Der Sport-TagBayern-Boss rechnet knallhart mit Basketball-Bundesliga ab
Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic hat kurz vor seinem Abschied harsche Kritik an der Basketball-Bundesliga geübt. "Der Basketball in diesem Land erlebt ein historisches Momentum. Umso auffälliger ist, dass auf Liga-Ebene keine erkennbare Gesamtstrategie existiert, wie dieses Momentum genutzt werden soll, um den Sport nachhaltig zu entwickeln", schrieb Pesic bei Linkedin. Aus seiner Sicht habe die Liga "kein Interesse an Strukturen, Strategien oder langfristigen Investitionen." Sein Rat an die Liga-Führung: "Weniger Erzählung, mehr Substanz. Weniger Pseudo-PR, mehr Inhalt." Er verlange "endlich eine Strategie, die der sportlichen Entwicklung dieses Landes gerecht wird".
Der Post des 49-Jährigen folgte nur kurze Zeit nach der Veröffentlichung der Finanz-Kennzahlen, die die BBL am Donnerstag zum zweiten Mal überhaupt verschickt hatte. Diese weisen den FC Bayern, den Pesic zum Ende des Jahres nach knapp 15 Jahren als Geschäftsführer verlässt, als klaren Krösus im Hinblick auf Budget und Personalkosten aus. "Diese Zahlen wurden trotz klarer Vorbehalte einzelner Klubs öffentlich gemacht", merkte Pesic an. Dabei sei es ausschließlich darum gegangen, "vergleichbare Schlagzeilen zu ermöglichen", befand der Funktionär. "Das Ergebnis ist keine Aufklärung, sondern Verkürzung, Polarisierung und Spaltung, mit vorhersehbarer Wirkung auf Medien und Fans." Die Liga ist für eine Stellungnahme angefragt.