Fatale Szene im EM-FinaleRot für Abwehrchef: Bundestrainer Gislason ärgert sich sehr

Alfred Gislason stellt den verdienten Sieg der Dänen im EM-Finale gegen Deutschlands Handballer nicht infrage. Dennoch ärgert sich der Bundestrainer über eine Szene ganz besonders. Auch Marko Grgic findet kritische Worte über die Schiedsrichter.
Bundestrainer Alfred Gislason hat sich nach dem verlorenen EM-Endspiel der deutschen Handballer gegen Dänemark über die Rote Karte für Tom Kiesler geärgert. "Das war in meinen Augen eine Zwei-Minuten-Strafe, aber kein Rot. Selbst Mathias Gidsel hat mir zugeflüstert, dass das keine Rote Karte war", sagte Gislason nach der 27:34-Niederlage der DHB-Auswahl.
Insgesamt aber war der Bundestrainer trotz der Pleite sehr angetan von seiner Mannschaft. "Es muss alles klappen, um gegen diese Dänen zu gewinnen. Ich glaube, wir waren sehr nah dran", sagte Gislason und zog ein gutes Turnierfazit: "Wir sind mehrere Schritte rangekommen an die Dänen. Die Jungs haben sich mit diesem Turnier etabliert in der Spitzenklasse."
Nach dem kurzfristigen Ausfall von Justus Fischer wegen eines Infekts wurde die deutsche Abwehr durch den Ausschluss von Kiesler zusätzlich früh geschwächt. "Das hat uns viel gekostet", sagte Gislason. Auch Marko Grgic war nicht glücklich mit der Leistung der Unparteiischen. "Wir haben drei, vier Pfiffe im Angriff nicht bekommen", sagte der Rückraumspieler der ARD. "Und wenn Gidsel quer in der Luft liegt, bekommt er einen Siebenmeter."
Kiesler selbst haderte nach dem Abpfiff mehr mit sich als mit den Schiedsrichtern. "Ich treffe Gidsel am Hals. Er taucht ein bisschen ab, das war sehr unglücklich. Ich war etwas zu ungestüm", schilderte der 25-Jährige vom VfL Gummersbach die Aktion nach nicht einmal 15 Minuten .Dabei hatte sich Kiesler nach seinem Ausfall in den Spielen gegen Frankreich und Kroatien wegen eines Magen-Darm-Infekts viel vorgenommen. "Ich wollte dem Team helfen. Dass dann so etwas passiert, ist extrem ärgerlich. Ich bin darüber natürlich sehr enttäuscht", sagte der Abwehrspezialist.