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Berlin lässt nichts anbrennenUnersättliche Eisbären rupfen Adler Mannheim und machen das DEL-Dutzend voll

03.05.2026, 18:57 Uhr
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Die Eisbären Berlin bezwangen die Adler Mannheim in der Best-of-Seven-Serie souverän. (Foto: dpa)

Die Eisbären Berlin bleiben in der DEL das Maß der Dinge. Im fünften Spiel der Finalserie schrubben die Hauptstädter die Adler Mannheim gnadenlos vom Eis.

Der zweite Matchball saß: Die Eisbären Berlin haben ihren Titel erfolgreich verteidigt und sich zum zwölften Mal zum Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gekrönt. Im fünften Finalspiel feierten die gnadenlos effektiven Eisbären einen 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)-Sieg bei den Adlern Mannheim und gewannen die Best-of-seven-Serie mit 4:1. Dem Rekordchampion gelang die dritte Meisterschaft in Folge und die fünfte in den letzten sechs Jahren, Headcoach Serge Aubin setzte sich mit Berlin auch in seiner 15. Playoff-Serie durch. 

"Für mich ist dieser Titel etwas Besonderes, denn es gab eine lange Zeit Zweifel an uns", sagte der 51-jährige Trainer und verwies auf die vielen Rückschläge und Herausforderungen, die sein Team in dieser Spielzeit zu meistern hatte. "Wir sind damit gut umgegangen und zur richtigen Zeit aufgestanden."

Playoff-Topscorer Ty Ronning (20., 44.), Torjäger Liam Kirk (22.) und Eric Mik (58.) erzielten in einem intensiven und temporeichen Spiel die Tore für Berlin, dazu zeigte Goalie Jonas Stettmer reihenweise starke Paraden. Sechs Minuten parierte der 24-Jährige sogar einen Penalty von Luke Esposito. Lediglich Marc Michaelis überwand ihn kurz vor Schluss (59.) .Mannheim vergab zahlreiche gute Chancen und konnte die Meisterparty so nicht verhindern. Am Donnerstag hatten die Eisbären zu Hause ihren ersten Matchball vergeben und erstmals in der Serie verloren (3:4 n.V.). 

Mannheim lässt beste Chancen liegen

In gewohnt stimmungsvoller Atmosphäre vor 13.600 Zuschauern begannen beide Mannschaften motiviert, die Adler erwischten aber nervöse erste Minuten. Alexander Ehl rutschte in der eigenen Hälfte aus, verlor den Puck und Kirk vergab die Chance zur Führung nach 27 Sekunden. Auch beim Abschluss von Leo Pföderl war Mannheim im Glück, doch qualitativ hielten die Adler mit dem Meister mit. 

Beide Teams zeigten mit ihrer Spielweise, dass es um viel ging. Die Berliner erspielten sich die klareren Chancen und nutzten einen Adler-Fehler kurz vor der ersten Drittelpause. Tobias Fohrler verlor den Puck gegen den stark nachgehenden Frederik Tiffels, Ronning umkurvte Goalie Johan Mattsson und traf zur Führung. 

Nach nur 77 Sekunden im Mitteldrittel erhöhte Kirk mit seinem sechsten Tor der Serie. Fast im direkten Gegenzug verhinderte der überragende Stettmer im Tor mit einem Reflex den Anschlusstreffer. Mannheim stemmte sich mit ganzer Kraft gegen die drohende Pleite, übernahm das Kommando - ließ aber beste Chancen selbst in Überzahl ungenutzt. Früh im Schlussdrittel brachte Doppelpacker Ronning mit einem satten Schuss die Meisterparty endgültig ins Rollen.

Besonders emotional war der Titel für Andreas Eder, der im Moment des sportlichen Glücks an seinen im Vorjahr an Krebs gestorbenen Bruder Tobias Eder erinnerte, dessen Name die Eisbären-Fans ebenfalls skandierten. "In dem Trikot, das mein Bruder als letztes getragen hat, das kann ich nicht in Worte fassen", sagte er. "Was diese Mannschaft die letzten zwei Jahre gemacht hat. Die ganzen Verletzungen, wir haben von Runde zu Runde zum Spiel gefunden", sagte Eder. 

Quelle: ntv.de, mar/sid

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