Eberl zu Bayerns Trainerfrage: "Weißer Rauch wird aufsteigen"
Sportvorstand Max Eberl möchte sich bei der Trainersuche beim FC Bayern nicht treiben lassen. "Wenn es was gibt, werden wir es verkünden", sagte Eberl vor dem Viertelfinal-Hinspiel des Fußball-Bundesligisten in der Champions League beim FC Arsenal bei Amazon Prime Video. "Ihr wartet alle sehnsüchtig darauf." Augenzwinkernd fügte der 50-Jährige an, das sei "wichtiger als irgendwelche anderen Themen, die wir auf der Welt haben. Ich weiß das, aber wir machen unseren Job."
Thomas Tuchel wird die Bayern spätestens im Sommer verlassen. Nach den Niederlagen in der Liga gegen Borussia Dortmund und beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim war die Kritik an dem Trainer immer lauter geworden. Spekuliert wird unter anderem über eine Rückkehr von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu den Bayern, auch der Name des Italieners Roberto De Zerbi vom englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion fällt immer wieder. "Ich arbeite dran, wir arbeiten dran", antwortete Eberl auf die Frage, ob ein neuer Trainer noch im April feststehen würde. "Der weiße Rauch wird irgendwann aufsteigen."
Bericht: Diese Spieler könnten den FC Bayern verlassen
Kommt es beim FC Bayern im Sommer zum großen Umbruch? Laut einem Medienbericht könnten mehrere Stars wechseln. Die "Sport Bild" nennt Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Noussair Mazraoui als potenzielle Verkaufskandidaten. Kingsley Coman und Alphonso Davies sollen zudem über einen Wechsel nachdenken. Kimmich und Goretzka bildeten beim FC Bayern lange das Paar im Mittelfeld. Erstgenannter kommt unter Thomas Tuchel aktuell auf der rechten Abwehrseite zum Einsatz. Der Cheftrainer verlässt den Verein im Sommer - und Kimmich? Zwischen Spieler und Klub dürfte es in den kommenden Wochen zu wegweisenden Gesprächen kommen. Kimmich selbst hatte seine sportliche Zukunft zuletzt offen gelassen, will zunächst abwarten, wer auf Tuchel folgt. Davies soll hingegen seit Wochen mit einem Wechsel zu Real Madrid liebäugeln. Gespräche über eine mögliche Verlängerung des 2025 endenden Arbeitspapiers haben bislang zu keinem Erfolg geführt. Die Zeichen stünden deshalb "auf Trennung", so das Sportmagazin weiter. Coman kann sich offenbar einen Wechsel nach England oder Spanien vorstellen. Zudem soll Dayot Upamecano mit seiner Rolle unzufrieden sein.
Schwerer Trainingsunfall: Sorge um MotoGP-Star
Große Sorge um Andrea Dovizioso: Der dreimalige MotoGP-Vizeweltmeister aus Italien ist beim Motocross-Training am Vormittag schwer gestürzt und hat sich ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Laut italienischen Medienberichten schwebt der 38-Jährige nicht in Lebensgefahr.
Dovizioso verunglückte auf einer Strecke in Terranuova Bracciolini in der toskanischen Provinz Arezzo und wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus Careggi in Florenz gebracht. Dovizioso, von 2017 bis 2019 in der Königsklasse jeweils hinter dem Spanier Marc Marquez WM-Zweiter auf einer Ducati, hatte seine MotoGP-Karriere 2022 beendet. 2004 war "Dovi" 125er-Weltmeister geworden.
"Lasst uns gnadenlos sein": PSG-Ultras drohen Barça vor CL-Kracher
Der FC Barcelona soll sich nach dem Willen der PSG-Ultras beim Viertelfinal-Hinspiel der Champions League auf eine feindselige Atmosphäre im Parc des Princes gefasst machen. "Es ist unsere Pflicht, den Park zu einer furchterregenden Festung für den Gegner zu machen und ihn zusammen mit der Entschlossenheit unserer Mannschaft uneinnehmbar zu machen", hieß es in einem Brief, den das Collectif Ultras Paris bei X vor der Partie von Paris Saint-Germain an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) in der französischen Hauptstadt veröffentlichte.
