Der Sport-Tag

Der Sport-TagAtalan: Rauswurf bei Bochum hat "faden Beigeschmack"

23.10.2017, 11:33 Uhr
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Atalan ist bemüht, sich den Ärger über seinen Rauswurf nicht anmerken zu lassen - das klappt aber nur bedingt. (Foto: imago/Team 2)

Nicht nur viele Fans sind nach dem überraschenden Aus von Trainer Ismail Atalan konsterniert – auch der Coach selbst kann die Entscheidung des VfL Bochum noch immer nicht nachvollziehen. Nun äußert er sich erstmals öffentlich.

  • Der 37-Jährige zeigt sich tief enttäuscht und kritisiert die Klubführung um Manager Christian Hochstätter, allerdings ohne explizit Namen zu nennen. "Es bleibt in jedem Fall ein fader Beigeschmack", so Atalan, der nach nur 91 Tagen im Amt bei den Westfalen beurlaubt worden war, im "Kicker".

  • Details deutet er nur an. "Es gibt Leute, die nach einer Trennung in dieser Form an die Öffentlichkeit gehen, aber ich werde zu dieser Aussage keine Stellung nehmen, weil es nicht mein Stil ist", sagt er auf die Frage nach dem Urteil Hochstätters, er habe sich "in der Einschätzung des Trainers getäuscht".

  • Atalan kritisiert im Gegenzug, dass "Vereinbarungen im sportlichen Bereich nicht eingehalten worden sind, ohne dass ich näher darauf eingehen möchte".

  • Bei sich selbst sieht der vom Drittligisten Sportfreunde Lotte gekommene Coach keine großen Verfehlungen. "Jeder Mensch macht Fehler, aber in der Zeit als VfL-Trainer kann ich keine bedeutenden erkennen", erklärt Atalan: "Wenn nach der Entlassung 70 Prozent der Spieler mich und meinen Co-Trainer Joseph Laumann kontaktieren, sich für die Zusammenarbeit bedanken und weiter Kontakt haben wollen, kann man nicht so viel falsch gemacht haben."

Falls es ein Trost ist: In der NBA hat es der Coach der Phoenix Sun geschafft, nach nur drei Spielen gehen zu müssen. Dagegen sind die neun Spiele von Atalan auf der Trainerbank des VfL doch gar nicht so schlecht, oder? (Sorry an den Bochumer Kollegen Nordmann. Der sieht das mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit anders.)