Ruud schlägt US-Star: Europa führt im Laver Cup
Casper Ruud hat Europas Tennisprofis beim Laver Cup in Boston in Führung gebracht. Der 22 Jahre alte Norweger gewann gegen den Amerikaner Reilly Opelka mit 6:3, 7:6 (7:4). Damit nehmen die Europäer bei der vierten Auflage des Duells gegen das Team Welt Anlauf auf den vierten Sieg. Im zweiten Spiel der ersten Session treffen der Italiener Matteo Berrettini und Felix Auger-Aliassime aus Kanada aufeinander. Deutschlands Olympiasieger Alexander Zverev kommt in der Night Session des ersten Tages im Doppel zum Einsatz.
Beide Teams bestehen jeweils aus sechs Profis und einem Ersatzmann. An jedem der drei Tage finden drei Einzel und ein Doppel statt. Am Freitag ist ein Sieg einen Punkt wert, am Samstag gibt es zwei Zähler pro Partie und am Sonntag drei. Wer insgesamt 13 von 24 Punkten gesammelt hat, gewinnt den Laver Cup.
Barça-Trainer muss gehen - allerdings (erstmal) nur auf die Tribüne
Der unter Druck stehende Barça-Trainer Ronald Koeman darf die nächsten beiden Ligaspiele nicht auf der Trainerbank sitzen. Das entschied das Wettbewerbskomitee der Liga, nachdem der Niederländer beim 0:0 gegen Cádiz am Donnerstag die rote Karte gesehen hatte, wie die Zeitung "Mundo Deportivo" berichtete.
Wenn eine absehbare Beschwerde des FC Barcelona gegen die Entscheidung keinen Erfolg haben sollte, würde Koeman damit für die Spiele gegen UD Levante am Sonntag und gegen Atlético Madrid am 2. Oktober ausfallen. Die Sperre wurde damit begründet, dass Koeman einen Schiedsrichter in der 95. Minute zu rabiat aufgefordert habe, das Spiel zu unterbrechen, weil kurzzeitig zwei Bälle auf dem Rasen waren.
Barça hat aus den ersten fünf Ligaspielen der Saison nur neun Punkte geholt. Spätestens seit dem 0:3 gegen den FC Bayern München zum Auftakt der Champions League spekulieren spanische Medien über eine baldige Ablösung von Koeman.
Erste Strafen für Platzsturm: Aber erst 17 Randalierer identifiziert
Sechs Tage nach dem Platzsturm seiner Fans beim französischen Fußball-Derby gegen Meister OSC Lille hat der RC Lens erste Sanktionen verhängt. "Die Strafen reichen von 9 bis 36 Monaten Stadionverbot, teils auf Bewährung", teilte der Verein mit. "In einigen Fällen werden Strafanzeigen folgen, sofern der Verdacht auf gewalttätiges Verhalten besteht."
Inzwischen sind Vereinsangaben zufolge 17 Randalierer identifiziert worden, mehr als 100 hatten die Tribüne im Stade Bollaert-Delelis verlassen und das Feld gestürmt.
Geschäftsführer Arnaud Pouille berichtete zudem von zahlreichen herausgerissenen Sitzschalen und verwüsteten Toiletten im Gästebereich.
Erst nach einer halben Stunde hatten Sicherheitskräfte die eskalierte Lage am Samstag unter Kontrolle bekommen. Lens gewann die Partie, die nach einer Unterbrechung unter strengen Sicherheitsmaßnahmen fortgeführt wurde, mit 1:0. Sechs Personen erlitten laut offiziellen Angaben leichte Verletzungen.
Beeinflusst er Schiedsrichter? Solskjaer attackiert Klopp
Teammanager Ole Gunnar Solskjaer vom englischen Spitzenklub Manchester United hat seinen Kollegen Jürgen Klopp attackiert und sich über dessen Beeinflussung von Schiedsrichtern beschwert. "Es gab da einen gewissen Manager, der vergangene Saison seine Sorge darüber geäußert hat, dass wir (zu viele) Elfmeter bekämen", sagte der Norweger: "Seitdem scheint es schwieriger geworden zu sein, die Entscheidungen zu treffen. Mir fällt da ein sehr großer Unterschied auf."