Die organisierte Szene rief in dem Stimmungsmacher-Schreiben zum Zusammenhalt aller PSG-Fans gegen die Katalanen auf. "Dieses unwürdige Barcelona, das oft von den Schiedsrichtern bevorzugt wird, muss sich auf einem mehr als feindseligen Terrain fühlen." Am Ende des Ultra-Aufrufs hieß es: "Lasst uns den Prinzenpark entzünden, lasst uns gnadenlos sein." Der Pariser Klub konnte die europäische Königsklasse noch nie gewinnen, 2020 verlor PSG das Finale gegen den FC Bayern mit 0:1, Trainer der Franzosen damals war der Noch-Bayern-Coach Thomas Tuchel.
Ohne Müller, mit Neuer: Tuchel baut Bayern-Elf nach Blamage um
Trainer Thomas Tuchel von Bayern München verzichtet im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League (21.00 Uhr/Prime Video und im Liveticker bei ntv.de) beim FC Arsenal auf Routinier Thomas Müller. Zudem nimmt er im Vergleich zum peinlichen 2:3 in Heidenheim insgesamt vier Änderungen vor.
Der genesene Kapitän Manuel Neuer kehrt wie erwartet für Sven Ulreich ins Tor zurück. Müller wird von Leroy Sané ersetzt. Anstelle von Dayot Upamecano und Min-Jae Kim bilden Matthijs de Ligt und Eric Dier die Innenverteidigung. Die ebenfalls rechtzeitig fit gewordenen Kingsley Coman, Aleksandar Pavlovic und Noussair Mazraoui sitzen immerhin wieder auf der Bank. Dort nehmen auch Ulreich, Upamecano, Kim und Müller Platz.
Die Münchner Aufstellung:
Neuer - Kimmich, de Ligt, Dier, Davies - Laimer, Goretzka - Sane, Musiala, Gnabry - Kane; Trainer: Tuchel.
DEB-Frauen schaffen bei WM, was ihnen bislang noch nie gelungen ist
Die deutschen Eishockey-Frauen haben bei der WM in den USA auch ihr viertes Spiel gewonnen. Das bereits als Gruppensieger feststehende Team von Bundestrainer Jeff MacLeod gewann im letzten Vorrundenspiel 3:0 (2:0, 0:0, 1:0) gegen China. In der Runde der letzten Acht trifft Deutschland am Donnerstag auf Tschechien oder die Schweiz.
Laura Kluge staubte schon nach 28 Sekunden zur Führung ab, Emily Nix erhöhte (16.). Danach ließ es die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) gegen einen klar unterlegenen Gegner etwas ruhiger angehen, kam aber trotzdem zu Chancen im Minutentakt. Nach 24 Spielminuten gaben auch die Chinesinnen ihren ersten Torschuss ab. Im Schlussabschnitt legte Bernadette Karpf (58.) vor 2638 Zuschauern in Utica nach. Torhüterin Lisa Hemmerle musste lediglich neun Schüsse abwehren.
Vier Siege waren einem deutschen Frauen-Team bei einer A-WM noch nie gelungen. Schon vor der Partie gegen China hatte Deutschland als Gruppensieger festgestanden, das Selbstvertrauen ist dementsprechend groß. Im Viertelfinale gehen Abstreiter und Co. damit den übermächtigen Turnierfavoriten USA und Kanada aus dem Weg.
Bitte zurückhalten: UEFA schickt vor EM Mahnung in den "Keller"
Die Video-Schiedsrichter sollen bei der bevorstehenden Fußball-EM in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli) inflationäres Eingreifen vermeiden. Laut der Europäischen Fußball-Union (UEFA) haben die Unparteiischen, die in Leipzig stationiert sein werden, die klare Anweisung zur Zurückhaltung. Sie sollen sich nur melden, wenn es den "Beweis für einen klaren und offensichtlichen Fehler" gibt.
"Wir wollen, dass Schiedsrichter mit starken Persönlichkeiten auf dem Platz Entscheidungen treffen", sagte UEFA-Schiedsrichterboss Roberto Rosetti bei seinem Vortrag beim Workshop der EM-Trainer. Die UEFA plant mit 18 Schiedsrichter-Teams plus zwei Ersatzriegen. Die Unparteiischen sollen Ende April bekannt gegeben werden. Aus deutscher Sicht gilt der Berliner Felix Zwayer als Favorit auf eine Nominierung.
