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Corona-Fälle vor Fury vs. Wilder Mega-Kampf kurz vor "unvermeidlicher" Absage

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Fury ist gegen Wilder noch unbesiegt.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Der Boxkampf des Jahres muss erstmal ausfallen. Berichten zufolge ist Weltmeister Tyson Fury positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eigentlich soll er in knapp zwei Wochen gegen Deontay Wilder antreten. Daraus wird wohl nichts. Das dürfte auch Folgen für einen weiteren Fight haben.

Der WM-Kampf im Schwergewichtsboxen zwischen WBC-Titelträger Tyson Fury aus Großbritannien und dem US-Amerikaner Deontay Wilder am 24. Juli in Las Vegas steht angeblich vor der Absage. Wie der TV-Sender ESPN berichtete, kam es im Lager von Fury zu einem Corona-Ausbruch. Der US-Sportsender, der gemeinsam mit Fox die Pay-per-View-Rechte an dem Kampf besitzt, merkte an, dass noch keine offizielle Entscheidung gefallen sei, zitierte aber ungenannte Quellen, die besagten, dass der Kampf "unvermeidlich" verschoben werden würde. Auch Fury selbst soll positiv auf Covid-19 getestet worden sein.

Die Corona-Infektion Furys kommt überraschend. Erst kürzlich hatte der Promoter des Briten, Bob Arum, in einem Interview gesagt, Fury sei geimpft. Arum sagte dies in Zusammenhang mit einem anderen Corona-Fall in seinem Boxstall.

In Las Vegas steht das dritte Aufeinandertreffen zwischen dem 32-Jährigen "Gypsy King" Fury und dem drei Jahre älteren "Bronze Bomber" auf dem Programm. Der erste Kampf 2018 endete mit einem umstrittenen Unentschieden, nachdem Fury zweimal zu Boden gegangen war. Im Februar 2020 siegte der Brite wiederum klar durch technischen K.o. in der siebten Runde.

Fury hatte eigentlich einen hochdotierten Vereinigungskampf gegen seinen Landsmann Anthony Joshua (Weltmeister der Verbände WBA, IBF und WBO) geplant. Die Pläne standen dafür bereits, für den 14. August war der Fight gegen Joshua angesetzt, sollte in Saudi-Arabien stattfinden. Mehr als 150 Millionen US-Dollar soll der Führung des autoritär regierten und wegen wiederholten Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehenden Königreiches allein die Austragung wert gewesen sein, beide Boxer hätten jeweils die Hälfte davon für die als "Battle of Britain" überschriebene Auseinandersetzung erhalten sollen.

Im Mai entschied ein Gericht allerdings, dass Fury vertraglich verpflichtet sei, ein drittes Mal gegen Wilder anzutreten. Dieser hatte rechtzeitig eine Vertragsklausel aktiviert und sich somit ein weiteres Duell mit Fury gesichert, das vor einem möglichen Kampf mit Joshua stattfinden muss. Laut ESPN steht nun eine Verschiebung auf den 9. Oktober im Raum. Ein darauffolgendes Duell mi tJoshua wäre damit wohl frühestens 2022 möglich.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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