Sport

Das kurze "Wunder" des Gentleman "Seves" Tod erschütterte die Golf-Welt

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Eine Ikone des Golfsports: Severiano Ballesteros.

(Foto: imago/Thomas Zimmermann)

Severiano Ballesteros war nicht nur eine Legende des Golfsports. Severiano Ballesteros war auch ein Gentleman, überall beliebt. Sein plötzlicher Tod vor zehn Jahren sorgte weltweit für große Trauer. Berühmt wurde er durch einen Kunstschlag, der ihm einen launigen Spitznamen einbrachte.

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe an jenem 7. Mai 2011. Das spanische Fernsehen vermeldete am frühen Morgen den Tod von Severiano Ballesteros, die Familie bestätigte ihn wenig später. Viele Menschen weltweit, nicht nur die passionierten Golfer, waren erschüttert. Severiano Ballesteros, liebevoll nur "Seve" genannt, war nicht nur eine Ikone seines Sports. Ballesteros war auch ein Gentleman, stets freundlich, nicht abgehoben, einer zum Greifen. Wenn Seve lächelte, lächelte man mit ihm. So war er. Ballesteros dachte auch an andere, selbst, als es ihm zunehmend schlecht ging.

Mit seiner Stiftung unterstützte Ballesteros weniger betuchte Golf-Talente. "Ich verdanke dem Golf alles und bin froh, dass ich junge bedürftige Menschen unterstützen und fördern kann", sagte er zu seiner Initiative. Auf dem Platz war Seve etwas ganz Besonderes. Fünfmal triumphierte er bei den Majors (dreimal British Open, zweimal US Masters). Er gewann weltweit fast 100 Turniere. Der Mann aus Pedrena am Golf von Biskaya setzte Maßstäbe in einer Zeit, als das europäische Golf auch durch seinen deutschen Rivalen Bernhard Langer zunehmend an Bedeutung gewann. Ballesteros spielte Golf für die Lehrbücher, sein Schwung wurde zum Maßstab.

Kunstschlag macht ihn zum "Parkplatz-Champion"

Unvergessen sein Coup auf dem Weg zu seinem ersten British-Open-Triumph 1979 im Royal Lytham & St Annes Golf Club, als er am drittletzten Loch des Schlusstags seinen Abschlag verzog. Der Ball landete auf einem Parkplatz. Von dort beförderte der damals 22-Jährige den Ball mit einem Kunstschlag direkt aufs Grün, es folgte ein Birdie. Fortan wurde er nur noch der "Parkplatz-Champion" genannt.

Ende 2008 veränderte sich das Leben von Ballesteros schlagartig. Nach einem Zusammenbruch auf dem Madrider Flughafen wurde ein Gehirntumor diagnostiziert. Viermal wurde er operiert. Zunächst erfolgreich. Seine Genesung hatte er im Juni 2009 so bezeichnet: "Es war wie ein Traum und am Anfang sehr schwer. Nach allem, was die Ärzte mir erzählt haben, ist es ein Wunder." Das Wunder währte nicht lange, es endete an jenem 7. Mai 2011.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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