Hamann sieht "absolute Alarmsignale" beim FC Bayern
Es droht die erste titellose Saison seit 2011/12: TV-Experte Dietmar Hamann hat eine eindringliche Warnung an seinen ehemaligen Arbeitgeber, dem FC Bayern, gesendet. "Der FC Bayern hat eine Verantwortung den Mitgliedern und Fans gegenüber. Die Fans pfeifen ja nicht einmal mehr. Die Bayern müssen aufpassen, dass ihnen die Fans nicht davonlaufen", sagte Hamann der "Sport Bild": "Wenn sich die Fans abwenden, dann ist es nicht fünf vor 12, sondern eins vor 12."
Die Münchner Anhänger seien "desillusioniert, ich merke in Gesprächen eine gewisse Gleichgültigkeit". "Das sind absolute Alarmsignale", wurde der Vize-Weltmeister von 2002 deutlich. Der FC Bayern rangiert in der Bundesliga ganze 16 Punkte hinter Bayer Leverkusen. Im DFB-Pokal war in der 2. Runde gegen Drittligist 1. FC Saarbrücken Schluss. Die letzte Titel-Chance bietet sich in der Champions League. Die Münchner duellieren sich im Viertelfinale mit dem FC Arsenal - eine realistische Titelchance wird ihnen aber auch dort nicht eingeräumt.
Missverständnis äußerte Hamann auch darüber, dass der FC Bayern an seinem scheidenden Cheftrainer Thomas Tuchel weiter festhält. "Dortmund hat dem FC Bayern eigentlich den größten Gefallen getan: Spätestens nach dem Sieg in München hat doch jeder gesehen, dass es zwischen der Mannschaft und Tuchel zu Ende ist, keine Beziehung mehr gibt. Man hätte sich entscheiden und trennen müssen!", so der 50-Jährige. Auf ihn wirke es, "als würden die Verantwortlichen die Dinge zu Tode diskutieren. Es müssen jetzt Entscheidungen getroffen werden", erklärte Hamann seine Haltung.
Vor EM-Quali-Duell: Hrubesch wechselt im DFB-Tor
Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch nimmt im EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballerinnen gegen Island (18.10 Uhr/ZDF und im ntv.de-Liveticker) einen Wechsel auf der Torhüterinnen-Position vor. Statt Stammkeeperin Merle Frohms vom VfL Wolfsburg startet in Aachen deren Stellvertreterin Ann-Katrin Berger vom englischen Topklub FC Chelsea. Hrubesch will mit Blick auf die Olympischen Spiele im Sommer in Frankreich vermehrt auch Spielerinnen aus der zweiten Reihe Einsatzchancen geben.
In der Abwehr vertraut der bald 73 Jahre alte Coach wie angekündigt auf Bibiane Schulze Solano von Athletic Bilbao, die erst am Freitag in der zweiten Halbzeit gegen Österreich (3:2) ihr Länderspiel-Debüt gab. Dafür rückt die Frankfurterin Sara Doorsoun auf die Bank. Zudem beginnt im Mittelfeld Bergers Vereinskollegin Sjoeke Nüsken statt der gleichaltrigen Offensivspielerin Sydney Lohmann vom FC Bayern.
Chance auf CL-Titel? Statistik ernüchtert FC Bayern und BVB
Die Top-Acht Europas ist noch mittendrin im Kampf um die Fußball-Krone in der Champions League. Mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund sind noch zwei Bundesligisten vertreten. Der FC Bayern muss gegen Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal ran, der BVB trifft auf Atlético Madrid. Geht es rein statistisch um die Titel-Wahrscheinlichkeit sieht es für die deutschen Klubs aber düster aus. Der Euro Club Index macht keinem der Teams Hoffnungen auf den Triumph.
Der FC Bayern hat demzufolge nur 7,1 Prozent Chancen auf den Sieg, der BVB sogar noch weniger (6,1%) - und ist damit Letzter der acht Klubs.
