Der Sport-TagBVB-Boss kontert Schulz' Finanz-Forderung
Fußball versus Politik: "Ich halte nichts von solchen Regulierungsversuchen." - Das ist die deutliche Antwort von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf die Forderung von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Der hat vorgeschlagen, finanzielle Grenzen im Fußball festzulegen.
Watzkes Argument: Ablösesummen würden in dem Fall wahrscheinlich über andere Wege gezahlt werden.
"Dann macht Katar eben einen Sponsoringvertrag mit dem jeweiligen Klub," sagte der BVB-Boss dem Wirtschaftsnachrichtenportal "Business Insider".
Die Summen überstiegen auch seine Vorstellungskraft: "Sie sind zu hoch, das Ganze ist extrem, aber unmoralisch würde ich es deshalb nicht nennen. Unmoralisch gibt es im Fußball bezogen auf Ablösesummen nicht."
In diesem Geschäft gelte, "dass der Stärkere gewinnt, und das lässt sich eben nicht sozialistisch regeln", sagte Watzke.
Martin Schulz hatte den 148-Millionen-Euro-Transfer von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona als "nicht nachvollziehbar" kritisiert, die aktuellen Transfersummen hätten "keinen Bezug mehr zur Realität".