"Sorry" nach Demontage in MadridWehrloser Zverev holt sich von Sinner die nächste Tracht Prügel ab

Beim ATP Masters von Madrid will Alexander Zverev endlich seine Pleiten-Serie gegen Tennis-Primus Jannik Sinner beenden. Das Vorhaben scheitert krachend.
Alexander Zverev sank schwer geschlagen auf seine Bank, Jannik Sinner hatte ihn gerade regelrecht auseinander genommen - und sich dabei offenkundig nicht mal verausgabt. 1:6 und 2:6 in nur 57 Minuten, die neunte Niederlage in Folge gegen den Weltranglistenersten war für Zverev eine besonders krachende.
"Entschuldigung für dieses Finale", sagte Deutschlands bester Tennisprofi daher wenig später, die Fans beim ATP-Masters in Madrid hatten schließlich nicht viel bekommen für ihr Geld: "Das war nicht mein bester Tag." Auch Boris Becker hatte aus der Ferne zugeschaut und wollte seine Enttäuschung teilen. "Wow", schrieb er bei X, "es war kein Match, auf das wir alle gehofft hatten."
Wer soll Sinner in Paris schlagen?
Sinner indes wird in dieser Verfassung in Abwesenheit des verletzten Titelverteidigers Carlos Alcaraz auch als hoher Favorit zu den French Open in Paris (ab 24. Mai) reisen. Er solle dort "vielleicht eine Pause machen", schlug Zverev vor, mittlerweile begegnet er seiner Bilanz gegen den Italiener mit Galgenhumor. Denn eigentlich hatte er in Madrid ja durchaus Schwung aufgenommen, Sinner aber scheint Zverev komplett entschlüsselt zu haben, ließ ihn überhaupt nicht ins Spiel kommen.
"Er hat nicht sein bestes Tennis gespielt heute", sagte der Italiener über Zverev - er kann sich für die kommenden Aufgaben aber durchaus auf die eigene Stärke verlassen. Als nächstes wartet auf Sinner noch das Heim-Masters in Rom, das einzige 1000er-Turnier, das der 24-Jährige noch nicht gewinnen konnte. Die French Open wiederum sind der einzige Grand Slam, der Sinner noch in seiner Sammlung fehlt.
Sinner macht historischen Fünferpack perfekt
Der fünf Jahre ältere Zverev war in seinem ersten Endspiel in diesem Jahr chancenlos, auch in den vorherigen fünf Vergleichen mit Sinner hatte er keinen Satz gewinnen können. Bereits nach seinem Finaleinzug hatte der Weltranglistendritte Zverev mit Humor und Ratlosigkeit auf die Frage, ob er einen Plan gegen Sinner habe, am Sky-Mikrofon geantwortet: "Nö. Sieht man ja, weil ich achtmal in Folge verloren habe."
Durch seinen zehnten Sieg im 14. Duell mit Zverev hat Sinner nun abermals Tennis-Geschichte geschrieben. Als erster Spieler gewann er fünf Masters-Turniere in Folge: Paris im Herbst 2025 sowie in diesem Jahr Indian Wells, Miami, Monte Carlo, Madrid – und jeweils besiegte Sinner auf dem Weg zum Titel den ambitionierten Zverev, der weiter auf seinen 25. Titel auf der ATP-Tour warten muss.
Zverevs letzter Titelgewinn datiert vom April 2025 in München. In der Höhe von Madrid auf knapp 700 Metern hatte er 2018 und 2021 triumphiert.