"Werde ich nochmal machen": Der Trainer-Plan von Jens Lehmann
Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Jens Lehmann will wieder als Trainer arbeiten. "Ja. Das werde ich wahrscheinlich noch mal machen. Es wäre schön, wenn es schon im Sommer klappen würde", sagte der langjährige Schlussmann des FC Schalke 04 sowie von Borussia Dortmund und des FC Arsenal im Interview der "Münchner Merkur/TZ".
Lehmann war in der Saison 2017/18 Co-Trainer beim FC Arsenal und 2019 Assistent beim FC Augsburg in der Bundesliga. Zuletzt war er Aufsichtsrat bei Hertha BSC. Zuletzt hatte er mehr außerhalb des Platzes für Aufsehen gesorgt - vor allem wegen seines Gerichtsprozesses um Nachbarschaftsärger.
Lahm hat Vorschlag für die Nike-Millionen beim DFB
EM-Turnierdirektor Philipp Lahm fordert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, den Millionendeal mit Nike unter anderem für die Förderung des Frauenfußballs zu nutzen. "Wenn der DFB mit dem frischen Geld also die Amateurvereine, den Kinderfußball, die Schiedsrichterausbildung und den Frauenfußball unterstützt - dann wäre die Entscheidung für Nike eine gute. Auf diese Weise entstünde eine Kreislaufwirtschaft. Denn finanziert wird das Ganze in erster Linie vom Fan, der die Ware kauft", schrieb der Weltmeister-Kapitän von 2014 bei "Zeit Online".
Nun gelte es, das viele Geld dahin zurückzuführen, wo es herkomme: "An die Basis." Der DFB hatte im März mitgeteilt, die Langzeit-Partnerschaft mit Adidas auslaufen zu lassen und sich von 2027 bis 2034 von US-Branchenriese Nike ausstatten zu lassen. Ausschlaggebend waren laut DFB vor allem finanzielle Aspekte. Einige Spitzenpolitiker hatten den Verband für die Entscheidung gegen den Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach scharf kritisiert.
Eishockey-Legende bekommt volle Härte der NHL zu spüren
Manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu: So in etwa könnte das Fazit für NHL-Legende Sidney Crosby nach dem Match gegen die Toronto Maple Leafs lauten. Erst steckt er mehrere Bodychecks ein, bekommt dann Puk und Schläger ins Gesicht - und verlässt das Feld schließlich als Verlierer.
Terrorgefahr: Spanien bietet 2000 Polizisten für CL auf
Angesichts von Terrorgefahr hat Spanien vor den beiden Viertelfinalspielen der Champions League in Madrid die Sicherheitssysteme hochgefahren. "Um der terroristischen Bedrohung vorzubeugen, haben die staatlichen Sicherheitskräfte alle ihre Frühwarn- und Schutzsysteme sowie ihre Abwehrmechanismen aktiviert", teilte das Innenministerium in Madrid mit. Am Abend tritt Manchester City im Viertelfinal-Hinspiel im Stadion Bernabeu gegen Real Madrid an. Morgen spielt Borussia Dortmund gegen Atlético Madrid im Stadion Metropolitano.
Die Regierung und die staatlichen Sicherheitskräfte hätten alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Teilnehmer und Besucher der beiden Sportereignisse sowie der spanischen Bürger insgesamt zu gewährleisten, betonte das Ministerium weiter. 2000 Polizisten und weiteres Sicherheitspersonal würden für einen sicheren Ablauf der beiden Spiele sorgen. Das Ministerium erwähnte mögliche Attentatsdrohungen durch islamistische Gruppe nicht ausdrücklich, aber spanische Medien sprachen von möglichen Drohungen durch Dschihadisten.
Schoko-Shake-Eklat: Schalke suspendiert nächsten Profi
Beim abstiegsbedrohten FC Schalke 04 hat Cheftrainer Karel Geraerts den nächsten Profi innerhalb kurzer Zeit aus dem Kader gestrichen. Dominick Drexler soll vorerst nur noch mit der U23-Mannschaft des Fußball-Zweitligisten trainieren. "Als Team müssen wir in den verbleibenden Spielen eng für den Klassenerhalt zusammenstehen, diesem Ziel muss sich jeder Einzelne unterordnen, das haben wir der Mannschaft unmissverständlich klargemacht. Dominick hat sich zuletzt über die Mannschaft gestellt. Ich habe deshalb die Entscheidung getroffen, dass Dominick bis auf Weiteres Teil der U23 ist", sagte Geraerts in einer Vereinsmitteilung.