Was Solskjaer meinte: Seit Klopps öffentlicher Beschwerde werde United benachteiligt. Der Coach vom ewigen Rivalen FC Liverpool hatte im Januar gesagt, United habe in den jüngsten zweieinhalb Jahren mehr Strafstöße zugesprochen bekommen als die Reds in seiner kompletten, über fünfjährigen Amtszeit. Insgesamt waren es elf, fünf davon nach Klopps Äußerung.
Laut Solskjaer wurde United allein in den beiden jüngsten Pflichtspielen um drei Elfmeter betrogen: um einen beim Ligapokal-Aus am vergangenen Mittwoch gegen West Ham United (0:1) sowie um zwei weitere beim vorangegangen Ligaduell mit den Hammers (2:1).
Um "50+1" wird es kartellrechtlich noch länger nebulös bleiben
Eine Entscheidung des Bundeskartellamtes über die 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball scheint sich einem Medienbericht zufolge zu verzögern. Die Behörde habe die Fristen für Stellungnahmen bis Ende Oktober verlängert, schrieb der "Kicker". Im Kern geht es bei dem Verfahren darum, ob die 50+1-Regel im Grundsatz mit dem Kartellrecht vereinbar ist. Dies hatte die Behörde bejaht, zugleich aber die derzeit geltenden Ausnahmegenehmigungen für die konzern- oder investorengeführten Bundesligisten Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG 1899 Hoffenheim kritisiert.
Die 50+1-Regel besagt, dass der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiter die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss. Die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga müssen entscheiden, ob die Einschätzung des Bundeskartellamtes eher die 50+1-Regel in Frage stellt oder ob die Klubform der drei Vereine überdacht werden muss.
Bei einer Aufweichung oder gar Abschaffung der Regel befürchten vor allem Fan-Gruppierungen, dass Investoren die Vereine übernehmen könnten und sie dann keine demokratischen Mitspracherechte mehr hätten.
Englands Fußball im Umbruch: Nach Stehplätzen auch noch Alkohol im Stadion
Zurück in die Zukunft: Nach Stehplätzen soll auch der Alkohol auf die Tribünen in englischen Fußball-Stadien zurückkehren. Einem Bericht der Times zufolge könnte der Ausschank von Bier zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts in der 4. und 5. Liga erprobt werden.
Sollte der Testlauf erfolgreich sein, könnte Alkohol auch in den Stadien höherer Ligen wieder zugelassen werden, heißt es. Vorausgegangen sei eine unabhängige Studie unter Leitung der früheren Sportministerin Tracey Crouch zum Thema. "Beer we go", kommentierte das Boulevardblatt Sun ihr Vorhaben.
In den Arenen auf der Insel war Alkohol im Jahr 1985 im Zuge des Kampfes gegen das Hooligan-Problem verboten worden. In anderen populären Sportarten wie Rugby oder Cricket gibt es ein solches Verbot nicht.
Die Rückkehr der Stehplätze im Fußball soll in der ersten Jahreshälfte 2022 erprobt werden.
Triumph bei US Open, jetzt Trennung vom Trainer: Raducanu will "Profi"
Keine zwei Wochen nach ihrem Überraschungstriumph bei den US Open hat sich Emma Raducanu offenbar von ihrem Coach Andrew Richardson getrennt. Dies berichten britische Medien übereinstimmend. Demnach ist die 18-Jährige auf der Suche nach einem erfahreneren Trainer, der sie künftig auf der Tour begleiten soll.
"Es ist schwierig, so ein Gespräch zu führen. Aber ich denke, für mich ist es genau das, was ich brauche", sagte Raducanu laut Telegraph: "Ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt wirklich jemanden brauche, der das schon durchgemacht hat und mich auf meinem Weg begleiten kann."
Raducanu hatte die Zusammenarbeit mit dem 47-jährigen Richardson erst nach Wimbledon begonnen. Bei dem Rasenklassiker hatte sie im Achtelfinale mit Atemproblemen aufgeben müssen, bevor sie rund zwei Monate später im Finale von New York gegen Leylah Fernandez aus Kanada ihren ganz großen Coup perfekt machte.
