Sport

"Ein Schock" für den DSVSegel-Cheftrainer geht kurz vor Olympia von Bord

05.12.2023, 18:33 Uhr
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Haben kurz vor Olympia ein Problem: Alica Stuhlemmer und Paul Kohlhoff. (Foto: picture alliance/dpa/Sailing Energy/World Sailing)

Deutschlands Top-Segler gehen ohne ihren Cheftrainer ins neue Jahr. Nach siebenjähriger Arbeit mit dem German Sailing Team wechselt der Brite Marcus Lynch wenige Monate vor Olympia in die USA. Der Wechsel überrascht nicht nur den Verband.

DSV-Cheftrainer Marcus Lynch wechselt nur wenige Monate vor Olympia 2024 überraschend zum Seglerverband US Sailing. Der Brite übernimmt dort mit Blick auf die Sommerspiele 2028 in Los Angeles die Position des Leistungssport-Direktors. Das German Sailing Team des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) geht damit ohne Lynch in die finalen Vorbereitungen für die Wettbewerbe 2024 in Marseille.

Wie der amerikanische Seglerverband mitteilte, wird der Brite schon nach dem Jahreswechsel das olympische US-Segelteam als neuer "High Performance Director" auf die Zielgerade in Richtung Marseille führen. Zuvor hatte Lynch seinen Vertrag beim DSV gekündigt. "Wir haben gut und gern mit ihm zusammengearbeitet", sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner. Die Trennung werde nun "professionell" behandelt.

Lynch, beim DSV offiziell noch amtierender "Olympic Performance Manager", hatte die Olympia-Dritten Paul Kohlhoff und Vorschoterin Alica Stuhlemmer sieben Jahre lang individuell betreut. Das Nacra-17-Duo vom Kieler Yacht-Club gilt auch bei den kommenden Sommerspielen als Medaillenkandidat. Gemeinsam gewannen sie 2021 in Tokio Bronze, insgesamt hatte es 2021 in Japan drei Medaillen für das deutsche Segel-Team gegeben.

Nun überraschte Lynch mit seinem Abgang nicht nur den Verband, sondern auch die Athleten. "Die Nachricht von Marcus kam für uns am 30. November wie ein Schock", sagte Kohlhoff: "Wir hatten ein fast familiäres Verhältnis. Diese Trennung war für uns nicht denkbar."

Quelle: ntv.de, ses/sid/dpa

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