Der Grund für Drexlers Rauswurf laut Medien: Demnach soll der 33-Jährige am Sonntag nach der Partie bei Hannover 96 (1:1) aus Frust über den späten Gegentreffer einen mit Schoko-Shake gefüllten Becher in der Kabine vor die Wand geworfen und dabei auch Mitspieler getroffen haben. Bereits Ende März wurde der Profi Timo Baumgartl zur U23 geschickt, da für Trainer Geraerts die Trainingsleistungen des meinungsstarken Innenverteidigers nicht mehr ausreichend waren.
Rücktritt beim DFB, aber Kapitänin bleibt beim Klub
Im DFB-Team ist Schluss, im Verein geht es weiter: Svenja Huth setzt ihre aktive Fußballkarriere noch ein weiteres Jahr beim VfL Wolfsburg fort. Wie der DFB-Pokalsieger verkündete, hat die 33-Jährige ihren nach der Saison auslaufenden Vertrag bis zum Sommer 2025 verlängert. "Das Gesamtpaket passt hier einfach für mich. Ich fühle mich sowohl sportlich als auch privat mit meiner Familie sehr wohl. Über die Jahre ist Wolfsburg wie eine zweite Heimat für mich geworden", sagte die Co-Kapitänin, die seit 2019 143 Pflichtspiele (25 Tore) für die Niedersachsen bestritten hat. Die Vize-Europameisterin hatte im März ihre Laufbahn im Nationalteam nach 88 Länderspielen beendet.
"Sie ist ein zentraler Eckpfeiler in unserem Spiel und hat das in den vergangenen Wochen einmal mehr unter Beweis gestellt", sagte Wolfsburgs Direktor Frauenfußball Ralf Kellermann zu Huths Vertragsverlängerung: "Als Kapitänin und Führungsspielerin lebt sie die Mentalität, die den VfL auf und neben dem Platz ausmacht, anderen vor."
"Völlig falsch": Klub will nichts mit Mourinho zu tun haben
Benfica Lissabon hat Spekulationen um eine vorzeitige Trennung von Trainer Roger Schmidt entschieden zurückgewiesen. Der Klub stelle klar, "dass die Kommentare und Informationen, die auf die Verpflichtung eines neuen Trainers hindeuten, völlig falsch sind", hieß es in einem Statement auf der Homepage des portugiesischen Fußball-Rekordmeisters. Zuvor war in mehreren Medien José Mourinho als potenzieller Nachfolger des Deutschen genannt worden. Schmidt hat beim amtierenden Meister noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026.
Wie unter anderem die Sportzeitung "A Bola" berichtet, soll allerdings innerhalb der Benfica-Führung die Unzufriedenheit mit dem 57-Jährigen wachsen. Nach der Derby-Niederlage am vergangenen Wochenende liegt Benfica in der Tabelle hinter Sporting Lissabon und hat nur noch geringe Chancen auf die Titelverteidigung. Auch im Pokal war der Renommierklub gegen den Stadtrivalen ausgeschieden. Allerdings ist Schmidt mit seinem Team noch in der Europa League vertreten, wo Benfica im Viertelfinal-Hinspiel am Donnerstag Olympique Marseille empfängt.
Krasser Einschnitt wegen Drohbrief: Drittligist ändert Routinen
Fußball-Drittligist Dynamo Dresden wird in dieser Woche keine öffentlichen Trainingseinheiten abhalten. Diese Entscheidung wurde nach eingehender Analyse der Sicherheitslage und als Reaktion auf den Drohbrief, den Mannschaftskapitän Stefan Kutschke am vergangenen Freitag erhielt, getroffen.
Der Verein betonte in der schriftlichen Mitteilung, dass "es in unseren Farben keinen Millimeter Platz und Akzeptanz für Hass, Hetze und Gewalt gibt." Ob und inwiefern in der kommenden Woche öffentliche Trainingseinheiten stattfinden können, will der sächsische Traditionsverein zu Beginn der nächsten Kalenderwoche kommunizieren.