Top-100 im Blick: Gojowczyk marschiert in Metz ins Halbfinale
Tennisprofi Peter Gojowczyk hat in Metz zum zweiten Mal in diesem Jahr das Halbfinale eines ATP-Turniers erreicht. Der 32 Jahre alte US-Open-Achtelfinalist aus München, der im Frühjahr schon in Montpellier in der Runde der letzten Vier stand, schlug am Freitag den US-Amerikaner Marcos Giron 3:6, 6:1, 6:3.
Er trifft nun auf den topgesetzten Polen Hubert Hurkacz oder den dreimaligen Grand-Slam-Sieger Andy Murray aus Großbritannien.
2017 hatte Gojowczyk an der Mosel seinen bisher einzigen Turniersieg auf Tourlevel gefeiert, zur Wiederholung des Erfolgs fehlen ihm nur noch zwei Siege. Der frühere Davis-Cup-Spieler agiert aktuell auf starkem Niveau, erreichte in New York sein bisher bestes Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier und kann in Frankreich an die Leistungen anknüpfen.
Durch seine Siege in Metz wird Gojowczyk wieder den Sprung in die Top-100 der Welt schaffen.
Haftstrafe: Paralympics-Sieger klebte sich an Flugzeug fest
Ein schwer sehbeeinträchtigter Paralympics-Sieger muss wegen Störung des Flugverkehrs in Großbritannien ins Gefängnis. Der Nordire James Brown, zweifacher Goldmedaillengewinner im Bahnrad 1984 in New York, hatte sich während einer Aktion der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion im Oktober 2019 auf dem London City Airport an einem Flugzeug festgeklebt.
Der Anklage zufolge war Brown, als Passagier gelistet, plötzlich auf eine British-Airways-Maschine geklettert und hatte seine Hand mit Superkleber an der Außenhülle befestigt. Fotos zeigen ihn bäuchlings auf dem Flieger, der nach Amsterdam abheben sollte.
Brown wurde vor dem Southwark Crown Court am Freitag zu zwölf Monaten verurteilt, sechs davon wird er absitzen müssen - im wahrsten Sinne des Wortes eine Haftstrafe.
Der Richter argumentierte, diese solle der Abschreckung derjenigen dienen, die "im Namen des Protestes das Leben einfacher Menschen ernsthaft stören". Mehr als 300 Passagiere seien betroffen gewesen, Brown habe seine Behinderung "schamlos ausgenutzt". Erst nach einer Stunde war seine Hand vom Flugzeug gelöst worden.
Brown selbst erklärte, er habe "etwas Spektakuläres" machen wollen, um mehr Aufmerksamkeit auf die Klimakrise zu lenken.
Das hält Klopp von Stehplätzen in der Premier League
Teammanager Jürgen Klopp vom FC Liverpool begrüßt die geplante Rückkehr der Stehplätze in die englischen Fußball-Stadien. "Ich mag die Idee. Ich bin mir sicher, dass die Leute verantwortungsbewusst damit umgehen werden", sagte Klopp bei seiner Spieltags-Pressekonferenz.
"Die Stadien haben sich komplett gewandelt verglichen zu den Zeiten, in denen sehr, sehr traurige Dinge passiert sind", erläuterte Klopp seine Haltung.
Deshalb sei "der richtige Moment" für Veränderungen gekommen. Außerdem gefalle ihm der Gedanke an Liverpools Heimstätte Anfield Road mit Stehplatz-Fans sehr, "obwohl ich sehr überrascht wäre, wenn die Atmosphäre dann sogar noch besser wäre".
Die Pläne sehen vor, dass interessierte Klubs sich bis zum 6. Oktober für eine Testphase bewerben können, die für die erste Jahreshälfte 2022 angedacht ist. Die Sports Grounds Safety Authority, ein Regierungsbeirat, soll das Projekt eng begleiten und nach sechs Monaten ergebnisoffen bewerten.
Handball-Bundesligist vorübergehend in Island festgenommen
Die erfolgreiche Rückkehr des TBV Lemgo Lippe auf internationaler Bühne ist durch einen Vorfall abseits der Handball-Feldes überschattet worden. Ein Spieler wurde wegen des Verdachts eines Sexualdelikts kurz vor der Abreise des Teams aus Reykjavik "in polizeiliches Gewahrsam genommen, befragt und bereits am Donnerstagabend wieder entlassen", teilte der Bundesligist mit.
