Der Sport-Tag

Der Sport-TagBronzener Ludwig strebt Aus-Eis-wird-Wasser-Karriere an

12.02.2018, 09:24 Uhr
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Johannes Ludwig mit dem Pyeongchang-Tiger. (Foto: imago/ITAR-TASS)

Mein Kollege Tobias Nordmann kommt herum in Pyeongchang - und hat einen Abstecher zur Pressekonferenz der deutschen Rodler gemacht. Bronzemedaillengewinner Johannes Ludwig und Unglücksrabe Felix Loch standen Rede und Antwort - unter anderem zu ihrer Zukunft.

  • Loch wird seine Karriere definitiv fortsetzen. "Mit 28 habe ich schon noch ein paar Jahre vor mir", sagt er, "ich denke, man kann 2022 in Peking mit mir rechnen."

  • Für den Moment sei aber anderes wichtig. "Am Freitag geht es nach Hause, ich habe einen kleinen Sohn und meine Frau Lisa ist schwanger, im Mai kommt das zweite Kind", sagte Loch: "Ich will jetzt heim zur Familie."

  • Dagegen hat sich Ludwig - der am Mittwoch 32 Jahre alt wird - schon mehr Gedanken über seine Karriere gemacht: "Ich habe jetzt im dritten Anlauf überhaupt zum ersten Mal die Qualifikation für Olympia geschafft", sagte Ludwig, "vorher hatte ich durchaus mal Zweifel, ob ich mir das überhaupt noch antun soll." Seine aktuelle Leistungsstärke sei nun eine "gute Basis, um weiterzumachen." Er wollte aber mit seiner Frau und seinen Kinder sprechen.

  • Doch Pläne für die Zukunft hat er bereits geschmiedet: Er würde gern als Bundespolizist zur See arbeiten. Wie ein Thüringer auf die See kommt? Seine Großeltern haben ein Segelboot an der Mecklenburgischen Seenplatte, das sie ihm vererbt haben. Ludwig liebt das Segeln.

  • Der Nachwuchs wird bereits geeicht: Während Lochs Sohn noch zu klein ist fürs Rodeln, baut Ludwig bereits fleißig Rodelbahnen für seine Kinder im Garten. Seine Tochter sei allerdings aus der Bahn gekippt - das Rodeltalent sei noch nicht ausgeprägt.