Abseits der Formel 1: Ferrari-Star macht süße Gelüste
Ferrari-Pilot Charles Leclerc sucht sich in Italien offenbar eine neue Spielwiese. Der Rennfahrer versucht sich abseits seiner Formel-1-Karriere als Unternehmer, Leclerc plant die Eröffnung einer noblen Eisdiele im Zentrum von Mailand, wie die Tageszeitung "Il Giornale" berichtet.
Abgeleitet vom Nachnamen des Monegassen soll das neue Lokal "LEC" heißen. Am Projekt beteiligen sich laut "Il Giornale" die Unternehmer Federico Grom und Guido Marinetti, Gründer der schnell wachsenden Kette "Grom", die hochwertige und teure Eiscreme anbietet. Sie ist bereits in mehreren italienischen Städten präsent, zudem in Malibu, New York, Paris und Tokio.
FC Liverpool hat sich offenbar auf einen Klopp-Nachfolger festgelegt
Ruben Amorim hat offenbar beste Karten auf die Nachfolge von Jürgen Klopp beim FC Liverpool. Der 39 Jahre alte Portugiese hat sich mit den Reds nach Sky-Informationen bereits mündlich auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Derzeit steht Amorim mit Sporting Lissabon an der Tabellenspitze der portugiesischen Liga.
Amorims Vertrag in Lissabon läuft noch bis 2026, als Ablöse sind 15 bis 20 Millionen Euro im Gespräch. Erst vor einer Woche hatte der frühere portugiesische Nationalspieler erklärt, er könne "nicht garantieren, bei Sporting zu bleiben. So klar wie Xabi Alonso in Leverkusen kann ich das nicht sagen."
Amorim hat sich in seiner Heimat in kurzer Zeit einen Namen als Top-Trainer gemacht. 2019 trainierte er Sporting Braga, wurde jedoch bereits nach zwei Monaten von Sporting für zehn Millionen Euro aus dem Vertrag herausgekauft. Bereits in seiner ersten Saison holte er mit Sporting die Meisterschaft - die erste für den Klub seit 19 Jahren.
"Ihnen wehtun": Guardiola spricht vom "fast Unmöglichen"
Laut Manchester Citys Star-Teammanager Pep Guardiola ist es "fast unmöglich", Champions-League-Rekordsieger Real Madrid zwei Jahre nacheinander aus der Fußball-Königsklasse zu befördern. "Vor zwei Jahren sind wir hier in den letzten Minuten ausgeschieden. In der vergangenen Saison haben wir gewonnen (1:1 im Hinspiel, 4:0 im Rückspiel, d. Red.)", erklärte der Katalane vor dem Viertelfinal-Hinspiel (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) in Madrid weiter. Das Duell der beiden Topklubs ihrer Länder habe sich "in den letzten Jahren zu einem Klassiker entwickelt", sagte Guardiola - bereits zum vierten Mal in den vergangenen fünf Spielzeiten kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen dem spanischen Rekordmeister und dem amtierenden Titelträger Englands.
"Jeder kennt ihre Stärke in den Übergängen. Wir müssen versuchen, ihnen weh zu tun, sie zu bestrafen und ihnen klarzumachen, dass wir hier sind, um Tore zu schießen", kündigte Guardiola an: "Wir reden hier von Real Madrid, das die Fähigkeit hat, viele Aspekte des Spiels zu kontrollieren. Aber wir müssen versuchen, unser Spiel durchzusetzen."
"Ocean Rescue"-Rennen treibt Athleten an ihre Grenzen
Mit dem "Ocean Rescue" findet vor der Küste von Biarritz ein Wettbewerb für hart gesottene Athletinnen und Athleten statt. Der Mix aus Kajak, Schwimmen, Laufen und Klippensprung war ursprünglich als Training für professionelle Retter in Küstennähe gedacht. Nun ist er auch ein Spektakel für Tausende Zuschauende.