"Nachdem Teile der Mannschaft am Mittwochabend in der Innenstadt von Reykjavik unterwegs waren, soll es zu einem Zwischenfall gekommen sein", heißt es weiter in der Stellungnahme des Vereins, der sich bis zum Abschluss des Verfahrens nicht weitergehend äußern will.
Der betroffene Spieler wird morgen in Deutschland zurückerwartet.
Der deutsche Pokalsieger hatte sich am vergangenen Dienstag nach zehnjähriger Europacup-Abstinenz im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde der European League mit 27:26 (14:17) beim isländischen Rekordmeister Valur Reykjavik durchgesetzt.
Formel-1-Spitzenreiter muss in Sotschi von ganz hinten aufholen
Formel-1-Spitzenreiter Max Verstappen muss vom Ende des Feldes in das Rennen an diesem Sonntag (14 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) im russischen Sotschi starten. Der 23 Jahre alte Niederländer tritt mit einem neuen Motor an, wie aus einem Dokument des Motorsport-Weltverband Fia hervorging.
Da es sich bereits um die vierte Antriebseinheit in der laufenden Saison handelt, aber laut Reglement nur drei pro Fahrer erlaubt sind, erhält er diese Strafe.
Vor dem 15. von 22 geplanten Saisonrennen liegt Verstappen in der WM-Wertung mit nur fünf Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Lewis Hamilton vorn. Der 36 Jahre alte Brite hat gute Chancen, sich die Führung zurückzuholen. Bereits viermal konnte er in der Vergangenheit in Sotschi gewinnen.
Verstappen ist noch ohne Erfolg in Russland und hat es nun deutlich schwerer, die Spitze zu verteidigen.
Bitter fürs Training: Ironman-WM wechselt Monat - und Ort
Utah statt Hawaii, Mai statt Februar: Die nächste Ironman-Weltmeisterschaft wird aufgrund der Corona-Pandemie am 7. Mai in St. George im US-Bundesstaat Utah ausgetragen. Dies teilten die Veranstalter am Freitag mit. Damit wird das legendäre Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,2 km Laufen erstmals nicht auf Hawaii stattfinden. Zuletzt war die WM coronabedingt von Oktober 2021 auf Februar 2022 verschoben worden.
Die Verlegung des Mega-Events von Kailua-Kona auf Hawaii nach Utah soll laut den Veranstaltern eine einmalige Sache bleiben. Im Oktober 2022 soll das legendäre Rennen nach dann drei Jahren wieder nach Kailua-Kona zurückkehren - erstmals an zwei separaten Renntagen für Männer und Frauen. Schon 2020 war die Ironman-WM der Coronakrise zum Opfer gefallen.
Der traditionsreiche Wettbewerb wird seit 1978 auf Hawaii ausgetragen. Bei den Männern siegten seit 2014 ausschließlich Sportler aus Deutschland, bei den Frauen triumphierte bei der letztmaligen Auflage im Oktober 2019 Anne Haug.
Kaymer spielt nicht und kämpft trotzdem für Europas Sieg
Das etwas andere Golfturnier vereint "Feinde"
Der europäische Vizekapitän Martin Kaymer glaubt beim Ryder Cup gegen die US-Golfer auf dem Straits Course in Haven/Wisconsin an sein routiniertes Team. "Erfahrung spielt beim Ryder Cup eine wesentliche Rolle", sagte der 36-Jährige, der beim größten Golfspektakel der Welt diesmal in neuer Funktion unterwegs ist.
Auf dem Papier gelten bei dem Duell, das von Freitag bis Sonntag ausgetragen wird, die USA als Favorit. Dennoch hat Europa realistische Aussichten, seinen Titel von 2018 zu verteidigen. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl, weil wir ein sehr ausgeglichenes Team haben", sagte Kaymer: "Europa hat eine gute Chance. Aber in Amerika zu gewinnen, wird schwierig." In seiner neuen Rolle will Kaymer, der in diesem Jahr nicht als Spieler dabei ist, die zwölf europäischen Spieler um den Weltranglistenersten Jon Rahm (Spanien) unterstützen.
