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Magdeburg marschiert weiter Klub-Weltmeister kann nur noch gewinnen

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Tim Hornke vom SC Magdeburg liegt in der Luft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Letzte Woche gewinnt der SC Magdeburg die Klub-Weltmeisterschaft, jetzt schlagen die Magdeburger in der Handball-Bundesliga die SG Flensburg-Handewitt. Nach einer "unglaublichen Mannschaftsleistung" stehen sie nun bei sieben Siegen aus sieben Spielen und sind einer der Meisterschaftsanwärter.

Sieben Spiele, sieben Siege: Der SC Magdeburg entwickelt sich in der Handball-Bundesliga zu einem ernsthaften Meisterschaftsanwärter. Im Spitzenduell gegen die SG Flensburg-Handewitt siegte der frischgebackene Klub-Weltmeister souverän mit 33:28 (18:13) und eroberte die Tabellenführung von den Füchsen Berlin zurück. Da Meister THW Kiel bei Pokalsieger TBV Lemgo nicht über ein mühsames 21:21 (9:10) hinauskam, ist Magdeburg der große Gewinner des Spieltags.

"Die Mannschaftsleistung war unglaublich heute", sagte Magdeburgs überragender Michael Damgaard bei Sky, der mit zehn Treffern glänzte: "Wir haben ein Selbstvertrauen aufgebaut und sind unglaublich schwer zu schlagen. Es ist geil, dass wir so eine Harmonie haben."

Der Traditionsklub aus Sachsen-Anhalt schickt sich an, in die Phalanx der Top-Klubs Kiel und Flensburg vorzustoßen und die erste Meisterschaft seit 2001 zu holen. Erst am vergangenen Wochenende hatte der SCM bei der Klub-WM in Saudi-Arabien im Finale den großen Favoriten FC Barcelona überraschend gestürzt. Und am kommenden Sonntag (14 Uhr/Sky) wartet Titelverteidiger Kiel zum nächsten Topspiel, das die Magdeburger kaum erwarten können. "Wir haben einen ersten Platz zu verteidigen", sagte Damgaard.

Flensburg schon unter Druck

Die verletzungsgeplagten Flensburger stehen derweil nach der zweiten Saisonniederlage früh in der Spielzeit unter Druck. Bei einem Punkteverhältnis von nun 7:5 schwinden die Meisterträume. "Wir müssen uns deutlich steigern", sagte SG-Trainer Maik Machulla. Solche Auswärtsspiele, so der Coach, seien derzeit schwer, "weil wir da nicht auf Augenhöhe sind".

Auch wettbewerbsübergreifend stecken die Norddeutschen in einem sportlichen Tief. Zu einem durchwachsenen Ligastart gesellten sich drei Niederlagen und ein Remis in der Champions League sowie das Aus im DHB-Pokal. Grund dafür ist auch das enorme Verletzungspech beim dreimaligen Meister - besonders im Rückraum.

Lasse Möller (Knorpelschaden), Göran Sögard Johannessen (Leisten-Beschwerden), Magnus Röd (Anriss der Patellasehne) und Franz Semper (Kreuzband) fehlen länger. Am Donnerstag reaktivierte Flensburg gar den 37 Jahre alten Ex-Nationalspieler Michael Müller.

Hinter Magdeburg (14:0) und Berlin (13:1) liegt Kiel (12:2) auf Platz drei. Der Norweger Harald Reinkind rettete dem THW mit seinem achten Treffer des Tages zum Endstand noch einen Punkt.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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