"Schwierige Gespräche"Star-Coach nimmt wegen pikanter Fotos Auszeit

Weil Bilder öffentlich werden, die ihn sehr vertraut mit einer Reporterin zeigen, steht Patriots-Coack Mike Vrabel unter Druck. Der Ex-Profi muss "schwierige Gespräche" führen und nimmt jetzt erstmal eine Auszeit.
Headcoach Mike Vrabel vom NFL-Team New England Patriots nimmt angesichts der Affäre um seine Nähe zu einer Journalistin eine Auszeit. Der Cheftrainer des Super-Bowl-Teilnehmers der vergangenen Saison kündigte an, sich auf unbestimmte Zeit zurückzuziehen, um sich eingehend zur Situation beraten zu lassen.
Hintergrund sind veröffentlichte Fotos, die Vrabel mit der NFL-Reporterin Dianna Russini zeigen. Der 49-Jährige ist wie die Journalistin verheiratet, beide wiesen Vorwürfe eines Fehlverhaltens zurück.
Vrabel sagte, er habe in den vergangenen Tagen "schwierige Gespräche" mit seiner Familie, der Klubführung sowie Spielern und Trainern geführt, die "positiv und produktiv" gewesen seien. In einer Stellungnahme bei ESPN betonte er, er wolle allen Beteiligten "die bestmögliche Version von mir" geben, "die ich geben kann". Um dieses Ziel zu erreichen, beginne er ab dem Wochenende eine Beratung.
Russini zurückgetreten
Der Schritt hat unmittelbare sportliche Folgen. Der frühere Patriots-Profi Vrabel, der sein Team gleich in seiner ersten Saison als Chefcoach von New England ins Finale geführt hatte (13:29 gegen die Seattle Seahawks), nimmt am Samstag nicht an der dritten Runde des NFL-Drafts teil (ab 0.30 Uhr, live auf RTL+). Einen Zeitplan für seine Rückkehr nannte er nicht.
Auslöser der Affäre waren Fotos von Vrabel und Russini an einem Pool eines Resorts in Arizona. Am Donnerstag veröffentlichte die "New York Post" zudem ältere Bilder, die beide 2020 in einer Bar in New York beim Küssen zeigen sollen.
Russini ist inzwischen von ihrer Stelle beim Portal "The Athletic" zurückgetreten, nachdem dort eine Untersuchung eingeleitet worden war. Die Patriots stellten sich hinter ihren Coach und teilten mit, man unterstütze Vrabels Entscheidung, "seiner Familie und seinem eigenen Wohlbefinden Priorität einzuräumen".