Leipzig erleidet nächsten Verletzungs-Rückschlag
Der in der sportlichen Krise steckende Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss den nächsten herben Rückschlag verkraften. Der spanische Nationalspieler Dani Olmo fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel lange aus. "Er ist für ein paar Wochen raus. Er bleibt in der Länderspielpause wahrscheinlich hier. Wir müssen in zwei, drei Wochen sehen, wo er steht", sagte RB-Trainer Jesse Marsch. Der mit nur einem Sieg aus fünf Spielen auf Platz zwölf stehende Vizemeister empfängt am Samstag Hertha BSC (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker).
Dort wird auch Marcel Halstenberg erneut fehlen. Der Nationalspieler steht frühestens in anderthalb Monaten wieder zur Verfügung. "Er hatte am Donnerstag einen Termin bei der medizinischen Abteilung. Die Hoffnung ist, dass er im November wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann", sagte Marsch. Halstenberg, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft und wohl nicht verlängert wird, hat mit Sprunggelenksproblemen zu kämpfen.
Marsch steht vor einer ganz entscheidenden Woche in seiner erst kurzen Leipziger Amtszeit. In drei Heimspielen nacheinander geht es innerhalb einer Woche gegen Hertha, den FC Brügge in der Champions League sowie den VfL Bochum.
Gerland von Flick zu U21 - und total heiß drauf
Trainer-Urgestein Hermann Gerland wird beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) künftig ausschließlich als Assistent des neuen U21-Trainers Antonio Di Salvo tätig sein. Das bestätigte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, bei der Vorstellung des Nachfolgers von Stefan Kuntz. Gerland war seit August für die A-Nationalmannschaft unter Hansi Flick als Scout tätig.
"Aber die Synergien sind ja da", sagte Chatzialexiou, "das ist eine Win-Win-Situation, dass der Hermann immer mal wieder Rückmeldung an die A-Mannschaft gibt. Aber er ist fester Bestandteil der U21."
Der langjährige Bayern-Nachwuchscoach brenne regelrecht darauf, wieder im Juniorenbereich zu arbeiten. Es habe für die U21 einen "Riesenmehrwert, dass wir Hermann gewinnen konnten", sagte Chatzialexiou.
Di Salvo sieht in dem 67-Jährigen eine "super Ergänzung" seines Stabs: "Er hat einen anderen Blick auf den Fußball, ist geradeaus, offen und ehrlich. Das passt perfekt."
Bericht: Timo Werner hatte schon beim FC Bayern unterschrieben
Timo Werner wäre offenbar beinahe beim FC Bayern gelandet. Allerdings nicht ganz freiwillig, das berichtet der "Spiegel". Demnach habe der Stürmer in der Saison 2018/19 einen Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister unterschrieben, der dann aber vorher annulliert wurde. Demzufolge hätte er ab 1. Juli 2020 in München spielen sollen. Werner soll nicht ganz freiwillig unterschrieben haben - offenbart jetzt ein anstehender Rechtsstreit zwischen Spielerberater Karlheinz Förster und Spieleragent Murat Lokurlu. Die beiden prozessieren um "etwaige Ansprüche aus mutmaßlich gemeinsam getätigten Geschäften".
In den Prozessakten heißt es laut "Spiegel": "Timo Werner hatte still und heimlich auf Drängen des Klägers - der Spieler war davon nicht zu sehr begeistert - zwischenzeitlich bereits bei dem FC Bayern München einen befristeten Arbeitsvertrag … unterschrieben". Förster habe den Stürmer demnach dazu gedrängt.
Dann allerdings habe Werner erfahren, dass weder der damalige Trainer Niko Kovac noch Sportvorstand Hasan Salihamidzic den Transfer befürworteten. An dem Deal war dem "Spiegel" zufolge auch Ulli Hoeneß beteiligt.
Der Chelsea-Stürmer und der FC Bayern München äußerten sich laut Magazin nicht. Ein Anwalt Försters habe verlauten lassen, dass sein Mandant Kunden "grundsätzlich" nicht dazu dränge, Verträge zu unterschreiben.