"Fähigkeit zu leiden": Tuchel setzt auch auf "Matchglück"
Thomas Tuchel sieht den FC Bayern im Champions-League-Kracher beim FC Arsenal vor einem "großen Test" - und eine ebenso große Chance. "Wir wissen um unsere Stärken und wie wir ihnen wehtun wollen", sagte der Trainer vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) in London. In erster Linie spielten die Bayern, die sich zuletzt gegen Dortmund (0:2) und in Heidenheim (2:3) in einer jämmerlichen Verfassung gezeigt hatten, "gegen uns selber. Es gilt, das beste Gesicht von uns zu zeigen, dann sind wir auf höchstem Niveau konkurrenzfähig." Wichtig dabei sei laut Tuchel: "Wir müssen in unserer Fähigkeit zu leiden zwei Schippen drauflegen."
Was es sonst noch brauche? "Matchglück, Tagesform, ein, zwei Schiedsrichter-Entscheidungen, eine absolute Topleistung und das Quäntchen Glück", zählte Tuchel auf: "Wir werden versuchen, es auf unsere Seite zu ziehen."
"Es ist Zeit": DFB-Team rückt unbezahlte Arbeit in Fokus
Die deutschen Fußballerinnen setzen beim EM-Qualifikationsspiel gegen Island in Aachen ein Zeichen für das Thema Gender Care Gap. Unter dem Motto "Es ist Zeit" macht das DFB-Team bei der Partie (18.10 Uhr/ZDF und im ntv.de-Liveticker) aufmerksam auf die ungleichen Bedingungen für Frauen und Männer bei der unbezahlten Care-Arbeit. Dafür stellt ein Sponsor (Vorwerk) die Logofläche auf den Hymnenjacken und Aufwärmshirts zur Verfügung.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leisten Frauen (4:16 Stunden/Tag) durchschnittlich 79 Minuten mehr unbezahlte Care-Arbeit pro Tag als Männer (2:57 Stunden). Diese Werte sind vor dem Anstoß auf den Rücken der Fußballerinnen zu sehen. "Unsere Nationalspielerinnen gehen nicht nur auf dem Platz als Vorbilder voran. Auch abseits des grünen Rasens ist es ihnen wichtig, auf gesellschaftsrelevante Themen aufmerksam zu machen", sagte DFB-Vizepräsidentin Sabine Mammitzsch zu der Aktion.
Aussichtsreiches Draft-Talent hat Ärger mit der Polizei
Nur wenige Wochen vor dem NFL Draft 2024 ist ein aussichtsreiches Talent der University of Texas wegen Trunkenheit am Steuer vorübergehend verhaftet worden. Defensive Lineman T'Vondre Sweat, seines Zeichens der Defensive Player of the Year der Big 12 Conference 2023, war am Sonntag in einen Unfall zwischen einem SUV und einer Limousine auf der Interstate 35 verwickelt. Sweat war der Fahrer des SUV und wurde wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet, während der Fahrer der Limousine die Unfallstelle unmittelbar nach dem Zusammenprall zu Fuß verlassen hat. Sweat wurde bereits auf Kaution in Höhe von 3000 US-Dollar freigelassen. Ihm droht nun eine Strafe für ein Vergehen zweiter Klasse, wie es in Texas heißt. Das würde eine Geldstrafe von bis zu 2000 Dollar und 180 Tagen im Gefängnis nach sich ziehen.
Sweat half mit, Texas erstmals ins College Football Playoff zu führen und meldete sich anschließend zum NFL Draft an. Inwieweit dieser Vorfall seinen Draftstock beeinflussen wird, ist noch unklar. Medienberichten zufolge besuchte er bereits die Tennessee Titans und wird voraussichtlich in dieser Woche auch bei den Seattle Seahawks vorstellig werden.
"Am Anfang ist das nervig": Bayer-Legende hat "Vizekusen"-Makel längst umgedeutet
Bayer Leverkusen nach Ansicht seines Ehrenspielführers Carsten Ramelow reif für den erstmaligen Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft und kann so endlich den Beinamen Vizekusen ablegen. "Es ist bestimmt nicht der wesentliche Punkt, auf die Meisterschaft hinzuarbeiten, damit das mit Vizekusen verstummt. Wir haben es zu meiner Zeit probiert, waren sehr nah dran, aber es hat leider nicht funktioniert. Jetzt ist es an der Zeit. Diese Saison geht absolut an Leverkusen, dieses Jahr soll es so sein", sagte der 50 Jahre alte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur.
