhein-Neckar Löwen in letzter Sekunde mit 28:27 (12:15) durch und sind mit 30:10 Zählern jetzt Vierter.

Vor 11.248 Zuschauern in Mannheim sicherte Eric Johansson dem THW mit dem letzten Wurf den Sieg. Wie der Schwede traf auch Rechtsaußen Lukas Zerbe siebenmal für die Gäste, die einen schnellen 0:4-Rückstand wegsteckten und in der zweiten Halbzeit die Wende schafften. Am Sonntag empfangen die Kieler den SCM und können dann das Titelrennen noch einmal spannend machen.

"Brutal ärgerlich"

Siegtorschütze Johansson, der den Ball aus großer Distanz mit der Schlusssirene an DHB-Torhüter David Späth vorbei ins Netz nagelte, war nach dem Spiel sichtbar platt: "Beim Tor ging mir nicht viel durch den Kopf. Ich wusste, dass ich werfen soll. Und das habe ich dann gemacht", sagte der Rückraumschütze. Löwen-Trainer Maik Machulla dagegen war bedient: Für ein Lob des Gegners "können wir uns leider nichts kaufen, das ist brutal ärgerlich."

Beim Füchse-Erfolg in Wetzlar waren Tobias Gröndahl mit elf Toren und Welthandballer Mathias Gidsel (9) die besten Werfer. Auch ohne ihren erkrankten Spielmacher Nils Lichtlein und den verletzten Torwart Lasse Ludwig gerieten die Berliner beim vom Abstieg bedrohten Tabellenvorletzten nie in Gefahr.

Quelle: ntv.de, ter/dpa