Vettel stark im Sotschi-Training, Schumacher weit abgeschlagen
Mercedes hat im Auftakttraining der Formel 1 vor dem Großen Preis von Russland in Sotschi ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Der Finne Valtteri Bottas fuhr am Vormittag in 1:34,427 Minuten die schnellste Runde, dahinter folgte Teamkollege und Weltmeister Lewis Hamilton (1:34,638). WM-Spitzenreiter Max Verstappen (Niederlande) wurde im Red Bull Dritter (1:34,654).
Verstappen, der in der Startaufstellung für das Rennen am Sonntag (14 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) nach seinem Crash mit Hamilton in Monza drei Plätze zurückgestuft wird, hatte 0,227 Sekunden Rückstand zu Bottas. "Es war immer eine Strecke, die Mercedes eher entgegenkommt", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner bei Sky. Die zweite Session am Schwarzen Meer findet um 14 Uhr statt.
Sebastian Vettel überzeugte im Sotschi Autodrom mit seinem Aston Martin als Fünfter (1:35,781). Mick Schumacher, der tags zuvor vom Haas-Team für die Saison 2022 bestätigt worden war, belegte bei strahlendem Sonnenschein in 1:38,977 nur den 20. und letzten Platz. Der Youngster lag 4,550 Sekunden hinter Bottas.
Dicke Schuhe und ein Formular: Berlin-Marathon fordert Unterschrift von Läufern
Die Spitzenläuferinnen und -läufer müssen vor ihrem Start beim Berlin-Marathon an diesem Sonntag (9.15 Uhr/ARD und RBB) zusichern, dass ihre Schuhe keine zu dicke Sohle haben. Hintergrund ist die Disqualifikation des Äthiopiers Derara Hurisa nach seinem Sieg zuletzt beim Marathon in Wien. Hurisas Sohle war fünf Zentimeter dick statt der erlaubten vier, die voluminösen Sohlen sollen energiesparend wirken.
Der Berliner Renndirektor Mark Milde erklärte, dass die Elite-Athletinnen und Athleten ein Formular erhalten haben, das sie ausfüllen mussten. "Wir haben das schriftlich, dass sie uns nichts Böses wollen", sagte Milde und kündigte auch Kontrollen an. Wenn etwas komisch vorkomme, könnten die Schuhe einbehalten werden. Sie würden dann zur Untersuchung an ein schwedisches Labor geschickt.
Die Berliner Strecke ist wegen ihres flachen Profils sehr schnell und immer wieder für Bestmarken gut. Vor drei Jahren hatte dort Olympiasieger Eliud Kipchoge aus Kenia in 2:01:39 Stunden den derzeitigen Weltrekord über die 42,195 Kilometer aufgestellt. Der am Sonntag startende Bahn-Olympiasieger Kenenisa Bekele aus Äthiopien hatte die Marke vor zwei Jahren nur um zwei Sekunden verfehlt.
Zwölf Punkte sind weg, aber Wayne Rooney läuft nicht davon
Trotz des Abzugs von zwölf Punkten im Zuge der Insolvenzanmeldung will Trainer Wayne Rooney sein Engagement beim ehemaligen englischen Fußball-Meister Derby County fortsetzen. "Ich werde für den Verein kämpfen. Ich werde die Mitarbeiter nicht im Stich lassen. Sie brauchen jemanden, der sie führt", sagte der frühere Torjäger der englischen Nationalmannschaft.
Derby, das in acht Spielen bisher zehn Zähler gesammelt hatte, fällt durch den Punktabzug ans Tabellenende der zweitklassigen Championship. Der Klub hatte zuvor wegen finanzieller Probleme infolge der Corona-Pandemie Insolvenz angemeldet, nun wurden drei Insolvenzverwalter eingesetzt. Die Regeln sehen als Konsequenz den Punktabzug vor. Die Vereinsführung kündigte an, den Spielbetrieb fortsetzen zu wollen.
Wegen einer Transfersperre durfte der Meister von 1972 und 1975 im Sommer bereits nur wenige Spieler ausleihen. Hier drohen wegen Verstößen weitere Punktabzüge.
