Sport

Es gab keine WunderheilungVan der Vorst hat gelogen

01.04.2012, 11:22 Uhr
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Monique van der Vorst bei den Paralympics 2008 in Peking. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die Behindertensportlerin Monique van der Vorst kann nicht durch eine Wunderheilung wieder gehen. Die Niederländerin gibt selbst an, nie gelogen, aber sich nicht gut ausgedrückt zu haben. 13 Jahre saß die erfolgreiche Behindertensportlerin im Rollstuhl.

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"Ich kann wieder gehen" hatte die Sportlerin auf ihrer Homepage geschrieben. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die "Wunderheilung" der niederländischen Behindertensportlerin Monique van der Vorst war ein Schwindel. Nachdem zu Jahresbeginn mehrere Rollstuhl-Athleten sowie ehemalige Betreuer und Bewohner aus ihrem Heimatort behauptet hatten, die 27-Jährige in der Vergangenheit auf ihren zwei Beinen gehend gesehen zu haben, gestand diese das nun ein. "Ich habe aber nicht gelogen, ich habe mich nur nicht gut ausgedrückt. Aus heutiger Sicht stimmte es nicht, was ich gesagt habe. Aber ich wusste es nicht besser", sagte sie im Gespräch mit der nun eingestellten Gratiszeitung De Pers. Die neue abenteuerliche Begründung: Die Probleme hätten nicht am Rückenmark, sondern am Kopf gelegen.

"Mein aktueller Rehabilitationsarzt vergleicht mich mit einem Auto. Der Motor war nicht kaputt, aber ich wusste nicht mehr, wie man fahren muss", meinte van der Vorst nun: "Es war mir nicht bewusst, daß ich auch zuvor oft auf meinen Beinen gestanden hatte. Ich hätte nie in die Medien kommen dürfen." Die Niederländerin selbst hatte das Thema am 20. November 2010 auf ihrer Homepage mit der Schlagzeile "Ich kann wieder gehen!!!" ins Rollen gebracht. Am 6. Januar 2011 hieß es dann auf ihrer Internetseite, van der Vorst sei "nach 13 Jahren zurück auf ihren Füßen". Anschließend gab sie unzählige Interviews bei in- und ausländischen Medien.

Quelle: ntv.de, sid