Ramelow hatte von 1996 bis zu seinem Karriereende 2008 insgesamt 333 Bundesligaspiele für Leverkusen bestritten und wurde mit dem Werksklub viermal deutscher Vizemeister. In dieser Zeit wurde die höhnisch gemeinte Bezeichnung Vizekusen geprägt. "Zugegeben, am Anfang ist das nervig, irgendwann steht man aber drüber. Jeder definiert Erfolg anders. Ich habe gelernt, dass nicht nur der, der Erster wird, erfolgreich ist", erklärte Ramelow.
Wunderzahlen für Nachwuchs-Duell: College-Spiel bricht TV-Rekord
Das letzte Spiel von Basketball-Wunderkind Caitlin Clark für die Iowa Hawkeyes hat in den USA für eine traumhafte TV-Quote gesorgt. Im Schnitt 18,7 Millionen Zuschauer verfolgten das Finale der College-Meisterschaft, in der Spitze sahen bei ESPN sogar 24 Millionen zu. Seit 2019 hat kein Basketballspiel - egal ob Männer oder Frauen, NBA oder College - so viele Fans vor die TV-Geräte gelockt.
Laut ESPN wurden solche Quoten in den vergangenen fünf Jahren nur im American Football oder bei Olympischen Spielen erreicht. Ein College-Basketball-Spiel der Frauen hatten nie zuvor so viele Zuschauerinnen und Zuschauer gesehen.
Clark, die beste Werferin in der Geschichte des US-College-Basketballs, hatte das Finale mit Iowa gegen South Carolina 75:87 verloren und steht nun vor einem Wechsel in die Profiliga WNBA.
Es geht nicht nur ums Halbfinale: BVB muss auch auf Bayern und Bayer hoffen
Bayern gegen Arsenal, Leverkusen gegen West Ham: In den Viertelfinal-Hinspielen im Fußball-Europapokal kommt es in dieser Woche nicht nur zu zwei Duellen deutscher und englischer Mannschaften - es geht auch um wichtige Punkte im Rennen um einen zusätzlichen fünften Startplatz für die kommende Champions-League-Saison.
Noch belegt die Bundesliga mit 16,357 Punkten hinter der italienischen Serie A (17,714) den entscheidenden Rang zwei, die englische Premier League (16,250) holte aber zuletzt erheblich auf. England ist zudem noch mit fünf Teams auf internationalem Parkett vertreten, die Bundesliga nur noch mit drei (Bayern, Leverkusen und Borussia Dortmund).
Der BVB als aktueller Tabellenfünfter der Bundesliga würde derzeit von der neuen Regelung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) profitieren, laut der die zwei erfolgreichsten Nationen in der folgenden Spielzeit mit einem zusätzlichen Startplatz belohnt werden. Der Bundesligist kämpft dieser Tage auch selbst gegen Atlético Madrid um den Einzug ins Halbfinale der Champions League.
Eberl muss "aufräumen": Weltmeister warnt vor schnellem Tuchel-Rauswurf
Der frühere Fußball-Weltmeister Olaf Thon rät dem FC Bayern München von einem kurzfristigen Trainerwechsel ab. Dies würde nichts bewirken, schrieb der 57-Jährige in einer Kolumne des Portals "web.de". Sportvorstand Max Eberl "muss jetzt eine ruhige Hand haben und so lange wie möglich an Thomas Tuchel festhalten. Er darf nicht herumwirbeln und noch in der laufenden Saison irgendeinen Trainer aus dem Hut zaubern", so der ehemalige Bayern-Spieler.
Um wieder an die bisherigen Erfolge anknüpfen zu können, müssten Verantwortlichen nicht nur einen neuen Trainer verpflichten, sondern auch den Kader verändern. "Max Eberl ist geholt worden, um aufzuräumen", meinte Thon. Es sei an der Zeit für die sportlich Verantwortlichen, Flagge zu zeigen. "Der FC Bayern braucht neue Typen. Und er braucht hinten eine Ordnung, einen neuen Spielaufbau und einen Kopf im Mittelfeld. Harry Kane funktioniert, aber das reicht allein nicht aus", so der Weltmeister von 1990.