"In ersten drei Jahren Bayern besiegt": Stadion-Wechsel macht Finke emotional
Beim ersten Bundesliga-Spiel des SC Freiburg im Dreisamstadion im August 1993 gegen Wattenscheid 09 saß Volker Finke als Trainer an der Seitenlinie, beim letzten am kommenden Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) gegen den FC Augsburg wird er Ehrengast auf der Tribüne sein. "Das wird emotional, aber das Schöne ist, dass man gar nicht groß Abschied nehmen muss, weil zum Glück weiter dort gespielt wird", sagte der 73-Jährige. Die zweite Mannschaft und die Frauen des Sport-Clubs werden nach dem Umzug des Bundesliga-Teams ihre Fußballspiele im Dreisamstadion austragen.
Als schönste Erinnerungen an die altehrwürdige Spielstätte nennt Finke seine erste Partie gegen 1860 München, die letzte gegen Koblenz und vor allem die Heimspiele gegen Bayern München. "Dass wir die in den ersten drei Jahren immer gewonnen haben, war ganz besonders", sagte Finke, "und in Erinnerung ist mir auch das Wunderkerzen-Spiel im Dezember 1993 gegen Dortmund, das wir 4:1 gewonnen haben, da herrschte eine unfassbar gute Atmosphäre".
Vettel spricht klare Worte zu den Gerüchten über einen Rücktritt
Ein Rücktritt schon in diesem Jahr stand für Ex-Weltmeister Sebastian Vettel laut eigener Aussage nie ernsthaft zur Debatte. "Nicht wirklich, es ist sehr aufregend, was uns im nächsten Jahr mit den neuen Autos und Regeln erwartet", sagte der 34-Jährige auf eine entsprechende Frage im Vorfeld des Großen Preises von Russland an diesem Sonntag (14 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de). In der Vorwoche hatte Aston Martin veröffentlicht, dass er auch im kommenden Jahr für den englischen Autobauer fahren wird. "Ich bin gespannt, wo das Team hingeht und alles sieht sehr vielversprechend aus", sagte der Hesse. Angesichts der länger andauernden Unklarheit war gemutmaßt worden, dass Vettel sich nach 16 Jahren aus der Formel 1 zurückziehen könnte.
Flensburg kassiert nach Derby-Klatsche auch international eine Pleite
Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Champions League den nächsten Tiefschlag kassiert und wartet seit nun vier Pflichtspielen auf einen Sieg. Vier Tage nach der klaren Derby-Pleite bei Nordrivale THW Kiel (23:33) in der Bundesliga verlor die verletzungsgeplagte Mannschaft von Trainer Maik Machulla auch beim portugiesischen Meister FC Porto unglücklich mit 27:28 (12:13).
Acht Tore des besten Gäste-Werfers Hampus Wanne verhalfen den Norddeutschen nicht zum ersten Sieg in der laufenden Saison in der Königsklasse, Flensburg gerät damit bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Spielzeit unter Druck. Am ersten Spieltag hatte die SG beim 21:25 gegen Titelverteidiger FC Barcelona das Nachsehen gehabt. In der Bundesliga steht erst ein Sieg aus drei Spielen zu Buche.
Golfduell zwischen USA und Europa: Harry-Potter-Star bricht zusammen
Schreckmoment beim Promigolfspiel des Ryder Cup: Schauspieler Tom Felton ist bei der Veranstaltung in Haven/Wisconsin zusammengebrochen und musste medizinisch versorgt werden. Der britische Kinostar, der unter anderem bei den Harry-Potter-Verfilmungen mitwirkte, wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
"Im heutigen Ryder Cup Celebrity Match erlebte der Schauspieler und Musiker Tom Felton während seiner Teilnahme für Europa einen medizinischen Zwischenfall auf dem Kurs", teilte der Veranstalter PGA mit: "Er wurde zur Behandlung in ein örtliches Krankenhaus transportiert. Weitere Details sind nicht bekannt." Felton, der am Mittwoch 34 Jahre alt wurde, war bei Bewusstsein, als er vom Platz transportiert wurde.
"Was in Deutschland der Fußball ist, ist in Belgien der Radsport"
Deutschlands Radprofi Nils Politt kann das WM-Straßenrennen am Sonntag (ab 10.20 Uhr/Eurosport) kaum mehr erwarten. "Ich freue mich schon auf das Spektakel. Was in Deutschland der Fußball ist, ist in Belgien der Radsport", sagte der Kölner bei einer Pressekonferenz im WM-Ort Löwen. Der Profi von Bora-hansgrohe ist als deutscher Kapitän im Straßenrennen eingeplant und gilt als Hoffnungsträger für eine Medaille.
