Der Sport-TagDTM: Mercedes dominiert rasant, Wehrlein flucht

Gary Paffett strebt weiter seinem zweiten DTM-Meistertitel entgegen, Mercedes bleibt in seiner Abschiedssaison das Maß der Dinge: Der Brite Paffett gewann in Zandvoort den neunten Saisonlauf und baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Paul Di Resta (Schottland), Lucas Auer (Österreich) und Pascal Wehrlein (Worndorf) auf den Plätzen zwei bis vier rundeten das starke Mercedes-Ergebnis ab.
"Das war überragend, danke an das gesamte Team. Die Taktik, der Boxenstopp. Alles war perfekt", schrie Paffett in den Boxenfunk. Der Brite hat nun 127 Punkte auf dem Konto, er führt die Meisterschaft deutlich vor Di Resta (106 Punkte) und Glock (100) an. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sat.1) folgt der nächste Lauf auf dem anspruchsvollen Kurs an der niederländischen Nordseeküste.
Der Champion von 2005 feierte seinen insgesamt 23. DTM-Sieg und zog in der ewigen Bestenliste der Tourenwagenserie mit dem ehemaligen Audi-Fahrer Mattias Ekström (Schweden) gleich.
Womöglich hätte Wehrlein Paffetts historischen Sieg gefährden können, doch bei seinem verkorksten Boxenstopp fiel der Ex-Champion zurück und verpasste das Podium letztlich. "Was für ein Witz", schimpfe Wehrlein, nachdem die Mechaniker deutlich zu lange gebraucht hatten, um die Reifen zu wechseln. Später war Wehrlein etwas beruhigt, dennoch gab er zu: "Ich habe mich geärgert, man hat im Auto ja schon so ein Gefühl, wenn es zu lange dauert."