Sport

Doping-AffäreÖSV-Chef verlässt NOK

29.05.2007, 13:11 Uhr

Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) hat erste Konsequenzen aus der Doping-Affäre von Turin 2006 gezogen.

Als Folge der Doping-Affäre von Turin 2006 hat das Nationale Olympische Komitee Österreichs (ÖOC) 13 Betreuer des Turin-Teams für immer von der Teilnahme an Olympischen Spielen ausgeschlossen. Das gab ÖOC-Präsident Leo Wallner, der auch IOC-Mitglied ist, nach einer Dringlichkeitssitzung am Dienstag in Wien bekannt.

Zuvor war der umstrittene Präsident des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), Peter Schröcksnadel, als ÖOC-Vizepräsident zurückgetreten, bleibt aber ÖSV-Chef. Das IOC hatte am 24. Mai gegen das ÖOC eine Geldstrafe von einer Million US-Dollar verhängt und bereits am 25. April sechs Biathleten und Langläufer lebenslang für Olympia gesperrt.

Ausgeschlossen von Olympia wurden ÖSV-Sportdirektor Markus Gandler, ÖSV-Arzt Peter Baumgartl, Physiotherapeut Volker Müller, Biathlon-Cheftrainer Alfred Eder, die Trainer Emil Hoch, Gerhard Urain, Gerald Heigl (Langlauf), Heinz Mühlbacher, Walter Gapp und Walter Hörl (Biathlon), Technik-Koordinator Reinhard Neuner sowie die Masseure Andreas Eder und Stefan Rohrmoser.

Auch der vom IOC bereits seit 2002 gesperrte Ex-Trainer Walter Mayer wird lebenslang gesperrt. Meldungen über den Ausschluss von Langlaufbetreuer Markus Kürschner erwiesen sich dagegen als falsch.

Mit dem Rücktritt von Schröcksnadel und dem Ausschluss der 13 Betreuer kommt Österreich den Forderungen der IOC-Exekutive nach. Die Chancen Salzburgs bei der Bewerbung um die Winterspiele 2014 dürften damit wieder steigen. Die Vergabe erfolgt am 4. Juli in Guatemala City durch die IOC-Session.