Politt erwartet ausgelassene Stimmung an den Straßen im radsportverrückten Flandern. "Da ist Corona in Belgien mal für einen Tag vergessen", prophezeite er. Falls es am Ende zum Sprint einer größeren Gruppe kommt, könnte auch Pascal Ackermann im deutschen Team zum Zug kommen. "Erstmal mache ich mir keinen großen Druck, das gebe ich diesmal an Nils ab. Ich bin gut drauf und motiviert. Die Strecke ist nicht so schlecht für mich", sagte der Pfälzer, der in den vergangenen Monaten sechs Tagessiege eingefahren hat.
Saballys Playoff-Debüt endet nach dem ersten Spiel
Die deutsche Basketball-Nationalspielerin Satou Sabally ist mit den Dallas Wings in der Frauen-Profiliga WNBA direkt zum Playoff-Auftakt gescheitert. Bei Chicago Sky unterlagen die Texanerinnen in der ersten Runde mit 64:81. Für Sabally war es das erste Playoff-Spiel ihrer WNBA-Karriere, im Vorjahr hatte die Berlinerin mit den Wings die Meisterrunde verpasst.
Sabally traf 50 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld und kam auf zwölf Punkte sowie vier Rebounds. Topscorerin der Gäste war Arike Ogunbowale (22 Punkte). Bei Chicago gelang Candace Parker mit 11 Punkten und 15 Rebounds ein Double-Double. Dallas hatte die Hauptrunde auf Platz sieben abgeschlossen, Chicago als Sechster.
Es zwickt im Po: Football-Star droht schmerzhafte Zwangspause
NFL-Star Christian McCaffrey hat sich beim 24:9-Auswärtssieg der Carolina Panthers gegen die Houston Texans verletzt. Der bestbezahlte Runningback der National Football League musste wegen einer Muskelverletzung am Gesäß schon im zweiten Viertel das Feld verlassen und konnte nicht mehr weitermachen. Ohne den 25-Jährigen brauchten die Panthers lange, um sich neu zu orientieren und das Spiel am Ende deutlich zu gewinnen. Ob und wie lange McCaffrey ausfallen wird, war zunächst unklar.
Meister Berlin startet mit Niederlage in die Titelverteidigung
Überraschung zum Auftakt: Basketball-Meister Alba Berlin hat beim packenden Saisonstart in die 56. Bundesliga-Spielzeit einen Dämpfer hinnehmen müssen. Der Titelverteidiger unterlag vor eigenem Publikum den Telekom Baskets Bonn in einem temporeichen Duell mit 86:88 (48:41), Parker Jackson-Cartwright avancierte zum Matchwinner für die Gäste. Alba verspielte in einer dramatischen Schlussphase den greifbaren Sieg, die Berliner kassierten im 55. Duell mit den Rheinländern die 19. Niederlage. Zuletzt hatte ein Bonner Team 2011 in Berlin triumphieren können.
Fans wütend, Spieler unzufrieden: Barcelona spielt sich tiefer in die Krise
Die Unzufriedenheit beim FC Barcelona ist nach dem 0:0 gegen den FC Cadiz offenbar weiter gewachsen. Routinier Gerard Piqué bemühte sich nach Angaben spanischer Medien im Anschluss aber um ausgleichende Worte. "Wir gehen durch eine schwere Situation, die wir nicht gewohnt sind", sagte der 34 Jahre alte Verteidiger nach Angaben der "Marca". "Jeder will gewinnen und es gibt viele Wege, um damit umzugehen. Wir können uns alle beschweren oder wir können arbeiten. Die Spieler sind hier, um zu arbeiten", sagte Piqué.
Bezogen auf Kritik und Pfiffe der Fans sagte er: "Ich will das Trikot Barcelonas nicht tragen, um zweiter oder dritter zu werden. Ich bin hier, um um Titel zu kämpfen." Trainer Koeman hatte vor dem Partie für Verwunderung gesorgt, als er auf der Pressekonferenz nur eine Erklärung verlas und dabei die Erwartungshaltung an diese Saison sehr klein hielt. Medien spekulieren bereits über eine Ablösung von Koeman.