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Hammer-Aufgabe im Pokal wartet Knockout-Blues quält Bayerns Basketballer

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Die Basketballer des FC Bayern suchen nach ihrer Form.

(Foto: imago images/wolf-sportfoto)

Die Basketballer von Bayern München schwächeln seit dem Aus in der Euroleague. Mit dem Finalturnier um den Pokal soll sich das wieder ändern. Es ist der zweite Versuch, den ersten Titel auszuspielen. "Wir sollten es jetzt beenden, über die Euroleague zu reden", fordert der Trainer.

Die Reise durch Europa war märchenhaft, sie war historisch, aber seit sie zu Ende gegangen ist, hängen die Basketballer von Bayern München durch. Zeit also für ein Machtwort. "Wir sollten es jetzt beenden, über die Euroleague zu reden", fordert Trainer Andrea Trinchieri: "Die Saison war unglaublich und großartig, wir sind über unsere Limits gegangen und hatten einen fantastischen Lauf. Aber jetzt müssen wir uns auf die Realität fokussieren."

Die Realität: Nach der Absage des Pokal-Finalturniers "Top Four" vor gut einem Monat versuchen die Bayern nun an diesem Wochenende, im zweiten Anlauf den ersten Titel in dieser Saison zu gewinnen. "Wir sind jetzt mitten in der Phase, für die du ein ganzes Jahr gearbeitet hast. Es geht um eine erste Trophäe", betonte Sportdirektor Daniele Baiesi, der am Donnerstag seinen Vertrag bis 2023 verlängert hat, im "Münchner Merkur". Trinchieri zögert derweil noch mit seiner Zusage.

Die Realität heißt auch: Dem Aus im ersten Viertelfinale einer deutschen Mannschaft in der Euroleague folgten in der Bundesliga zwei Niederlagen. Zunächst bei Ratiopharm Ulm, dann gegen Vorrundenprimus MHP Riesen Ludwigsburg. Und bereits nach dem Debakel in Ulm (64:99) schimpfte Trinchieri: "Das sind wir halt momentan: Ein schwaches Team ohne Energie und das Verlangen, Defense zu spielen; ohne das Minimum, das es braucht, um wettbewerbsfähig zu sein." Und er ergänzte: "Es bleibt nicht viel Zeit."

Trinchieri warnt eindringlich vor Ulm

Genau genommen hatten die Münchner nun fünf Tage Pause, um sich wieder auf ihre Stärken zu besinnen. Am Samstag (16 Uhr, alle Spiele bei Magenta Sport) geht es dann im vereinseigenen Audi Dome im ersten Halbfinale gegen - Ulm. "Sie", sagt Trinchieri respektvoll, "sind derzeit das heißeste Team der Bundesliga", und "vor erst einer Woche sind sie einfach so über uns drübergefahren". Die Ulmer haben neun Spiele in Serie gewonnen.

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Kleine Schwächephase, starker Gegner - Ziel der Münchner bleibt selbstverständlich das Endspiel am Sonntag (15 Uhr), in dem es gegen den Rekord-Pokalsieger (10) und Double-Gewinner Alba Berlin oder die BG Göttingen geht. "Jeder kommt täglich in die Halle, um Titel zu gewinnen. Sie zählen am Ende des Tages, am Ende einer Karriere. Wir wollen gewinnen", betont Zan Mark Sisko, Münchens slowenischer Point Guard.

Ein Titel wäre zugleich ein wichtiger Fingerzeig für die wenige Tage später beginnenden Play-offs. Die Bayern, nach der Vorrunde Vierter hinter Ludwigsburg, Berlin und Oldenburg, treffen ab Mittwoch in der Viertelfinalserie nach dem Modus "best of five" auf die Hakro Marlins Crailsheim. Nach ihrem einzigen Pokalsieg 2018 wurden sie anschließend auch Meister. Auch Trinchieri weiß, wie Double geht: 2017 gewann er es mit Brose Bamberg. Einer von beiden Titeln soll es auf jeden Fall sein. Sollte es anders kommen, räumt Baiesi ein, "wären wir mit Sicherheit enttäuscht, keine Frage".

Quelle: ntv.de, tno/sid

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