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Nach Crash mit Olympiasiegerin Vogels Unfallgegner hat sich nie gemeldet

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Nach dem Unfall habe sie sofort geahnt, dass sie nicht mehr laufen könne, so Vogel im Interview.

(Foto: imago/Annegret Hilse)

Ein halbes Jahr ist es her, dass Kristina Vogel beim Training in Cottbus im vollen Tempo mit einem niederländischen Nachwuchsfahrer zusammenprallt. Für ihn geht der Unfall glimpflich aus, Vogel sitzt seitdem querschnittsgelähmt im Rollstuhl. Wie geht es ihr damit?

Die querschnittsgelähmte zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel steht dem niederländischen Fahrer, mit dem sie bei ihrem folgenschweren Trainingsunfall im Juni kollidiert war, mit gemischten Gefühlen gegenüber - auch, weil es bislang kein Gespräch gegeben hat. "Wenn er wirklich gewollt hätte, hätte er mich erreicht. Aber letztlich ist es mir inzwischen wurscht", sagte sie im Interview mit der "Bild am Sonntag". Die 28-Jährige führte aus, in seiner Situation hätte sie sich "gefragt, ob er mich überhaupt sprechen will und dann viel, viel früher den Kontakt gesucht."

Auf die Frage, ob sie dem Nachwuchsfahrer aufmachen würde, wenn er vor ihrer Tür stehen würde, erklärte Vogel allerdings durchaus versöhnlich: "Eine sehr, sehr schwere Frage. Vielleicht ja. Wenn ich derjenige wäre, der Kristina Vogel in den Rollstuhl gebracht hat, würde es mir richtig scheiße gehen. Wenn er dann den Mut aufbringt, hierher zu kommen, kann man ihn auch reinlassen."

Die Erfurterin war am 26. Juni beim Training auf der Betonbahn in Cottbus mit 60 Kilometern pro Stunde mit dem Fahrer kollidiert, der auf der Bahn stand, während Vogel beschleunigte. Warum, untersucht derzeit noch die Staatsanwaltschaft. Das Rückenmark der Sportlerin wurde am siebten Brustwirbel durchtrennt. Kurz vor Weihnachten verließ sie das Unfallkrankenhaus Berlin, gemeinsam mit ihrem Freund Michael Seidenbecher plant sie derzeit das gemeinsame Haus um.

An eine weitere sportliche Karriere denkt die einstige Ausnahmeathletin derzeit nicht. Erstmal gehe es darum, den Alltag zu bewältigen: "Ich bin wie ein Neugeborenes und habe einen langen Weg vor mir", so Vogel im Interview.

Quelle: n-tv.de, ino/sid

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