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"Das ist echt verrückt" Voigt staunt über ihren Biathlon-Coup

Vanessa Voigt hat beim Biathlon-Weltcup in Estland den zweiten Platz erreicht.

"Ich freue mich mega auf das Podest. Wer hatte das vor der Saison gedacht."

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Die deutschen Biathletinnen sind nach den Olympischen Spielen in einer herausragenden Form. Vanessa Voigt läuft im Sprint von Otepää überraschend aufs Podium, das verpasst Denise Hermann dagegen ganz knapp. Franziska Preuß ist dagegen am Geburtstag nicht zufrieden.

Vanessa Voigt schüttelte ungläubig den Kopf. "Ich bin irgendwie sprachlos. Es ist echt verrückt", sagte die 24-Jährige nach ihrem bärenstarken zweiten Platz im Biathlon-Sprint von Otepää. Zwar verpasste Voigt den ersten Weltcup-Sieg ihrer jungen Karriere um elf Sekunden, doch damit konnte sie nach einem fehlerfreien Rennen über 7,5 Kilometer sehr gut leben. Immerhin schaffte sie zum ersten Mal überhaupt den Sprung aufs Podium. "Ich freue mich mega auf das Podest. Wer hatte das vor der Saison gedacht", sagte sie in der ARD.

Voigt unterstrich in ihrer ersten kompletten Weltcup-Saison damit erneut ihr großes Talent. Nur die Französin Julia Simon, die einmal daneben schoss, war etwas schneller als die Biathletin aus Oberhof, die besonders in der Schlussrunde aufdrehte. "Wenn es um die Wurst geht", so Voigt, "kann ich aus meinem Körper Extrapower rausholen. Ich weiß nicht, wo ich das hernehme." Egal. "Sie zeigt eine tolle Saison, da geht für sie ein Traum in Erfüllung", lobte Franziska Hildebrand ihre aufstrebende Teamkollegin. Im Weltcup war Platz sechs bisher Voigts bestes Ergebnis gewesen. Bei den Olympischen Spielen in Peking war sie Vierte im Einzel geworden.

In jenem Rennen hatte Denise Herrmann triumphiert. Die Olympiasiegerin rundete in Otepää auf Rang vier einen starken Tag für das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) ab. Der 33-Jährigen fehlten nach einem Schießfehler 3,3 Sekunden auf das Podium, das Karoline Offigstad Knotten aus Norwegen komplettierte. Sie habe "zu viel Zeit am Schießstand liegengelassen." Dennoch: Es sei "ein richtig cooles Teamergebnis", betonte Herrmann, die ihre sehr gute Spätform unterstrich. Zuletzt in Kontiolahti hatte sie mit Platz eins und drei geglänzt. Franziska Preuß wurde nach zwei Fehlern an ihrem 28. Geburtstag Zwölfte. "Ich hätte mir ein besseres Geschenk gewünscht."

Am Samstag (13 und 15.15 Uhr/ARD und Eurosport) geht es mit den Massenstartrennen der Männer und Frauen weiter. Am Sonntag folgen die Mixed- (12.30) und die Single-Mixed-Staffel (15.15). Das Weltcup-Finale findet vom 17. bis 20. März am Holmenkollen in Oslo statt.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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