Schlimmer HintergrundZverev-Gegner Cobolli weint nach Match bitterlich

Der italienische Tennisprofi feiert mit seinem Sieg über Alexander Zverev einen großen Triumph. Nach dem Sieg über den Favoriten bricht der Italiener in Tränen aus.
Flavio Cobolli fegte im Halbfinale des Tennisturniers von München gnadenlos über Alexander Zverev hinweg: 6:3, 6:3 hieß es nach kaum mehr als einer Stunde in einer einseitigen Partie aus Sicht des Italieners gegen den komplett chancenlosen Favoriten aus Deutschland. Cobolli, 16. der Weltrangliste, feierte mit dem Finaleinzug bei dem 500er-Turnier einen der größeren Erfolge seiner Karriere.
Doch nach dem Handshake mit dem deutschen Lokalmatador, der das Turnier bereits dreimal gewonnen hatte, brachen bei Cobolli alle Dämme: Der 23-Jährige fing bitterlich an zu weinen.
Noch auf dem Court flossen die Tränen, kurz danach saß Cobolli auf der Bank und verbarg sein Gesicht im Handtuch. Schon auf dem Weg ans Netz hatte er den Blick gen Himmel gerichtet. Der Grund für den emotionalen Ausbruch des Profis, der in seiner Karriere bisher drei Turniere gewinnen konnte, ist tragisch: Wie Cobolli nach dem Match erklärte, sei am Tag vor dem Match ein Freund von ihm gestorben. "Ich widme ihm das Match", sagte der Italiener. "Ich habe das ganze Spiel an ihn gedacht und an einem harten Tag einen Weg gefunden zu kämpfen. Der Finaleinzug bedeutet mir sehr viel."
Für den Profi war es an einem schweren Tag der erste Sieg über einen Top5-Spieler in seiner Karriere. Bei dem verstorbenen Freund handelte es sich um den italienischen Nachwuchsspieler Mattia Maselli, der mit Cobolli gemeinsam im gleichen Klub gespielt hatte und im Alter von nur 13 Jahren verstarb. "Bei jedem Punkt, den ich spiele, bei jedem Ball, den ich berühre, bei jedem Schritt, den ich mache, werde ich an dich denken", hatte Cobolli auf Instagram geschrieben. "Ich schwöre, dass du niemals vergessen wirst."